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Beim Westernreiten ist alles freundlicher

Beim Westernreiten ist alles freundlicher
FOTO: RPO
Ein Friese als Westernpferd? Geht das überhaupt? Genau diese Fragen hat Yvonne Schreiber sich anfänglich auch gestellt. Obwohl sie erfolgreiche Springreiterin war, wechselte sie im Winter 2009 vom klassisch englischen Reitstil zum Westernreiten. Von Julia Blumenkemper

Weniger Drill

Der Grund für den plötzlichen Wechsel war ein schwieriges Pferd. "Meine Stute ließ sich kaum bändigen. Irgendwann dachte ich, dass ich mit ihr das Westernreiten einfach mal ausprobiere, da das Pferd dabei etwas entspannter ist und nicht so sehr maßgeregelt wird", erzählt Schreiber. Die Idee hat Erfolg, das Pferd wird entspannter und die Leidenschaft fürs Westernreiten beginnt. "Beim Westernreiten geht es ganz anders zu, als beim klassischen Reiten. Alles ist viel freundlicher und angenehmer. Es herrscht kein "militärischer Drill", sondern der Spaß steht mehr im Vordergrund. Reiter und Pferd sind beide entspannter", erklärt die Issumerin. Seit ihrem vierten Lebensjahr reitet die Pferdenärrin schon, mit 15 schaffte sie es sogar auf ein internationales Turnier. Neben dem Springen und der Vielseitigkeit, versuchte sich Schreiber außerdem mit ihrem Friesen im Fahrsport. "Da meine Stute sich im Westernreiten zwar besser verhält, es aber immer noch nicht ganz einfach ist, habe ich es einfach mal mit meinem Friesen ausprobiert", sagt Schreiber.

Der Verband Westernreiter Rheinland ist ein rasse-offener Verein und war somit ideal für Schreiber. Noch dazu zog sie von Rheinhausen auf einen Bauernhof nach Issum, der ganz in der Nähe von Landgut Steeg liegt, auf dem oftmals Turniere des WRR ausgetragen werden. "Gemeinsam mit meiner Western-Reitlehrerin trainiere ich mit meinem Friesen mittlerweile etwa zweimal die Woche, sodass ich an diesem Wochenende bereits mein drittes Turnier in der Einstiegsklasse der Freizeitreiter mitgehen kann", freut sich Schreiber.

In den Disziplinen Horsemanship und Trail belegte sie zuletzt beim Turnier auf dem landgut Steeg den dritten beziehungsweise sogar den ersten Platz und ist mächtig stolz auf sich und ihren Friesen. "Am Anfang war ich sehr skeptisch, da ein Friese ganz anders läuft, als es im Western Reiten gewünscht ist. Ich dachte, ich hätte keine Chance bei den Richtern. Glücklicherweise berücksichtigen sie den Körperbau und die Möglichkeiten des Pferdes", erklärt Schreiber.

Anfang August in Kevelaer

Beim zweitägigen Turnier in Issum waren neben Yvonne Schreiber 210 weitere Western Reiter und Reiterinnen beim dritten von insgesamt fünf Turnieren in diesem Jahr gestartet, um in den Disziplinen, wie beispielsweise Pleasure, Reining oder dem Superhorse ihr Können unter Beweis zu stellen und sich für die Highpoint-Listen zu qualifizieren. Das nächste Turnier findet am Samstag, 7. August, und Sonntag, 8. August, auf dem Daelshof in Kevelaer statt.

Quelle: RP
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