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Volleyball
Eintracht verlässt den Relegationsplatz

Volleyball: Eintracht verlässt den Relegationsplatz
Nach den jüngsten Rückschlägen hatte Volleyball-Regionalligist VC Eintracht Geldern - hier Trainer Thomas Cöhnen, Leonie Schepers, Maren Herbe und Anja Schoofs FOTO: van Offern, Markus (mvo)
Geldern. Volleyball-Regionalliga der Frauen: VC Eintracht Geldern verspielt beim Detmolder TV zunächst eine 2:0-Satzführung, zeigt dann aber im Tie-Break starke Nerven. Das Team um Trainer Thomas Cöhnen verbessert sich auf Rang sieben. Von Volker Himmelberg

Detmolder TV - VC Eintracht Geldern 2:3 (19:25, 21:25, 25:19, 25:11, 13:15). Volleyball-Regionalligist VC Eintracht Geldern überwintert auf einem Nichtabstiegsplatz. In einem dramatischen Fünf-Satz-Marathon behielt der Aufsteiger letztlich in Detmold die Oberhand und sicherte sich zwei wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Mannschaft um Trainer Thomas Cöhnen hat jetzt zwölf Zähler auf ihrem Konto und verbesserte sich auf den begehrten siebten Platz, der am Saisonende in jedem Fall die Rettung bedeutet.

In der Partie beim Tabellenvierten, den die Eintracht schon zum Saisonauftakt mit 3:0 geschlagen hatte, zeigte sich allerdings einmal mehr, dass es der Mannschaft noch an der nötigen spielerischen Konstanz mangelt. Denn in den ersten beiden Sätzen hatten die Gäste das Geschehen klar dominiert. Zuspielerin Alina Verheyen dirigierte ihre Mitspielerinnen gekonnt. Die Cöhnen-Schützlinge erwischten einen optimalen Start, waren klar überlegen und zeigten sich im Vergleich zum desolaten Auftritt in Bonn in allen Bereichen stark verbessert. Das lag nicht zuletzt auch daran, dass Hauptangreiferin Lisa Harmsen, die in der Vorwoche aus gesundheitlichen Gründen gefehlt hatte, rechtzeitig wieder fit geworden war.

Der Gelderner Anhang auf der Detmolder Tribüne war von der Durchschlagskraft des Angriffs, der Sicherheit in Annahme und Abwehr sowie den sehr druckvollen Aufschlägen mehr als angetan. "Die Spielerinnen haben sich wie ein Spitzenteam präsentiert und ihr Potenzial voll ausgeschöpft. Das war beeindruckend", lobte Eintracht-Vorsitzender Hartmut Harmsen.

Nach ihrer souverän herausgespielten 2:0-Führung zeigte die Eintracht im Anschluss wieder ein anderes Gesicht, das fatal an die schwachen Spiele in Herne, Köln und Bonn erinnerte. Die Mannschaft gönnt sich und ihren Anhängern einfach keine ruhigen Nachmittage - das hohe Niveau hielt erneut nicht drei Sätze in Serie. "Wir werden oft gefragt, warum das so ist. Ich habe allerdings auch keine Erklärung dafür", zeigte sich Mittelblockerin Linda Backus nach dem packenden Volleyball-Krimi genau so ratlos wie Coach Thomas Cöhnen.

Im dritten Satz ließ die Eintracht stark nach - der TV Detmold nahm das unverhoffte Geschenk dankbar an und kämpfte sich in die schon verloren geglaubte Begegnung zurück. Speziell im vierten Durchgang lief dann bei den Gästen plötzlich überhaupt nichts mehr zusammen. Backus: "Wir waren auf einmal total von der Rolle."

Vor dem Tie-Break sah alles danach aus, als sollte sich die Eintracht am Ende mit einem Punkt begnügen müssen. Denn zu diesem Zeitpunkt deutete nichts darauf hin, dass sich die Mannschaft noch einmal zu einer Leistungssteigerung aufraffen sollte.

Doch die Eintracht lieferte ein weiteres Beispiel für ihre gute Moral. "Wir haben uns vor dem fünften Satz geschworen, noch einmal alles zu geben", sagte Backus. Und die Spielerinnen ließen den Worten die entsprechenden Taten folgen. Bei einer 14:10-Führung war der Auswärtssieg schon greifbar nahe, die folgenden Ballwechsel nichts für schwache Nerven. Die Gastgeberinnen holten noch bis zum 13:14 auf. Dann endlich gelang der jungen Maren Herbe der Punkt zum 15:13 und 3:2-Erfolg. Damit weist der VC Eintracht Geldern jetzt eine ausgeglichene Bilanz von jeweils fünf Siegen und Niederlagen auf und darf sich berechtigte Hoffnungen auf eine weitere Regionalliga-Saison machen.

VC Eintracht Geldern: A. Verheyen, Kanders, Backus, Höing, M. Verheyen, Harmsen, Gey, Schoofs, Herbe.

Quelle: RP
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