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Handball
Aldekerker Kantersieg, SVS kalt erwischt

Aldekerk/Straelen. Handball-Oberliga der Frauen: Die glänzend aufgelegte Kreisläuferin Lara Bönners führt den Tabellendritten TV Aldekerk zu einem 36:22 gegen Treudeutsch Lank. SV Straelen steckt im Stau und verliert anschließend in Überruhr.

TV Aldekerk - Treudeutsch Lank 36:22 (16:9). Vor dem Anpfiff hatte Aldekerks Frauentrainer noch etwas nervös gewirkt. Nach der Partie dagegen war Carsten Hilsemer wesentlich entspannter, als er das an diesem Abend recht variable Spiel seiner Mannschaft noch einmal Revue passieren ließ. Sein Team hatte sich auf die Lanker Defensivreihe jeweils optimal eingestellt und mit einer ordentlichen Leistung zwei Punkte sicher nach Hause gebracht.

"Es hätte noch deutlicher für uns enden können, wenn wir unsere Möglichkeiten konsequenter genutzt hätten", sagte der Coach. Dass es dennoch zu einem Kantersieg reichte, lag zuerst an einer glänzend aufgelegten Lara Bönners am Aldekerker Kreis, die ihre Räume sehr gut nutzte und sicher traf. Als Lank es mit einer defensiveren Variante versuchte, die schon im Hinspiel gezogen hatte, traf der Aldekerker Rückraum. Die Gastgeberinnen fanden auf jedes taktische Mittel der Lanker die passende Antwort, auch eine Manndeckung gegen die jeweilige Regisseurin der Grün-Weißen brachte keinen Sand in die Angriffsmaschine.

Hinten richtete es der gut postierte Abwehrriegel des ATV, der die mitgereiste Lanker Fankolonie auf der Tribüne immer leiser werden ließ. "Dazu hat Denise Giesler wieder klasse gehalten", lobte Hilsemer seine Torhüterin. Er wechselte munter durch, ohne dass seine Mannschaft sich vom Erfolgsweg drängen ließ und sich für die Hinspielniederlage gebührend revanchierte. Nach den Ostertagen muss der ATV beim Tabellenzweiten in Walsum antreten.

TV Aldekerk: Giesler, Thönes - Bönners (9/2), Otten (7), Wolf (6/1), Scicolone (5), Inderfurth (4), Komander (2), Akeredolu (2), Esser (1) und Kurtz.

SG Überruhr - SV Straelen 25:24 (14:11). Schon bei der Anreise lief für die Grün-Gelben nicht alles rund. Ein Stau sorgte dafür, dass die Blumenstädter erst kurz vor knapp in Essen eintrudelten. Nach wenigen Minuten des Aufwärmens ging es dann schon los. "Die Spielerinnen waren noch nicht auf Betriebstemperatur", erklärte SVS-Coach Harry Mohrhoff den krassen Fehlstart. Schnell lag Überruhr mit 4:0 in Führung, wenige Minuten später sogar mit 9:2. Auszeit Straelen. Der versuchte Weckruf in Kombination mit gleich mehreren Umstellungen wirkte, wenn auch mit Verzögerung. "Uns spielte schließlich in die Karten, das Überruhrs gefährlichste Schützin Maike Kern mit Rot vom Platz musste", sah Mohrhoff wie sein Team nach einem zwischenzeitlichen 6:13 den Rückstand bis zur Halbzeit noch auf 11:14 verkürzen konnte.

Und nach dem Seitenwechsel blieb Straelen am Drücker, hatte dann jedoch auch einen Ausfall zu verkraften, als Kreisläuferin Zoé Daguhn nach einer angeblichen Tätlichkeit ebenfalls vorzeitig zum Duschen geschickt wurde (38. Minute). Im Anschluss wurde die Partie noch mehr zu einem Kampfspiel zweier Mannschaften, die sich wenig bis nichts schenkten. "Die Schiedsrichter haben viel zugelassen. Überruhr hat über 60 Minuten sehr, sehr hart gespielt", ärgerte sich Straelens Trainer über die eine oder andere unfaire Aktion, die nicht geahndet wurde. Wirklich beeindrucken ließen sich die Grün-Gelben davon nicht. Kurz vor Schluss war der Ausgleich hergestellt, wenig später traf man zum 23:22 - die erste Straelener Führung im Spiel. Es sollte die einzige bleiben. "Um den Lohn unserer Mühen haben wir uns selber gebracht. Unsere Chancenverwertung war heute nämlich alles andere als gut. In der Schlussphase hat sich das gerächt", zeigte sich Harry Mohrhoff nach der 24:25-Niederlage ausgesprochen zerknirscht.

SV Straelen: Pieper, Zina Daguhn - Sewing (6/2), Fiedeler (5), Zoé Daguhn (4), Lüfkens (2), Geelen (2), Heinrichs (2), Heuvels (2), Maes (1), Heckmanns, N. Pellens, Broeckmann, S. Pellens.

(CaB/terh)
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