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Volleyball
Die Volleyball-Hochburg im Kreis Kleve

Volleyball: Die Volleyball-Hochburg im Kreis Kleve
Ein Foto fürs Album der großen Eintracht-Familie: Die beiden Gründerinnen Dr. Katrin Bosch und Gerda Maasackers mit Martina Geritzen (mittlere Reihe v.l.), Vorsitzender Hartmut Harmsen und Jugendwartin Marie Luise Harmsen (hintere Reihe rechts), die Meistermannschaft samt Trainer-Quartett sowie die jüngsten Spielerinnen des Vereins. FOTO: Gerhard Seybert
Geldern. Der VC Eintracht Geldern feierte sein 40-jähriges Bestehen. Selbstverständlich durften zwei Frauen der ersten Stunde nicht fehlen: Dr. Katrin Bosch und Gerda Maasackers schrieben 1975 das erste Kapitel der Erfolgsgeschichte. Von Fritz Holtmann

Am Anfang standen Sportkurse der Familienbildungsstätte für Kinder und eine Gruppe junger Frauen, die sich 1972 erstmals traf, um Volleyball zu spielen. Drei Jahre später wurde unter dem Dach des Schützenvereins Eintracht Geldern ein Volleyball-Club ins Leben gerufen.

Damals konnte allerdings noch niemand ahnen, dass die maßgeblich von Dr. Katrin Bosch und Gerda Maasackers forcierte Abteilungsgründung die Geburtsstunde der Volleyball-Hochburg im Kreis Kleve sein sollte.

Der 1975 gestellte Aufnahmeantrag in den Westdeutschen Volleyball-Verband (WVV) eröffnete den Jugendlichen der Eintracht endlich die Möglichkeit, an Meisterschaftsspielen teilzunehmen. 40 Jahre später steht fest: Das Kürzel "VCE" für Volleyball-Club Eintracht ist längst ein starkes Markenzeichen und ein sportliches Gütesiegel ! Der Verein zeichnet sich seit vielen Jahren insbesondere durch sehr gute Nachwuchsarbeit aus.

Das Duo Bosch/Maasackers als Übungsleiterinnen der ersten Stunde hat viele Ideen und Visionen Wirklichkeit werden lassen. Für beide standen nie nur die Vermittlung athletischer und Volleyball-spezifischer Fertigkeiten oder sportliche Erfolge ganz vorn auf der Agenda. "Es ist ganz wichtig, Spaß am Sport zu vermitteln und Kindern für ihre Persönlichkeitsentwicklung Flügel zu verleihen, damit sie irgendwann flügge werden", erläutert Bosch ein wichtiges Credo der Trainingsarbeit im VCE.

Im Lauf der Vereinsgeschichte konnte die Eintracht viele Titelgewinne und Aufstiege feiern. In die Platzierungslisten von Westdeutschen Jugend-Meisterschaften haben sich Gelderner Nachwuchsteams reihenweise eingetragen. Ebenso ist die Eintracht in Platzierungslisten Deutscher Meisterschaften zu finden. Die von Manfred Wolf trainierten D-Juniorinnen eroberten 1978 bei der Deutschen Meisterschaft Rang vier. Die A-Juniorinnen um Erfolgscoach Krystian Scheinert gewannen 2008 die Westdeutsche Vizemeisterschaft. Gelderns daraus resultierende Teilnahme an der Deutschen A-Jugend-Meisterschaft ist in der Vereinshistorie ein weiterer Höhepunkt. Das Team um die Schwestern Melanie und Lena Verheyen, die später in der Bundesliga für Bayer Leverkusen zum Einsatz kamen, erreichte Platz zehn.

Diese A-Jugend stellte dann viele Spielerinnen in der Sechs, die sich im Finale der Oberliga-Spielzeit 2006/'07 nach einem unvergesslichen Tie-Break-Krimi den Aufstieg in die Regionalliga sicherte. Annahme Nicole Gey, Zuspiel Bärbel Gastens und Angriff Diana Spalek lautete die erfolgreiche Ballstafette zum bis dahin größten Meisterschaftserfolg in der Geschichte des VCE.

Zwei Spielzeiten später folgte der unnötige Abstieg aus dieser Liga, dann sogar der Fall in die Verbandsliga. Ein Zeitpunkt, um wiederum eigenen Nachwuchsspielerinnen Gelegenheit zu geben, sich zu beweisen und wieder Kurs zurück in die höchste Spielklasse im WVV zu nehmen. Ein unverhoffter Glücksfall dabei, dass in dieser schwierigen Phase mit Thomas Cöhnen ein Trainer kam, der perfekt zum VCE und zu Gelderns junger Mannschaft passt. Der Beleg dafür war zunächst die Rückkehr in die Oberliga. Dann Ende der vergangenen Saison der Titelgewinn in dieser Liga. Damit durfte pünktlich zum 40-jährigen Bestehen des VC Eintracht die Rückkehr in die Regionalliga gefeiert werden.

Quelle: RP
 
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