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Handball
Eine bittere Niederlage gegen die schlechten Schauspieler

Straelen. Handball-Landesliga Männer: SV Straelen stand beim 24:25 gegenden Tabellenzweiten SG Dülken dicht vor einer großen Überraschung.

SV Straelen - SG Dülken 24:25 (12:11). Dass es im Sport nicht immer gerecht zugeht, bekamen am Samstagabend die Straelener Handballer zu spüren. 60 Minuten lang waren die Grün-Gelben den physischen und psychischen Attacken eines Gegners ausgesetzt, der in der Abwehr grenzwertig hart und in der Offensive bis hin zu einer dreisten Schwalbe übertrieben theatralisch auftrat. Die Grün-Gelben ließen sich nicht provozieren, nahmen den Kampf an und lagen kurz vor Schluss mit 24:23 vorn. Für Zählbares sollte es gegen den Tabellenzweiten trotzdem nicht reichen.

"Ich kann meinen Jungs nicht viel vorwerfen, höchstens ihre Blauäugigkeit in der einen oder anderen Aktion", sagte Trainer Dieter Pietralla nach einer wenig ansehnlichen Partie. Angefressen war Straelens Trainer trotzdem. "Das Ergebnis passt einfach nicht zu dem, was auf dem Parkett passiert ist. Dort wurde mit zweierlei Maß gemessen. Auf der einen Seite wird zugelangt wie bei den Kesselflickern. Und auf der anderen Seite wirst du für Allerweltfouls hart bestraft. Das macht eine ohnehin schon schwierige Aufgabe natürlich nicht einfacher."

Trotz aller Widrigkeiten gelang es den Gastgebern, sich mit dem Top-Team aus Dülken ein Duell auf Augenhöhe zu liefern. Vor allem, weil die Abwehr mit Torhüter Martin Pieper im Mittelblock über weite Phasen der Partie funktionierte. Einzig Kreisläufer Mark Kämmerling und den beidhändig agierenden Felix Himmel bekam man nie so richtig in den Griff. In der Offensive war der Ausfall von Spielmacher Nermin Rufatovic spürbar. Spielerische Lösungen gegen ungemein aggressiv verteidigende Dülkener waren Mangelware.

Dennoch lag der SV Straelen in einem Spiel mit viel Kampf und Krampf lange Zeit vorn. Mitte der zweiten Halbzeit wendete sich jedoch das Blatt, ehe Thorsten Arts bei seinem Comeback mit drei blitzsauberen Treffern dafür sorgte, dass aus einem 19:21-Rückstand eine 24:23-Führung wurde. Und doch stand man am Ende mit leeren Händen da. Weil Jens Groetelaers sich von seinem Gegenspieler nach allen Regeln der Handballkunst austanzen ließ und eine Zeitstrafe kassierte. Und weil Denis Rufatovic 30 Sekunden vor Schluss einen Pass ins Nirgendwo spielte und der letzte vollkommen frei ausgeführte Dülkener Torwurf zu einem Siebenmeter führte. "Leider hat heute definitiv nicht die bessere Mannschaft gewonnen", zeigte sich Pietralla verärgert.

SV Straelen: Kox, Eickelpoth - Groetelaers (7), Janßen (7/5), Arts (3), Burghans-Kähler (2), M. Verbeek (2), S. Misera (1), D. Rufatovic (1), Heußen (1), Mangelmann, M. Pieper, Beyer, Andreas.

(terh)
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