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Lokalsport
Das Gelderland ist bereit für den Startschuss

Lokalsport: Das Gelderland ist bereit für den Startschuss
Beim GSV Geldern stehen die Zeichen auf eine erfolgreiche Saison. Hier bejubeln Torwart Marcel Siepmann, Marc Brouwers und Simon Porvitz (v.l.) den Gewinn des Voba. Der Feingeist unter den Torjägern: Aldekerks Niklas Hegmans verpasst den Saisonauftakt wegen einer Verletzung. FOTO: Gerhardt Seybert/Archiv: mvo
Gelderland. Fußball-Bezirksliga, Gruppe 5: Gleich der erste Spieltag macht mit den Lokalduellen in Twisteden und Broekhuysen Lust auf mehr. Von Volker Himmelberg

Ein Abstiegskandidat ist nicht in Sicht. Dafür schickt das Fußball-Gelderland, das in der Bezirksliga, Gruppe 5, gleich mit sieben Mannschaften vertreten ist, zwei Geheimfavoriten ins Rennen. Schon der erste Spieltag, der gestern Abend mit dem Duell FC Moers-Meerfeld gegen TuS Fichte Lintfort eröffnet wurde, verspricht viel Spannung und Brisanz.

TSV Wachtendonk-Wankum - Hülser SV (Sa., 16 Uhr). Thomas von Kuczkowski weiß, wie Landesliga geht. Und der Fußball-Trainer aus Leidenschaft, der in der Vergangenheit mit dem 1. FC Kleve den Sprung in die Oberliga einige Male nur um Haaresbreite verpasst hat, hat seinen sportlichen Schwerpunkt nicht in den Südkreis verlagert, um bescheidene Ziele in Angriff zu nehmen. Vor dem morgigen Auftaktspiel gegen den Aufsteiger aus Krefeld ist die Stimmung rund um den Wachtendonker Sportpark Laerheide ausgezeichnet. "Wir haben gut gearbeitet und uns gut vorbereitet. Mir steht fast der komplette Kader zur Verfügung. Die Voraussetzungen sind also optimal", sagt von Kuczkowski. Der Gastgeber muss nur auf den angeschlagenen Mittelfeldspieler Timo Verhoeven verzichten. In Reihen des Gegners ragt ein junger Mann heraus. Miguel Oreja ist zwar erst 21 Jahre alt, aber bereits Dreh- und Angelpunkt des Hülser Spiels. Der Regisseur hat im Nachwuchsbereich auch schon die Trikots von RW Oberhausen und Bayer Uerdingen getragen und kann zudem einige Landesliga-Einsätze für den SV Sonsbeck vorweisen. Von Kuczkowski: "Den dürfen wir nicht aus den Augen und zur Entfaltung kommen lassen."

Spielertrainer Sebastian Clarke (grünes Trikot) hat die Sportfreunde Broekhuysen sofort wieder in die Bezirksliga geführt. Der Wachtendonker Neuzugang Christian Schmitz war in jungen Jahren für den Wuppertaler SV und RW Essen im Einsatz. FOTO: Seybert (Archiv)/Markus van Offern

DJK Twisteden - SV Walbeck (So. 15 Uhr). Dieses Duell gab's am vergangenen Sonntag schon einmal. Im Turnier um den Voba-Cup war das Spiel um den dritten Platz eine glatte Angelegenheit: Der etablierte Bezirksligist aus Walbeck schlug den Aufsteiger mit 4:1. Dennoch musste die Mannschaft vom Bergsteg zwei ganz bittere Pillen schlucken. Verteidiger Martin Kropp und Angreifer Phillip Pasch handelten sich jeweils die Rote Karte ein und verpassen somit den Saisonstart. Der Neuling kann hingegen wieder seinen Top-Torjäger Jan van de Meer einsetzen, der sich von einer Mandelentzündung vollständig erholt hat. DJK-Trainer Andreas Holla geht im Vorfeld davon aus, dass seine Mannschaft einen Lernprozess absolvieren muss: "Die Spiele im Voba-Cup haben gezeigt, dass wir uns noch an die Robustheit und Geschwindigkeit der Liga gewöhnen müssen." Der Meister der Vorsaison, der im Kreisliga-Oberhaus nur eine Niederlage hinnehmen musste, beklagt fünf Ausfälle: Marcin Gesikowski, Marius de Witt, Fabian Klaeßen, Steffen Kaenders (alle Urlaub) und Peter van Bühren (beruflich verhindert). Übrigens steht noch nicht fest, auf welchem Geläuf das Derby ausgetragen wird. Die DJK Twisteden weiht zwar offiziell die neue Kunstrasen-Anlage ein. Doch bei gutem Wetter geht die Tendenz in Richtung Naturrasen.

