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Zielscheibe
Bermuda-Dreieck namens Waschmaschine

Geldern. Nein, an dieser Stelle philosophieren wir nicht über das Jagdverhalten von Tüpfelhyänen in der Serengeti. Und auch meine nächtliche Fressattacke nach verlorenem Match am heimischen Kühlschrank geht niemanden etwas an. Gefräßig, um zum Thema zu kommen, können auch Maschinen sein, geradezu bösartig durchkreuzen sie die Pläne von Menschen im Allgemeinen - und Trainern im Besonderen.

Nehmen wir einmal die Waschmaschine. Harmlos steht sie im Keller, wartet auf Nachschub, um dann, wenn der verdreckte Trikotsatz im Schlund verschwindet, ihr wahres, ungeschminktes Gesicht als Killermaschine zu zeigen.

Wie anders ist es zu erklären, dass nach jedem Spiel stets einer (komisch, nie zwei!) unserer Stutzen in diesem Bermuda-Dreieck verschwindet. Das geht so nun schon Woche für Woche. Lange mache ich diesen Terror aber nicht mehr mit. Ich habe Bewegungsmelder im Kellereingang und zwei Überwachungskameras im Waschraum installiert. Und letzte Nacht schob ich Wache vor dem Bullauge der Zerstörung.

Das Resultat war niederschmetternd. Kein Alarm, kein Beweisfoto - und dennoch: Wieder fehlte am Ende genau dieser eine Stutzen - und da kam mir ein ganz anderer Gedanke. Vielleicht tu' ich der Maschine ja Unrecht.

Deshalb, liebe Freunde der schönsten Nebensache der Welt: Sofern Ihr Zugang zum Heiligtum der heimischen Kabine genießt - schaut doch mal nach! Ich bin mir sicher, ihr werdet fündig. Den einen oder anderen Stutzen, der sich im hintersten Winkel des Umkleidetrakts abduckt, ergreift und schickt bitte an mich. Farbe egal, wir können alles gebrauchen.

MICHAEL MEENEN

Quelle: RP
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