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Zielscheibe
Fußball auf dem Mars hätte auch Vorteile

Geldern. Kurz nachdem Elon Musk, Multimilliardär (Paypal, Elektroauto Telsa) angekündigt hatte, den Mars besiedeln zu wollen, hat der visionäre US-Unternehmer gleich noch eine weitere Idee nachgelegt. Ab der Saison 17/18 (das Jahrhundert steht allerdings noch nicht fest) soll auf dem Nachbarplaneten der Ball rollen. Na klar, Musk weiß auch, dass wahre Fans ihrem Club überall hinterherfahren - koste es, was es wolle. Und da die Sportfreunde Broekhuysen mit den treuesten Anhängern des Kreises ohnehin jede Auswärtspartie akustisch zum Heimspiel machen, ist der Club an vorderster (Mars)-Front dabei. Wie RB Leipzig hat man das Glück, den Vereinsnamen, SF (Space Fiction) Broekhuysen einfach beibehalten zu können. Bewerbungen für die neue Spielklasse, die Niederdruck-Liga, laufen ab sofort. Nur noch klitzekleine Hindernisse sind aus dem Weg zu räumen - die Spielkleidung zum Beispiel. Müssen die Schienbeinschoner über oder unter dem Raumanzug getragen werden? Und sieht man die Rote Karte auf dem Roten Planeten überhaupt? Man muss ja auch an TV-Übertragung und Livestream denken. Apropos Schiedsrichter: Derzeit testet der Kreis acht geeignete Kandidaten, die bereit sind, mal ein halbes Jahr Urlaub von der Familie zu machen. Besondere Umstände kämen auch dem "in die Jahre" gekommenen Mann an der Pfeife entgegen. Bei nur 38 Prozent Fallbeschleunigung geht im Vergleich zum heimischen Kick alles etwas langsamer zu. Da das Fahrgeld möglicherweise die Unkostenentschädigung (17 Euro pro Spiel in der Kreisliga) bei den Schiri-Spesen übersteigen könnte, diskutiert man aber auch Alternativen: Kicken auf dem Mars, pfeifen von der Erde aus per Handy. Was dem alten Kalauer "Schiri, Telefon!" eine ganz neue Bedeutung verleiht.

Aber es gibt auch erhebliche Vorteile: Die Umlaufbahn von 687 Tagen trüge zur Spielplan-Entzerrung bei. Das wäre gewonnene Zeit, die man angesichts einer mittleren Temperatur von minus 55 Grad unbedingt in eine längere Winterpause investieren sollte. Einzig die Trainer müssten komplett umdenken: Der mahnende Spruch nach spielerischen Höhenflügen, "Jungs, bleibt mal auf dem Boden...", ginge dann nicht mehr.

MICHAEL MEENEN

Quelle: RP
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