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Handball
Handballer erweitern ihren Horizont

Aldekerk. Die neu geschaffene Nordrhein-Regionalliga der Männer soll die sportliche Qualität steigern. Neben dem TV Aldekerk kommen sieben weitere Teams aus dem Landesverband Niederrhein, sechs sind im Mittelrhein zuhause. Von Reinhard Pösel

Ende April ging die Meisterschaft für die Oberliga-Handballer des TV Aldekerk zuende. Zum Abschluss wurde TuSEM Essen II mit 33:28 bezwungen. Christoph Kleinelützum ließ es mit zehn Treffern krachen, Fabian Schneider brachte es in seinem letzten Pflichtspiel für den ATV auf sieben Torerfolge, wobei er bei drei Aktionen noch einmal seine Klasse von der Siebenmeterlinie offenbarte. Zudem trug sich Keeper Florian Lindenau in die Torschützenliste seiner Mannschaft ein. Es war ein gelungener Abschluss der ATV-Männer unter eine erneut erfolgreiche Saison, die mit dem Vizetitel endete.

Noch eine weitere schöne Erinnerung: In der vorletzten Saison hatten die Schützlinge von Trainer Achim Schürmann, der in sein fünftes Trainerjahr in der Vogteihalle geht, souverän die Niederrhein-Meisterschaft gewonnen. Mit dem kleinen Makel, dass den Grün-Weißen nach einer bärenstark gespielten Saison mit nur drei Verlustpunkten in 26 Ligaspielen der Aufstieg versagt blieb. Der Mittelrhein-Vertreter Longericher SC war in den Entscheidungsspielen stärker. Nicht viel, aber ausreichend genug, um seinerzeit in der Vogteihalle, die zuvor für eine Gänsehaut-Athmosphäre gesorgt hatte, den Aufstieg in die 3. Liga zu feiern.

So einen Nachschlag, wie ihn die Aldekerker mit unterschiedlichem Erfolg in der jüngeren Vergangenheit zweimal hinter sich gebracht haben, wird es von jetzt an nicht mehr geben. Denn die letztjährige Spielzeit war für die Mannschaften aus den Landesverbänden Niederrhein und Mittelrhein gleichzeitig die Qualifikation für die neu geschaffene Regionalliga Nordrhein, die im September ihren Spielbetrieb aufnimmt und deren Gruppensieger ohne den Umweg der Relegation direkt aufsteigt.

Doch bis der Hammer fällt, wird noch viel Wasser den Rhein hinabfließen - oder passender gesagt: werden die Aldekerker bei Anreise zu ihren Auswärtsspielen viele Kilometer zurücklegen. Bestens bekannt sind ihnen die Wege zu den sieben Konkurrenten aus dem eigenen Verbandsgebiet: VfB Homberg, SG OSC Wölfe Rheinhausen, TuSEM Essen II, ART Düsseldorf, Bergischer HC II (Solingen), Borussia Mönchengladbach und die Bergischen Panther aus Burscheid, die aus Aldekerker Sicht bisher mit 100 Kilometern am weitesten entfernt lagen.

Das ändert sich jedoch jetzt durch die sechs Vertreter aus dem Mittelrhein. Die Spitzenposition in der Rangliste der Entfernungen gehört zukünftig der HSG Rheinbach-Wormersdorf, die von der Vogteihalle 132 Kilometer weit weg liegt. Knapp dahinter rangieren der TSV Bonn rrh. (122) und Weidener TV (112) vor den Toren Aachens. Die anderen Mittelrhein-Teams sind TuS 82 Opladen, Pulheimer SC und TV Köln-Wahn.

Quelle: RP
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