Sportfreunde Broekhuysen - FC Aldekerk (So., 15 Uhr). Die Sportfreunde Broekhuysen haben den Betriebsunfall im Handumdrehen repariert. Auf der Anlage "Op den Bökel" wird ab Sonntag endlich wieder Bezirksliga-Fußball geboten. Zum Auftakt empfängt die Mannschaft einen Lokalrivalen, der als Vorbild dienen kann. Der vom langjährigen Sportfreunde-Coach Marc Kersjes trainierte FC Aldekerk mischte in der abgelaufenen Saison als Neuling die Liga auf und bis zum Schluss in der Spitzengruppe mit. "Es wäre vermessen, wenn wir jetzt solche Erwartungen hätten. Wir wünschen uns einen guten Start, damit wir schnell in einen positiven Lauf kommen", sagt SFB-Spielertrainer Sebastian Clarke. Die Sportfreunde treten mit einer Mannschaft an, der die Zukunft gehört. 15 Spieler im Kader sind nicht einmal 23 Jahre alt. Der Gegner aus Aldekerk reist ohne die Vorarbeiter seiner "Torfabrik" an. Jannis Altgen ist zum Landesligisten 1. FC Kleve gewechselt; Niklas Hegmans hat in der Vorbereitung ein Schleudertrauma erlitten - das Traumpaar des FCA hatte in der abgelaufenen Spielzeit insgesamt 41 Treffer erzielt.

FOTO: van Offern Markus

SV Budberg - SV Sevelen (So., 15 Uhr). Der SV Sevelen kann sich auf einiges gefasst machen. Der SV Budberg ist in der vergangenen Saison mit 133 (!) Toren zur Meisterschaft im Moerser Kreisliga-Oberhaus geeilt. Und Trainer Patrick Jetten denkt überhaupt nicht daran, eine Etage höher etwas am "Sturm und Drang"-Modus zu ändern: "Wir spielen auch in der Bezirksliga frechen Offensivfußball." Der Sevelener Trainer Thorsten Fronhoffs hört diese Ankündigung durchaus gerne: "Gegen Mannschaften, die mitspielen und sich nicht nur auf die Abwehr beschränken, tun wir uns in der Regel etwas leichter." Für den Gästecoach kommt's allerdings sofort knüppeldick: gleich neun Spieler aus dem aktuellen Kader fallen am Sonntag aus.

VfB Uerdingen - GSV Geldern (So., 16 Uhr). Der "Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond" (KNVB) hat sich etwas Zeit gelassen. Bis einschließlich gestern lag die Spielberechtigung für den neuen Gelderner Abwehrchef noch nicht vor. Stefan Maletic, der zu seinen besten Zeiten in Liga drei den Laden der Stuttgarter Kickers dicht machte, hat zuletzt im Nachbarland gespielt. Sollte die entsprechende Post heute oder morgen noch eintrudeln, feiert der 1,95-Meter-Hüne am Sonntag in Krefeld sein Debüt im gelb-blauen Trikot. Doch auch ohne den prominenten Neuzugang hat der GSV Geldern in der Vorbereitung einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen. Torhüter Marcel Siepen hält mit seinen 41 Lenzen wie ein junger Gott, der frühere Wachtendonker Max Brusius gibt im Mittelfeld den Takt an. Die Partie in Uerdingen könnte sich im weiteren Saisonverlauf als Spitzenspiel herausstellen. Der Gegner wird von vielen Experten zum engsten Favoritenkreis gezählt.

FOTO: Markus van Offern
Quelle: RP
 
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