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Lokalsport
Beratung über Verlegung der Issumer Tennisplätze

Issum. Heute wird in der Sitzung des Jugend-, Sozial-, Kultur- und Sportausschusses in Issum über die Verlegung der Issumer Tennisplätze beraten. Der Tennisclub Blau-Weiß Issum hat einen Antrag auf Unterstützung durch die Gemeinde Issum zur Verlegung der Plätze gestellt. Der Antrag enthält drei Forderungen: Zum einen möchte der Tennisclub eine finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde Issum in Höhe von 500.000 Euro, zum anderen soll die Gemeinde das die Tennishalle umgebende Grundstück zwischen Tennishalle und B 58 dem Verein kostenlos zur Verfügung stellen und die Eigentumsrechte auf den TC Blau-Weiß übertragen. Und drittens soll die Gemeinde die baurechtlichen Genehmigungen, die für die Verlegung der Tennisplätze nötig ist, erteilen.

In einer Pressemitteilung spricht der Pressesprecher des Tennisclubs Blau-Weiß von einer Win-Win-Situation. "Mit der Verlegung können wir die Zukunft des Clubs vielversprechend gestalten, und die Gemeinde bekommt ein Grundstück in bester Lage rund zehn Jahre vor dem eigentlichen Termin zur freien Verfügung zurück." Hintergrund ist, dass die sieben Tennisplätze auf einem Grundstück der Gemeinde Issum liegen. Der Pachtvertrag läuft offiziell bis 2029.

Das Thema ist den Issumern nicht fremd. Schon 2010 wurde über die Verlegung der Tennisplätze diskutiert. Damals sollte Platz gemacht werden für den Bau eines Seniorenheimes auf dem Vogt-von-Belle-Platz. Die Pläne sind vom Tisch. Das Seniorenheim wird gegenüber dem Vogt-von-Belle-Platz gebaut, auf der freien Wiese neben dem Arche-Noah-Kindergarten. Damals hatten sich die CDU dafür, die SPD und FDP gegen eine Verlegung der Tennisplätze ausgesprochen, die geschätzten Kosten lagen bei knapp einer Million Euro.

Platz schaffen für Veranstaltungen wie die Kirmes, stellt der Vorsitzende des Tennisclubs, Udo Klingen, in Aussicht, wenn die Tennisplätze umziehen. Auf dem Vogt-von-Belle-Platz ist der Raum mit dem Anbau des Wohlfühlhauses kleiner geworden. Außerdem wolle man ein "Tenniszentrum" schaffen, indem man die Plätze näher an die in Eigenleistung renovierte Tennishalle verlege. Gastronomie ist auch angedacht. "Außerdem wäre es nicht gerecht, wenn nach der jahrelangen großzügigen Förderung der Fußballvereine die entsprechende einmalige Unterstützung des TC Blau-Weiß versagt wird", heißt es in der Pressemitteilung. Auf die Frage, wie er die Chancen einschätzt, dass der Antrag angenommen wird, sagt der Vorsitzende Klingen: "Das Ergebnis ist offen, das kann ich so nicht sagen." Das Thema wird im öffentlichen Teil des Ausschusses behandelt. Der beginnt um 18 Uhr im Issumer Ratssaal.

(bimo)
 
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