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Handball
Ein weiteres Charakterspiel für die Schürmann-Handballer

Aldekerk. Handball-Oberliga: Die Männer des TV Aldekerk empfangen heute Abend den Aufsteiger TSV Solingen-Aufderhöhe. Anpfiff in der Vogteihalle um 19.30 Uhr. Von Reinhard Pösel

Das vergangene Wochenende dürften die Aldekerker Oberliga-Handballer mit einem breiten Grinsen verbracht haben. Selbst hätten sie gegen die Jahn-Handballer aus Hiesfeld gespielt. Doch durch deren Rückzug war der ATV unfreiwilligerweise zum Zuschauen verurteilt und durfte interessiert nach Mönchengladbach blicken, wo die dortige Borussia nach ihrer herben Schlappe eine Woche zuvor in Lobberich bewundernswerte Nehmerqualitäten offenbarte. Die ambitionierte und individuell vorzüglich besetzte Mannschaft von Trainer Tobias Elis fieselte den Aufstiegsaspiranten SG Langenfeld mit 26:22 aus der Jahnhalle.

Dadurch schloss Aldekerk in der Tabelle nach Minuspunkten zu Langenfeld auf, liegt nur wegen der schlechteren direkten Vergleiche (Niederlage und Unentschieden) einen Platz dahinter. An der Spitze thronen mit einem Polster von nur einem Punkt die Bergischen Panther, die am nächsten Spieltag bei der SG Langenfeld antreten müssen. Die Liga hat also sechs Runden vor dem Saisonende noch einmal an Spannung zugelegt. Genauso, wie es sich Achim Schürmann unmittelbar nach der Weihnachtspause gewünscht hatte.

Der Aldekerker Coach ist aber zu sehr Realist, um aus dieser Konstellation nicht zwangläufig Positives für seine Mannschaft abzuleiten. Der 42-Jährige registrierte zwar die aus Sicht des ATV erfreulichen Ergebnisse der Konkurrenz, vergisst dabei aber nicht, vor den zuletzt wenig überzeugenden Leistungen des eigenen Teams die Augen zu verschließen. "Wir haben zwar in Rheinhausen und danach gegen Königshof noch rechtzeitig die Kurve gekriegt und die Spiele gewonnen, aber gut war das nicht", betont Schürmann, der den Grund für die Durchhänger in den Köpfen der Spieler sieht.

In solchen Spielen dürfe sich niemand wegducken, da sei jeder mit seinen Fähigkeiten gefordert. Und dann fällt der Begriff von der allseits bekannten "Schüppe", die draufzulegen Schürmann von jedem seiner Akteure fordert. Gerade in den Begegnungen mit Mannschaften, die in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt sind, dürfe man nicht ein paar Prozent weniger geben. Zumal dann nicht, wenn man sich vor dem Anpfiff noch in die Hand versprochen hatte, alles zu geben, um in dieser Saison noch in den Genuss des einen oder anderen spektakulären Spiels zu kommen.

Ein Spiel, bei dem es erneut gilt, den inneren Schweinehund zu besiegen und die eigene Konzentration hochzufahren, steht den Aldekerkern heute Abend wieder bevor, wenn der TSV Solingen-Aufderhöhe in der Vogteihalle gastiert. Abgeschlagen auf dem vorletzten Tabellenplatz verfügen die bisweilen in die Jahre gekommenen, aber sehr erfahrenen Spieler über ausreichend Klasse, um eine ihnen offenbarte Flanke des Gegners zu nutzen. "Solingen hat nichts zu verlieren, dementsprechend werden sie zu Werke gehen", sagt Schürmann, der darauf setzt, dass seine Mannschaft aus den letzten beiden Spielen gelernt hat und nicht erst nach einem empfindlichen Rückstand zu ihrem Spiel findet. Da darf es auch keine Rolle spielen, dass der wurfstarke Can Greven verletzungsbedingt abermals nicht zur Verfügung steht.

Quelle: RP
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