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Handball
Dem Tabellenführer auf den Zahn fühlen

Handball: Dem Tabellenführer auf den Zahn fühlen
Eine Spielszene aus einer frühereb Begegnung des ATV gegen die Panther: Auch heute Abend wird Aldekerks Rückraumrechter Thomas Jentjens wieder die Backen aufblasen, ehe er die Kugel im gegnerischen Kasten versenkt. FOTO: Binn
Aldekerk. Der Handball-Oberligist TV Aldekerk empfängt heute in der Vogteihalle die Bergischen Panther. Los geht's um 19.30 Uhr. Von Reinhard Pösel

Bevor Achim Schürmann, Trainer des Handball-Oberligisten TV Aldekerk, dem Spiel heute Abend seine Aufmerksamkeit widmet, beschäftigt er sich noch einmal mit dem Sieg seiner Mannschaft vor einer Woche beim TV Lobberich. In der damaligen Verfassung seiner Mannschaft nach zwei Niederlagen in Folge, was es ja nun so häufig in den vergangenen Jahren bei den Grün-Weißen nicht gegeben habe, sei der Sieg etwas sehr Wertvolles gewesen, so Schürmann. "Dass sich beim Abpfiff dann zwischen beiden Mannschaften ein Abstand von zehn Toren auftat, war besonders schön", sagt der Trainer, der das Zustandekommen des Erfolges aber auch einzuordnen weiß. Denn den Aldekerkern stand eine Lobbericher Formation gegenüber, die laut Schürmann in dieser Besetzung nicht mehr über die Klasse verfügt wie noch in der vergangenen Saison. "Das wissen wir, trotzdem war es wichtig, dort zu gewinnen", betont der Aldekerker Coach, dessen Mannschaft viel von dem abgeschüttelt habe, was sie beim VfB Homberg und vor allem auf heimischer Platte gegen Borussia Mönchengladbach gehemmt habe.

Insbesondere die rechte Angriffsseite mit den wurffreudigen und auch treffsicheren Matome Rampyapedi und Thomas Jentjens, die es aus dem Spielverlauf heraus auf zusammen 20 Tore brachten, haben in Lobberich für den ATV die Kohlen aus dem Feuer geholt. Auch Neuzugang Fabian Schwartz auf der Mittelposition und Karsten Wefers auf der für ihn ungewohnten Linksaußenposition haben mit dazu beigetragen, dass ihr Trainer zu dem Schluss kommt: "Der Sieg am vergangenen Sonntag war das Ergebnis einer insgesamt guten Mannschaftsleistung."

Der 39:29-Erfolg in Lobberich hat bei einigen Aldekerker Spielern Selbstzweifel aus dem Weg geräumt, obschon man insgesamt aber auch sagen muss, dass bei alledem noch Luft nach oben besteht. Vielleicht ist das vor dem heutigen Spiel gegen die Bergischen Panther gut zu wissen. Die Grün-Weißen beschäftigt zumindest für einen Abend nicht die Sorge, nach einer Niederlage der "Todesline", ab der in der nächsten Saison nicht Nordrheinliga gespielt wird, bedrohlich nahe zu kommen.

Sechs Minuspunkte weisen die Aldekerker aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz aus. Zwei Punkte stehen sie hinter den "Panthern", die nach Aussage des ATV-Trainers auch in der Vergangenheit schon über sehr gute Spieler verfügten, jetzt aber auch als Mannschaft funktionieren und deshalb zu Recht in der Tabelle ganz oben stehen. Die einzigen Punkte, die die Mannschaft aus dem Bergischen in ihren bisherigen zehn Spielen liegen gelassen hat, resultierten aus einer Auswärtsniederlage bei Aufsteiger TSV Aufderhöhe und dem verlorenen Heimspiel gegen TuSEM Essen II, das sich in dieser Saison auch anschickt, im Kampf um den Nordrheintitel ein gewichtiges Wörtchen mitreden zu wollen.

"Wir freuen uns auf das Duell mit den Panthern", sagt der Aldekerker Trainer, auf dessen Spieler er "ein schweres Stück Arbeit" zukommen sieht. Mit "50:50" beziffert Schürmann die Chancen, dass seine Mannschaft nach 60 Minuten als Sieger die Platte verlässt. Im Endeffekt werde die Tagesform darüber entscheiden, spekuliert der ATV-Coach, der auf der personellen Seite leicht durchatmen kann. Zwar wird Lukas Hüller immer noch nicht den Ball in die Hand nehmen und das Spiel seiner Mannschaft aus der Position des Regisseurs lenken können (Schürmann: "In diesem Jahr wird das mit ihm nichts mehr."), aber dafür meldet sich Fabian Schneider zurück, der in dieser Woche das gesamte Mannschaftstraining mitgemacht hat.

Von daher sei alles angerichtet, meint Schürmann. Ob das Spiel für die Anhänger des ATV zu einem vorweihnachtlichen Festtagsschmaus wird, muss man abwarten.

Quelle: RP
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