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Handball
Geschenkt wird dem ATV nichts

Handball: Geschenkt wird dem ATV nichts
Männer-Handball: Trotz Gegenwehr versucht Aldekerks Richard Pasch den Ball weiter zu spielen. Abnehmer war jüngst in Ratingen häufig Kreisläufer Jonas Mumme. FOTO: Jürgen Venn
Geldern. Die Handballer des Aldekerker Nordrheinligisten treffen heute Abend auf den TV Rheinbach. Der Anwurf erfolgt um 19.30 Uhr. Ge- spielt wird in der Vogteihalle am Nieukerker Slousenweg.

Keine Zeit für die Aldekerker Handballer, um nach der vermeidbaren Niederlage am vergangenen Wochenende bei den Ratinger Löwen ein bisschen durchzuschnaufen. Um die Wunden zu lecken, die ihnen von den "Raubtieren" zugefügt wurden - um im Bild des Tierreichs zu bleiben.

Zehn Minuten vor Schluss sah es so aus, als hätten sich die Grün-Weißen nach einer vielversprechenden Leistungssteigerung im zweiten Durchgang die ambitionierten Handballer aus Ratingen zurechtgelegt. Bis sieben Minuten vor dem Spielende lagen die Aldekerker mit zwei Toren in Führung. Dann reihten sich aus Sicht des ATV eine Reihe unglücklicher Momente aneinander: trotz Balleroberungen in der Abwehr beziehungsweise technischer Fehler des Gegners schaffte es der ATV nicht, den Zwei-Tore-Vorsprung vorentscheidend um einen Treffer zu vergrößern.

Hinzu kam die Verletzung von Janis Kempmann nach einem Tempo-Gegenstoß. Kein Spieler, erst recht niemand aus der eigenen Mannschaft wird die Szene unbeeindruckt gelassen haben, wie sich der flinke Linksaußen nach dem unglücklichen Zusammenprall mit dem gegnerischen Torwart am Boden vor Schmerzen krümmte (siehe nebenstehende Kolumne) und danach hinter den Spielerbänken behandelt wurde.

Dann kam die Zeitstrafe gegen den Aldekerker Benedikt Liedtke vier Minuten vor dem Spielende. Diese Phase nutzte der Gastgeber, um selbst in Führung zu gehen und anschließend mit der ganzen Routine seiner Handballer die knappe Führung ins Ziel zu bringen.

Gründe genug hätte es also gegeben, weshalb es den Aldekerkern möglicherweise gut getan hätte, nach einem so intensiv geführten Spiel wie am vergangenen Wochenende in Ratingen zur Besinnung zu kommen. Zumal sie unter der Woche dann auch noch die Schwere der Verletzung von Janis Kempmann (Kreusbandriss) vernehmen mussten inklusive des damit verbundenen langen Ausfalls.

Doch für solche Befindlichkeiten lässt der Spielplan in diesen Tagen keinen Raum. Schlag auf Schlag folgt ein Spiel dem anderen. Da geht es dem TV Aldekerk nicht anders als den anderen 14 Mannschaften. Dazu gehört auch der TV Rheinbach, der nach der Auflösung des TV Wormersdorf und dem dadurch bedingten Ende der Spielgemeinschaft, nunmehr alleine unterwegs ist. Während der ersten Vorbereitungsphase der Saison musste TVR-Trainer Dietmar Schwolow, dem bereits Tobias Wolff, der jüngere Bruden des Nationaltorhüters, und Mike Ribbe, jahrelang Top-Shooter der Rheinbacher, von der Fahne gegangen waren, einen weiteren personellen Nackenschlag hinnehmen. Christopher Grommes, Leistungsträger der Rheinbacher auf der Rechtsaußen-Position, verkündete aus beruflich-privaten Gründen sein Karriereende. Somit verkleinerte sich der ohnehin schlanke Kader der Rheinbacher auf gerade einmal zehn Feldspieler.

Doch was die südlich von Bonn beheimateten Handballer aus den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten in der vierthöchsten Handballliga bis zum heutigen Tag auf die Beine gestellt haben, ist beachtlich. Mit 10:8-Punkten nach neun Spielen liegt der letztjährige Tabellensiebte auf dem fünften Tabellenplatz, einen Zähler vor dem TV Aldekerk, der aktuell 7:7-Punkte aufweist und mit einem Sieg heute Abend den Gegner in der Tabelle überflügeln könnte. poe

Quelle: RP
 
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