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Leichtathletik
"Eurorun" mit viel Tempo unterwegs

Leichtathletik: "Eurorun" mit viel Tempo unterwegs
Spitzen- und Breitensportler gingen beim "Eurorun" in Nütterden auf die Strecke. Die herbstlichen Bedingungen waren für die Läufer geradezu ideal. FOTO: Markus van Offern
Kreis Kleve. Etwas mehr als 600 Teilnehmer meldeten sich in Nütterden an. Sie verteilten sich auf sechs unterschiedlich lange Strecken. Im Rahmen der Laufveranstaltung wurde die NRW-Halbmarathon-Meisterschaft ausgetragen. Von Maarten Oversteegen

Der "Eurorun" in Kranenburg war auch bei seiner 34. Auflage eine tolle Bühne für Spitzen- und Breitensportler, die den Laufsport für sich entdeckt haben. Viele passionierte Zuschauer feuerten die insgesamt 608 Läufer an. Auf etwa 120 Freiwillige konnten die Organisatoren bei der Ausrichtung des Traditionslaufes setzen.

Die St.-Georg-Grundschule Nütterden nutzten die Veranstalter als Rückzugsort für Sportler, als Meldestelle und für Verpflegungsstände. So herrschte in der Schule noch mehr Betriebsamkeit als ohnehin schon während der Schulzeit: "Wir haben sehr viel Betrieb. Wenn ich sehe, was hier los ist, bin ich begeistert", sagte Gerd Aengenheister vom Leichtathletik-Verein Nütterden.

Für die Beteiligten des Laufes ist nicht nur die reibungslose Durchführung des "Eurorun", sondern auch die Strecke eine besondere: "Das ist hier eine sehr reizvolle Strecke. Die Teilnehmer laufen durch den Wald, durch Wohngebiete und an den vielen Zuschauern vorbei. Die Stimmung ist toll und bildet Kranenburg gut ab: Klein, dörflich und familiär sind wir", sagte Mona Reintjes, Helferin vom LV Nütterden.

Den Auftakt in den Sportsonntag hatten die Läufer des Jugend- und Jogginglaufes gemacht. Bereits nach 17:42 Minuten überquerte Dennis Juchniewski von Haus Freudenberg die Ziellinie. Nur wenige Sekunden hinter ihm erreichten Heiner Wardemann und Dave Mölders das Ende der Fünf-Kilometer-Distanz.

Der zentrale Wettbewerb der Sportveranstaltung stellte aber die NRW-Halbmarathon-Meisterschaft dar. Über 21,1 Kilometer erstreckte sich die Route, die 115 Teilnehmer bezwingen konnten. Der Schnellste dabei war Maciek Miereczko mit 1:12:16 Stunden. Der Läufer vom VfB Erftstadt konnte bereits im August den Klever Citylauf gewinnen und ließ auch in Kranenburg seinen Konkurrenten keine Chance. Mit einer Minute Rückstand lief Jörg Heiner vom SG Wenden über die Ziellinie. Sein Vereinskollege Markus Mockenhaupt räumte den dritten Platz mit einer Zeit von 1:15:03 ab. Martin Ulrich, der den 70. Platz mit einer Zeit von 1:47:10 erringen konnte, nutzte den "Eurorun" für ein noch größeres sportliches Ziel: Dem berüchtigten Athen-Marathon am 12. November: "Das wird eine große Herausforderung. Seit vielen Wochen trainiere ich bereits. Der ,Eurorun' hilft mir sehr, um zu erfahren, wo ich aktuell stehe", sagte Ulrich, der für die Fitbox Niederrhein an den Start ging.

Den Jedermann-Lauf über zehn Kilometer wusste Niko Klementov vor Stefan Nillessen und Christoph Smetten für sich zu entscheiden. 36:30 Minuten benötigte Klementov für die Distanz und hatte einen dreiminütigen Vorsprung erlaufen.

Für besondere Freude und lautstarke Anfeuerung der Zuschauer in Nütterden sorgten die Läufe der Kinder und Jugendlichen.

57 Kinder im Alter zwischen zwei und fünf Jahre hatten sich für den sogenannten "Lauf der kleinen Talente" angemeldet, der sich über 444 Meter erstreckte. Lokalmatador Finn Stöckel vom Leichtathletik-Verein Nütterden gewann unter Begleitung von tosendem Applaus die Konkurrenz nach 1:26 Minuten. Ihm folgten Oskar Reintjes aus Kleve und Clara Reder, ebenfalls vom LV Nütterden.

Den Grundschullauf über einen Kilometer gewann Jannes Wels als Vertreter der Johanna-Sebus-Schule. Zweiter wurde Mats Ernst vom LV Nütterden. Der Schülerlauf der weiterführenden S chulen wurde auf der Zielgeraden von Ben Pauls von der Karl-Kisters-Realschule Kellen angeführt, dicht gefolgt von Tom Keanu Lucian Stöcker.

Nicht nur für die zahlreichen Sportler, sondern auch für den Veranstalter Leichtathletik Nütterden war die diesjährige Ausgabe des "Eurorun" ein großer Erfolg. Nicht nur habe man viele Spitzensportler an den Niederrhein locken können, auch sei der leicht rückläufige Trend bei den Anmeldezahlen gestoppt worden. "Wir danken unseren Sponsoren Euregio Rhein-Waal, der Sparkasse Rhein-Maas, McDonald's und HW-Sportservice", sagte Aengenheister.

Quelle: RP
 
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