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Volleyball
Das Gelderland hat zwei Vize-Weltmeister

Geldern. Wilfried van Meegen und Michael Johanning waren bei der Volleyball-Weltmeisterschaft der Senioren (60+) in Griechenland am Start. Als Teil der deutschen Nationalmannschaft schnappten sich die Gelderner die Silbermedaille. Von Christian Cadel

Dass deutsche Sportler Olympiasieger, Weltmeister oder Europameister werden, ist ja nichts Neues. Auch viele Silbermedaillen sind in den vergangenen Jahren an deutsche Athleten verliehen worden. Dass sich nun aber im Gelderland zwei Männer im besten Alter Vize-Weltmeister nennen dürfen, ist schon etwas ganz Besonderes.

Wilfried van Meegen und Michael Johanning, beide aktive Spieler bei den "Bagger- und Pritschfreunden Geldern", wurde die Ehre zu teil, als Mitglieder der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft beim diesjährigen "Global Cup", den Weltmeisterschaften der Senioren (60+), im griechischen Loutraki zu starten. Lediglich im Finale musste sich die deutsche Auswahl dem starken Team aus Russland geschlagen geben.

Allein schon dabei zu sein, war für die beiden Gelderner ein riesiges Gefühl. "Als ich davon erfahren habe, dass ich mitfahren darf, war das ein aufregendes Gefühl. Die Reaktion meiner Familie war: 'Wir fahren mit'", sagt van Meegen. Der 60-Jährige erfuhr eher beiläufig von der guten Nachricht, dass er ein sprichwörtliches Ticket gebucht hatte. Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Norderstedt hatten beide Gelderner sehr gute Leistungen abgeliefert. Wilfried van Meegen wurde als Teammitglied der TG Neuss Deutscher Meister (Altersklasse 59+), Michael Johanning erreichte mit der TVG Essen-Holsterhausen den siebten Platz (Altersklasse 53+).

Zwar sind beide Mitglieder der "Bagger-und Pritschfreunde Geldern", "es ist aber nicht unüblich, dass Spieler bei Meisterschaften auch in anderen Mannschaften an den Start gehen", erklärt van Meegen. Gleichzeitig avancierte die Deutsche Meisterschaft zur Sichtung vielversprechende Spieler.

"Normalerweise wurde in den vergangenen Jahren immer der Deutsche Meister zu den Weltmeisterschaften geschickt. Diesmal wurde das WM-Team jedoch durch einzelne Spieler aus ganz Deutschland zusammengestellt. Das war ein Novum", erklärt van Meegen. Dass er und sein Teamkollege Johanning mit nach Griechenland fahren würden, hatten beide gar nicht erwartet. "Das war schon eine Überraschung", sagt van Meegen.

Und dann ging's ab nach Griechenland. "Wir sind ein paar Tage früher angereist, um uns zu akklimatisieren." Zunächst stand die Gruppenphase an, in der es auch ganz gut lief. "Nur gegen Russland hatten wir keine Schnitte. Unsere Schwierigkeit war, dass wir eine zusammengewürfelte Truppe waren, die vorher in dieser Besetzung noch nie zusammengespielt hat. Die Russen hingegen sind seit Jahren ein eingeschworenes Team. Im Laufe des Turniers haben wir uns aber zusammengefunden", sagt van Meegen.

Eine weitere Schwierigkeit, die aber alle Teams teilten, war das Handling des ungewohnten Balls. "Die Fang-Eigenschaften und die Oberfläche waren ganz anders. Da es in der Halle zudem sehr heiß war, und man sofort ins Schwitzen kam, hatten alle nasse Hände, was das Fangen des Balls noch schwieriger gemacht hat", erklärt van Meegen. Dennoch schaffte die deutsche Mannschaft den Einzug ins Endspiel. Darin mussten van Meegen, Johanning und die anderen Spieler dann erneut gegen Russland antreten. "Es war schon überraschend, dass wir überhaupt ins Finale gekommen sind. Eigentlich hätten wir die Russen auch packen müssen. Leider hat's nicht funktioniert."

Trotzdem freuten sich die Gelderner über Platz zwei. Die Nachricht fand dann auch in Windeseile ihren Weg in die Heimat. Auch die Spielerinnen der Regionalliga-Mannschaft des VCE Geldern fieberten mit, denn diese betreut van Meegen als Co-Trainer. "Insgesamt war es ein tolles Erlebnis", sagt er.

Quelle: RP
 
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