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Leichtathletik
Der Stadtlauf ist noch nicht Geschichte

Leichtathletik: Der Stadtlauf ist noch nicht Geschichte
Sportliche Volksfest-Stimmung am Wachtendonker Friedensplatz - hier der Start zum 10 000-Meter-Lauf. FOTO: Gerhard Seybert
Wachtendonk. Die Wachtendonker "Niersrunners" bekamen am Sonntag so viel Zuspruch, dass der beliebte Volkslauf wahrscheinlich doch eine Zukunft hat. 557 Sportler und Sportlerinnen stimmten bei der 13. Auflage des Wettbewerbs mit den Füßen ab. Von Patrick Deckers

Die 13. Auflage des Wachtendonker Sparkassen-Stadtlaufs hat den "Niersrunners" Glück gebracht. Zum einen spielte das Wetter mit, nachdem Gewitter und Regen den Organisatoren zunächst Kopfzerbrechen bereitet hatten. "Morgens hatten wir befürchtet, dass wir die Veranstaltung absagen müssen. Wir haben jedoch dem Wetterradar vertraut. Das war die richtige Entscheidung", freute sich Peter Luyven.

Für den Vorsitzenden der "Niersrunners" und seine Mitstreiter gab's noch weitere gute Nachrichten. Allen voran: Der beliebte Volkslauf hat jetzt offenbar doch eine Zukunft. "Bei uns haben sich heute so viele Menschen gemeldet, die uns bei der Organisation helfen und unterstützen möchten. Deshalb gibt's vielleicht doch ein nächstes Mal", kündigte Luyven an. Auch die Sportler und Sportlerinnen haben ein klares Signal gesendet: Mit insgesamt 557 Startern wurde der Rekord aus dem Vorjahr (564) nur um Haaresbreite verpasst.

Das sportliche Spektakel wurde mit den Schülerläufen über 500 und und 1 500 Meter eröffnet, in denen sich Noah Ton und Josy Jachtner die Stadtmeisterschaft-Titel sicherten. Im Bambinilauf stand der Spaß im Vordergrund. Auf der 300 Meter langen Strecke wurden die Sprösslinge von Eltern und Zuschauern begeistert unterstützt und liefen unter tosendem Applaus über die Ziellinie.

Die Stimmung steigerte sich noch einmal bei den beiden Hauptbewerben über 5 000 und 10 000 Meter. Start- und Ziel befanden sich wie immer am Friedensplatz, von wo aus die Sportler ihre Runden durch den historischen Ortskern liefen. Begleitet von der Musikgruppe "Samba X", die mit brasilianischen Klängen zusätzliche Energiereserven frei machte.

Über 5000 Meter ließ der Belgier Rick Verherstraeten in einer Zeit von 17:54 Minuten der Konkurrenz wie schon im Vorjahr keine Chance. Im Ziel hatte er fast eine Minute Vorsprung auf die Verfolger Christoph Schulte-Werflinghoff vom GSV Geldern (18:51) und Lahaen Otmani (18:52). Schnellste Frau war die gerade einmal 15-jährige Sonja Vernikov aus Mechernich, die in sehr guten 19:53 Minuten vor Theresa Stevens (Sonsbeck, 20:37) und Theresa Müller (Neukirchen-Vluyn, 21:01) siegte. Wachtendonker Stadtmeister dürfen sich ab sofort Jennifer Bodden (25:33) und Lukas Meenen (21:16) nennen.

Im 10 000 Meter-Lauf, der wie alle anderen Läufe auch von Laurenz Thissen aus Weeze und Ferdi van Heukelum aus Kranenburg humorvoll moderiert wurde, durfte sich der junge Emmericher Mindaugas Minevicius im Ziel feiern lassen. Der konditionsstarke A-Junioren-Fußballer des SV Vrasselt siegte in 35:56 Minuten mit knapp drei Minuten Vorsprung auf den Spanier Juan Chao Martínez (38:54). Platz drei ging an Rick Verherstraeten (39:45 Minuten), der sich damit nach seinem Sieg über 5000 Meter die nächste Medaille sicherte. Schnellste Frau war Barbara Jedras (TuSEM Essen, 42:55 Minuten) vor Jana Marija Hasselbusch aus Moers (44:19) und Tanja Kammann (44:45).

Ganz nebenbei begeisterte das abwechslungsreiche Rahmenprogramm Jung und Alt - der 14. Auflage des Wachtendonker Stadtlaufs im nächsten Jahr sollte eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Quelle: RP
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