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Lokalsport
Ein Segen für den Kunstrasenplatz und die Wember Nachwuchskicker

Lokalsport: Ein Segen für den Kunstrasenplatz und die Wember Nachwuchskicker
Pastor Klaus Niesmann weihte das Spielfeld ein - zur Freude von Georg Hermens (r.), Jugendleiter von Germania Wemb, und den kleinen Kickern. FOTO: Thomas Binn
Wemb. Die Germania hat's mit Unterstützung von Sponsoren und enorm viel Fleißarbeit geschafft. Das kleine Fußballfeld ist fertig und bereits eingeweiht. Von Marco Büren

Noch sind einige kleinere Arbeiten zu erledigen. Aber seinen Segen hat das Kunstrasen-Spielfeld in Wemb bereits erhalten. Mit einem Jugendtreff auf der Sportanlage der Germania wurde das ehemalige Fußballhallen-Feld jetzt seiner Bestimmung übergeben - rund drei Jahre, nachdem die Arbeiten an dem kleinen Kunstrasenplatz begonnen hatten.

Für Georg Hermens, Jugendleiter Fußball bei der Germania, endet damit ein langer Weg von der ersten fixen Idee bis zur Fertigstellung. Der Wember kam damals mit Frank Schellenberg, der heute Seniorenfußball-Obmann im Verein ist, auf den Gedanken, das Spielfeld aus einer Fußballhalle nach Wemb zu holen. "Neu wäre so ein Platz für unseren Verein unbezahlbar gewesen", erklärt Hermens. Gebraucht war er recht günstig erhältlich. Dennoch musste die Germania einen großen Betrag stemmen, um das Projekt in die Tat umsetzen zu können.

Der Verein begab sich erfolgreich auf Sponsorensuche und sammelte Spenden in Höhe von rund 23000 Euro - die Namen der Fußballfreunde und Sponsoren werden auf einer Sponsorentafel am Sportplatz verewigt. Hinzu kam der unermüdliche Arbeitseinsatz der Germania-Mitglieder, aber auch vieler Wember, die nicht zum Verein gehören. Georg Hermens hat die Fleißarbeit in einem dicken Ordner dokumentiert. "Rund 1300 Arbeitsstunden an etwa 120 Aktionstagen kommen dabei zusammen", sagt der Jugendleiter, der bereits im März für die etwa 50 Helfer auf der Baustelle eine Fete organisiert hatte.

Besonders stolz ist der Jugendleiter auf die Leistung, die das ganze Dorf erbracht hat: "Beispielsweise haben wir uns Pflastersteine mit dem hiesigen Kindergarten geteilt und diese gemeinsam verladen. Das hätte uns ansonsten mehrere tausend Euro gekostet." Bei so viel Miteinander gerät die lange Bauzeit in den Hintergrund. Hermens: "Als kleiner Verein kann man nicht alles von heute auf morgen schaffen. Vielleicht sind wir aber auch an manche Schritte zu naiv herangegangen. Manchmal schien es so, als hätten wir uns mit dem Projekt übernommen." Dennoch: Das ehemalige Fußballhallenfeld mitsamt Flutlicht und Fangnetz steht. Sven Langenberg, Hermens' Stellvertreter und Trainer der Bambini, hofft darauf, dass das Kleinfeld der Abteilung einen Schub gibt. "Dass es gut ankommt, haben wir schon im letzten Jahr gesehen", erinnert sich Langenberg. "Damals haben die Kinder mit selbstgemalten T-Shirts ,WM-Orakel' gespielt."

Georg Hermens rechnet auch damit, das umliegende Vereine den Kunstrasenplatz für Trainingseinheiten nutzen werden. "Zuerst ist er für die Germania da, dann für das Dorf, aber jeder, der eine Trainingseinheit absolvieren möchte, ist bei uns herzlich willkommen."

Quelle: RP
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