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Volleyball
Geldern überzeugt als perfekter Gastgeber

Volleyball: Geldern überzeugt als perfekter Gastgeber
Teils spannende Matches konnten die Zuschauer in der Bollwerk-Halle verfolgen. FOTO: Thomas Binn
Geldern. Beim BFS-Cup - quasi die Deutsche Meisterschaft für Mixed-Volleyballteams - landet der TV Geldern auf Platz elf. Von Fritz Holtmann

Vor den Finalspielen um den BFS-Cup, im Grunde die Deutsche Meisterschaft für Volleyball-Mixed-Mannschaften des Breiten- und Freizeitsport-Bereichs, kam im Wettkampfbüro von Ausrichter TV Geldern nochmals etwas Hektik auf. "Wo ist ein Zollstock?" Die Höhe aller drei Netze sollte nochmal überprüft werden, lautete die letzte, jedoch locker zu meisternde Herausforderung, der sich Gelderns Organisationsteam stellen musste. Florian Rieck hatte den Zollstock schnell gefunden, die Netzhöhe von 2,35 stimmte wenig später auf allen Spielfeldern.

Ein nochmaliger Beweis dafür, dass beim gastgebenden TV ein eingespieltes Team für optimale Abläufe der Titelkämpfe sorgte. In der Turnierleitung liefen bei Petra und Yasmin Ophardt alle Informationen zusammen. Yasmin Ophardt erklärte: "Meine Mutter dirigiert per Mikrofon, ich füttere den Laptop mit allen Ergebnissen."

Alle zwölf Mixed-Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet waren voll des Lobes für die Rahmenbedingungen in der Bollwerk-Halle. Die Teams konnten sich voll auf ihre Partien konzentrieren. Entsprechend sprangen schon in den Vorrunden spielerische Höhepunkte heraus. Beispielhaft stand dafür das Domstadt-Derby zwischen den Weidener Sportfreunden und der Kölner Turnerschaft. Spielerische Klasse und "kölsche" Emotion gingen dabei eine perfekte Symbiose ein. Das Team des TV Geldern ließ sich von der guten Atmosphäre im Turnier anstecken. Swen Fischers Mannschaft holte in den Partien gegen TSV Vaterstetten (0:2 / 17:25, 10:25), TSG Backnang (1:1 / 17:25, 25:23), Weiden (1:1 /25:21, 18:25), Köln (0:2 / 13:25, 20:25) und TV Kressbronn (0:2 / 17:25, 21:25) das Optimum aus seinen Außenseiterchancen heraus. Je besser in Gelderns Angriff Florian Reschke zum Zuge kam, um so besser fielen dann auch Gelderns Punktzahlen aus. Von vorderen Platzierungen war Geldern nach diesen Resultaten weit entfernt. Die Partie um Platz elf im Zwölferfeld gegen den SSC Karlsruhe wurde dennoch für die Sechs um Christin Thiel und Christina Gallinat der eigene dramatischer Turnierhöhepunkt.

Geldern verlor Satz eins 22:25, gewann dann aber den zweiten mit 25:21. Zufrieden urteilte Swen Fischer. "Wir sind damit besser als noch voriges Jahr in München, als wir ohne einen Satzgewinn Letzter waren." In spielerisch und taktisch höheren Volleyball-Sphären bewegten sich die Spitzenteams dieser Titelkämpfe. Perfekt strukturiert war die Aufgabenverteilung zwischen jeweils drei Frauen und Männern auf dem Feld. Zwei Männer auf der Netzmitte, einer auf Außen, zwei Frauen auf den weiteren äußeren Netzpositionen und die Dritte als Zuspielerin. Eindrucksvoll war, mit welch großer Selbstverständlichkeit Spielerinnen harte Sprungaufschläge und Angriffsbälle ihrer männlichen Gegenspieler entschärften.

Früh kristallisierten sich die Favoriten heraus. Vorjahres-Titelträger VC Alsterwasser gewann sein Semifinale gegen Köln deutlich 25:16 und 25:15. Hart um seine Finalteilnahme musste der SC Baden-Baden kämpfen. Erst ein 15:12 im dritten Satz gegen Vaterstetten ließ Baden-Baden ins Finale einziehen, in dessen Auftaktsatz Gerrit Zeitler von Alsterwasser mit sehenswerten Aktionen seine Klasse demonstrierte. Der frühere Moerser Bundesliga-Angreifer war in ersten Finalsatz beim 25:11 von Baden-Baden kaum zu stoppen. Erst im zweiten Satz sah der SC Land, konnte ein 21:25 zum 0:2 aber nicht verhindern. Zum dritten Mal in Folge ging damit der BFS-Cup an den VC Alsterwasser.

Quelle: RP
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