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Grünes Licht für Straelens Sportprojekte

Lokalsport: Grünes Licht für Straelens Sportprojekte
Im Stadion an der Römerstraße gibt's bald keine Asche mehr. Pünktlich zum 100-Jährigen dürfen bekommt der SV Straelen 2019 einen neuen Kunstrasenplatz, der zunächst auch von den Nachbarvereinen genutzt werden soll. FOTO: Gerhard Seybert
Straelen. Der Ausschuss für Bürgerdienste hat die Anträge von drei Vereinen gebilligt. Trainingsplatz in Broekhuysen und Vereinsheim in Auwel-Holt kommen 2018. Kunstrasenplatz des SV Straelen wird auf 2019 verschoben. Von Michael Klatt

Gegen ein Abwehrbollwerk mussten der SV Straelen, die Sportfreunde Broekhuysen und der SC Blau-Weiß Auwel-Holt nicht anrennen. Ihren Anträgen brachte der Ausschuss für Bürgerdienste große Sympathie entgegen und befürwortete sie schließlich auch. So werden der Trainingsplatz in Broekhuysen und das Vereinsheim in Auwel-Holt nach jetzigem Stand im nächsten Jahr realisiert. Der Bau des Kunstrasenplatzes in Straelen wird auf 2019 verschoben, wenn der Verein sein 100-jähriges Bestehen feiert.

Rückendeckung hatten die drei Vereine im Vorfeld vom Stadtsportverband bekommen. "Wir würden uns über eine Realisierung der Vereinswünsche sehr freuen", beendete Vorsitzender Werner Terheggen die Stellungnahme. Von den Ausschussmitgliedern gab es lobende Worte. Die Vorhaben seien wünschenswert, der Bedarf sei da, die Vereine brächten sich gut ein mit riesigen Eigenanteilen. Christian Hinkelmann, zuständiger Dezernent im Rathaus, bezeichnete die Anträge im Ausschuss als nachvollziehbar und begründbar. Sein Mitarbeiter Rainer Schmitz wies aber darauf hin, dass noch einige Punkte nachzuarbeiten seien.

Das betraf besonders die Umwandlung des Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz, für die der SV Straelen einen Zuschuss von 750.000 Euro beantragt. So seien unter anderem Pflegekosten zu berücksichtigen, Lärmemissionen durch Spieler, Zuschauer und Lautsprecherdurchsagen und die Entwässerung. Auch sei der Anteil am Breiten- und Schulsport vom SV zu hoch angesetzt worden.

Beim Vorhaben in Broekhuysen, für das die Sportfreunde um einen Zuschuss von rund 69.000 Euro bitten, ist ein Lärmgutachten nötig, da der Trainingsplatz näher an die Wohnbebauung rückt. Beim Vereinsheim in Auwel-Holt, insgesamt auf 417.000 Euro veranschlagt, seien die Einrichtungskosten von 29.000 Euro zu streichen, da diese bei früheren Maßnahmen von den Vereinen auch selbst getragen wurden. Zudem müsse noch die Statik nachgereicht werden, da das Gebäude an den Hang heranrückt.

Stadtsportverband-Vorsitzender Terheggen betonte, dass es nicht bei dem einen Kunstrasenplatz in Straelen bleiben dürfe, sondern nach und nach auch Herongen, Auwel-Holt und Broekhuysen damit ausgestattet werden sollten. In einer Übergangsphase würden sich die Vereine mit dem Straelener Platz gegenseitig helfen.

Heiner Bons (CDU) hielt dem entgegen, dass vier Kunstrasenplätze zwar wünschenswert seien, es aber keinen Automatismus gebe, sie zwischen 2019 und 2022 auch alle zu bauen. "Das muss man von der Haushaltslage abhängig machen." CDU-Fraktionsvorsitzende Annemarie Fleuth stellte auf Nachfrage von Dirk Steiner (FDP) klar, dass die CDU sich nicht von dem Ziel eines ausgeglichenen Haushalts ab 2020 verabschiedet habe. "Es besteht berechtigte Hoffnung, dass es auch mit diesen Investitionen klappt." Kämmerer Bernd Kuse führte aus, dass es "einigermaßen passt". Keiner könne aber heute wissen, was ab 2020 los sei. Sollten alle vier Kunstrasenplätze realisiert werden, ergäbe sich nach seiner Kalkulation eine jährliche Belastung von 150.000 Euro für den Haushalt.

"Wir profitieren alle vom ehrenamtlichen Engagement", äußerte sich Annemarie Fleuth.

Quelle: RP
 
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