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Handball
Ein Schützenfest zum Abschied

Aldekerk. Handball-Regionalliga Nordrhein: TV Aldekerk zeigt sich im letzten Spiel unter Regie von Trainer Achim Schürmann noch einmal von seiner besten Seite und schlägt die Wölfe Nordrhein 38:20 (21:12).

Es war ein Handballabend in vier wohl temperierten Akten, den die Handballer des ATV sich und ihren Anhängern zum Abschluss einer langen Saison gönnten. Er begann schon vor dem Anpfiff der Partie gegen den Nachbarn aus dem Duisburger Westen. Es hieß Abschied nehmen vom Trainerduo Achim Schürmann und Dirk Rahmel sowie von den Spielern Tobias Dickel, Lukas Hüller und Julian Mumme, die ihre Schuhe in der kommenden Spielzeit für andere Vereine schnüren werden. Vor ansehnlicher Kulisse sorgte Kapitän Jonas Mumme für erste Gänsehaut-Momente. "Er hat mit seiner Ansprache den Nagel auf den Kopf getroffen. Für mich waren es vier schöne und sehr erfolgreiche Jahre bei einem tollen Verein", zeigte sich der spielende Co-Trainer Tobias Dickel am Tag danach ein bisschen wehmütig.

Von Wehmut war bei den Aldekerkern mit Spielbeginn jedoch wenig bis gar nichts zu sehen. Vom Anpfiff an zeigten sie sich gewillt, ihrem Coach noch einmal zwei Punkte auf dem Silbertablett zu servieren. Im Angriff lief es von der ersten Minute an rund. Als sich nach einem zwischenzeitlichen 7:8-Rückstand dann auch noch die Abwehr sortiert und auf das Spiel der Wölfe eingestellt hatte, gab es kein Halten mehr. Die Abwehr kreierte in schöner Regelmäßigkeit Ballgewinne und auch Keeper Florian Lindenau war immer häufiger zur Stelle. So rollte Gegenstoß auf Gegenstoß in Richtung der Duisburger, die der Power der Grün-Weißen nicht nur in dieser Phase kaum etwas entgegenzusetzen hatten. "Wir sind ins Laufen gekommen", fasste Dickel das sich für die Wölfe bereits in Halbzeit eins anbahnende Debakel in wenigen Worten zusammen. Zur Pause hieß es 21:12 für den ATV.

In der Kabine gab es die letzten mahnenden Worte von Trainer Achim Schürmann. Und seine Mannschaft folgte ihrem Trainer, wie so oft in den vergangenen fünf Jahren, aufs Wort. Vom befürchteten Schlendrian war trotz deutlicher Führung nichts zu sehen. Im Gegenteil. Aldekerk trat weiter kräftig aufs Gaspedal, legte nach Wiederanpfiff ein Fünferpack nach und sorgte so für die frühe Entscheidung. Die Wölfe ergaben sich in ihr Schicksal, während die Grün-Weißen Lust auf schönen Handball mit schönen Toren hatten - fast schon obligatorischer Kempa inklusive. "Das war ein unerwartet lockerer Ausgalopp", kommentierte Tobias Dickel den 38:20-Kantersieg, der den dritten Tabellenplatz sicherte. So blieb noch jede Menge Kraft für die dritte Halbzeit in der Vogteihalle und im Schnakenhaus. "Es ist spät geworden. Einzelheiten werden nicht bekannt gegeben", erzählte Tobias Dickel mit einem Augenzwinkern.

TV Aldekerk: Lindenau, Thommessen - Jonas Mumme, Dickel, Kempmann, Kleinelützum, Greven, Jentjens, Pasch, Schwartz, Rampyapedi, Julian Mumme, Hüller.

(terh)
 
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