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Triathlon
Die stillen Helden am Rande der Strecke

Aldekerk. 75 Helfer sorgten beim Triathlon des TV Aldekerk erneut für einen reibungslosen Ablauf. Im Wasser begleitete die DLRG die Schwimmer. Polizei und Streckenposten sicherten die Wege für die Athleten.

Von fern sind die Durchsagen zum Triathlon zu hören. Außer einem Feldweg im Aldekerker Bruch ist weit und breit nichts zu sehen. Christine Buchmüller sitzt mitten im Nirgendwo. Auf dem Schoß ein Rätselheft. "Das Sudoku habe ich auf jeden Fall fertig", sagt sie. Von 12.30 bis 17 Uhr wird sie dort sitzen, gemeinsam mit Jutta Bölter.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite haben Ruth Buchalik und Karin van Koll ihre Position bezogen. "Wir sichern die Wirtschaftswege", erklärt Buchalik. Autos, Trecker, kein Fahrzeug darf da rauskommen. Die Strecke gehört einen halben Tag lang den Sportlern und ihrem Kampf um eine bestmögliche Zeit. Damit die sicher unterwegs sein können, haben die Damen als Streckenposten Platz genommen.

Langweilig? "Überhaupt nicht", wiegeln die Damen ab. "Wir haben Plätzchen und Wasser, da ist die Welt in Ordnung", sagt Buchalik und bietet Jutta Bölter ein Stück Gebäck an. Zeit zum Erzählen ist auch. Aber wenn die Sportler in Sichtnähe kommen, dann werden die Fanutensilien herausgeholt und mit den Rasseln Krach gemacht. "Wir sind die Leute, die schon 60 plus sind", sagt Buchalik. Und sie wollen dem ATV was zurückgeben, deswegen helfen sie und feuern an.

In der Wechselzone ist Michael Laurer der Mann, der nicht zu übersehen ist. Mit Ballons in den Farben des ATV hat er sich einen Hut gebastelt und einen Wegweiser für die Sportler. Damit zeigt er ihnen, wo es zur Radstrecke geht. "Ich bin damals noch von Werner Wahl inspiriert worden", sagt er, warum er bereit ist, stundenlang Sportler einzuweisen. "Der ATV ist einfach ein geiler Verein, ich habe zugesagt, dass ich helfe und werde das natürlich weiterhin machen." Und schon kommt die nächste Aufgabe. "Michi einmal malen", schallt es über den Platz. Die Teilnehmer müssen ihre Startnummer noch auf den Oberarm geschrieben bekommen. Michi Laurer, der Mann für alle Fälle.

Bevor die ersten Triathleten allerdings ins Wasser gehen, ist die DLRG längst da. Deren Helfer begleiten die Schwimmer mit ihrem Boot, zusätzlich sind fünf Taucher im Wasser. "Wir haben einen Sportler, der einen Krampf im Bein hatte, mit dem Boot zurück ans Ufer gebracht. Ansonsten ist nichts passiert", lautet die positive Bilanz von Einsatzleiter Jens Ophey.

(bimo)
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