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Schwimmen
Beim Drachencup schnell unterwegs

Geldern. 250 Aktive aus elf Vereinen gastierten im Gelderner Parkbad. Schwimmer des SC Delphin im Medaillenspiegel vorne.

Allein die nackten Zahlen dieses Wettkampfs lassen erahnen, was für eine große organisatorische Aufgabe die Verantwortlichen des SC Delphin zu bewältigen hatten, als sie jüngst im heimischen Parkbad den Drachencup ausrichteten: 250 Schwimmer aus elf Vereinen mit 1027 Meldungen, die in 264 Rennen abzuwickeln waren. Dazu mussten die "Delphine" auf 38 Kampfrichter zurückgreifen, um die fast neunstündige Veranstaltung perfekt durchzuführen. Diesem Anspruch wurden die Organisatoren absolut gerecht. Äußeres Zeichen dafür: der Zeitplan wurde auf die Minute eingehalten.

Neben dem Gastgeber traten an Einigkeit Süchteln, Duisburger Schwimmteam, Aegir Kempen, SG Mönchengladbach, SG Niederrhein, SV Krefeld, SV Neptun Krefeld, SV Neukirchen, TK Grevenbroich, TuS Xanten und TV Goch. Gespannt war man auf Seiten des Ausrichters, wie sich die eigenen Aktiven gegen die starke Konkurrenz behaupten werden. Der Medaillenspiegel sprach hinterher eine deutliche Sprache: Geldern (36 Mal Gold, 27 Mal Silber und 23 Mal Bronze), Mönchengladbach (14 Mal Gold, sieben Mal Silber, sechs Mal Bronze) und Duisburg (zwölf Mal Gold, zehn Mal Silber, sechs Mal Bronze). Und dabei fehlten bei den Gelderner mit Mathis Teneyken und Eelkje Burghardt verletzungsbedingt zwei Topschwimmer.

Bemerkenswerte Leistungen kamen von Lukas Teneyken. Er verbesserte sich bei acht Starts gleich sechs Mal und verpasste über 50-m-Brust in 32,54 Sekunden den Gelderlandrekord seines Vaters aus dem Jahr 1988 um 14 Hundertstel Sekunden. Starke Zeiten erzielte der 17-Jährige auch über 100-m-Freistil (57,11) und 50-m-Freistil (25,54). Tobias Windisch, Maxim Wolf und Felix Specker sowie Leo Petrak drückten ihre Bestzeiten ebenfalls nach unten. Bemerkenswert gut fiel auch die Zeit des zwölfjährigen Benjamin Bauten über 50-m-Delphin aus (32,99).

Die Mädchen des Gelderner Teams standen den Jungen in nichts nach. Einige Beispiele: Lea Ingendahl (Jg. 2004) schlug über 50-m-Delphin nach 33,17 Sekunden an, Sina Ripkens über 50-m-Freistil nach 31,66, Lina Jonkmans über 50-m-Freistil nach 28,95. In Topform präsentierte sich auch Chiara Smolan (sieben Bestzeiten bei sieben Starts) und Sonali Görtz (fünf Bestzeiten bei sechs Starts).

Görtz schob sich über 50-m-Brust auf Platz 49 ihres Jahrgangs in Deutschland, über 100-m-Brust steht sie auf Platz 54. Smolan nimmt über 50-m-Brust sogar Platz 19 ein. Im gleichen Jahrgang ist auch Christina Bauten mit drei Bestzeiten auf dem Weg nach oben. Mia Verhasselt (Jg. 2006) präsentierte sich ebenfalls in Bestform. Bei sechs Starts schwamm sie fünf Bestmarken.

Den Leistungsstand der Aktiven des SC Delphin spiegelt die Deutsche Bestenliste wider. Von den 32 Wettkampfschwimmern gehören 20 (!) zu den besten Hundert ihres Jahrganges: von Carlotta Specker über 100-m-Delphin (ein Mal) bis hin zu Eelkje Burghardt, die in den Ranglisten 17 Mal geführt wird. Insgesamt findet man Gelderner Schwimmer 111 Mal unter den Top 100, davon 48 Mal unter den besten 50 in Deutschland.

Quelle: RP
 
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