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Handball
ATV II plant schon für die neue Saison - Issum ist optimistisch

Gelderland. Handball-Landesliga, Männer: Heute spielt der TV Aldekerk II in Korschenbroich. Phillip Kox kehrt zur neuen Saison zurück.

Der TV Issum empfängt die HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg. Der SV Straelen reist nach St. Tönis.

TV Korschenbroich - TV Aldekerk II (heute, 19.30 Uhr). Die Gefahr einer Niederlage dürfte für Aldekerks Zweitvertretung heute Abend beim Tabellenschlusslicht der Landesliga eher nicht bestehen - wohl aber die einer üblen Blamage. Denn die klare Favoritenstellung bei abstiegsbedrohten Teams ist nicht gerade eine dankbare Aufgabe.

"Natürlich ist die Erwartung an uns klar und wir werden sie auch nicht enttäuschen", sagt ATV-Spielertrainer Nils Wallrath. "Wir müssen zwar auf den erkrankten Fabian Knepper verzichten, aber alle anderen sind körperlich fit und motiviert genug, sich auf der Zielgeraden nicht mehr ausbremsen zu lassen." Auch wenn dem Team der Aufstieg in die Verbandsliga theoretisch immer noch aus den Händen gleiten kann, wird bereits für die neue Saison geplant. Andy Schierhölter, Jens Leuchten und Ingo Ricken werden ihre Karriere beenden und nicht mehr zur Verfügung stehen.

Thorben Schlieder wird kürzer treten und der Weg von Torwart David Hohl ist noch nicht entschieden. Wichtiger als die Abgänge sind für Wallrath aber die Nachrichten von Neuzugängen.

"Ich freue mich riesig über die Zusage von Phillip Kox. Er kommt aus der Oberliga vom VfB Homberg zurück zu uns und wird mit seiner Erfahrung eine wichtige Rolle im Team spielen können." Kox hatte früher bereits für Aldekerk gespielt, genau wie Robin Appelhans und Roman Grützner, die nach Jugendreisen beim ATV zunächst in Hüls beziehungsweise St. Tönis spielten.

Aus der eigenen Jugend werden Justin Lindner und Marvin Hartges die Zweitvertretung verstärken. "Das Gros der Mannschaft bleibt zusammen, aber mit den neuen Spielern stehen insgesamt 16 Aktive mit einem Durchschnittsalter von 22,8 Jahren zur Verfügung. Das wird eine spannende Saison mit Höhen und sicher auch Tiefen - egal in welcher Spielklasse", sagt Wallrath.

TV Issum - HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg (heute, 18.45 Uhr). Zwei weitere Punkte vor der Osterpause würden Issums Handballern noch gut zu Gesicht stehen. Damit nämlich könnten sie den vierten Platz festigen - das beste für Werner Konrads in dieser Saison noch zu erreichende Ziel. Die ersten drei Positionen sind nämlich bereits zu weit enteilt.

Doch einfach wird die Begegnung gegen den Elften der Tabelle nicht. "Isselburg ist die einzige Mannschaft, die den Tabellenführer schlagen konnte. Dieses Erlebnis vom vorigen Wochenende dürfte 'die Mannschaft der Stunde' beflügeln", sagt Konrads.

Außerdem sind die Gäste noch nicht gesichert und haben das Hinspiel gegen Issum schon gewinnen können (29:28). "Und bei uns ist die personelle Lage etwas angespannt." André Schmetter, Manuel Kaub, Ralf Hericks und Sebastian Senzek stehen nicht zur Verfügung. Auch der Trainer selbst steht nicht am Spielfeldrand. Werner Konrads muss zu den alljährlichen Sichtungswettkämpfen des HVN. "Wir sind trotzdem optimistisch gestimmt und wollen die Hinspielniederlage egalisieren."

Turnerschaft St. Tönis - SV Straelen (heute, 19.45 Uhr). Die vergangenen Ergebnisse lassen einen nicht glauben, dass die Grün-Gelben fünf Spieltage vor Schluss noch um den Klassenerhalt zittern müssen.

"Unser Problem ist, dass wir uns der Leistungsfähigkeit unserer Gegner oft anpassen und deshalb gegen vermeintlich schlechtere Teams alles andere als souverän agieren", erinnert sich Straelens Trainer Dieter Pietralla an die völlig unnötigen Pleiten gegen die beiden Kellerkinder aus Korschenbroich und Erkelenz. Heute geht es für die Blumenstädter nach St. Tönis. Ein Top-Team, das trotz reichlich vorhandener individueller Klasse in den vergangenen Wochen ein paar Federn gelassen hat. Genau darin und in der Tatsache, dass der SVS bereits das Hinspiel gewinnen konnte, sieht Pietralla für seine Mannschaft die Chance, zu punkten: "St. Tönis ist ein bisschen raus aus dem Aufstiegsrennen, während wir zuletzt ganz ordentlich gespielt haben. Warum sollte uns keine Überraschung gelingen?"

Dazu muss bei den Grün-Gelben aber viel bis alles stimmen. In Sachen Personal stellt sich die Lage auf jeden Fall schon einmal besser da als noch in der vergangenen Woche, haben sich die beiden Spieler Nermin Rufatovic und Marco Verbeek doch wieder gesund zurückgemeldet.

(stemu/terh)
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