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Golf
Hendrik Beins rückt ins Rampenlicht

Golf: Hendrik Beins rückt ins Rampenlicht
FOTO: Dirk Dratsdrummer
Kerken. Seit 109 Jahren wird im englischen Burhill Golf gespielt. Der 24-jährige Jungprofi aus Kerken feierte jetzt auf der traditionsreichen Anlage den größten Erfolg seiner Laufbahn. Beins hat in diesem Jahr auf der Insel noch einiges vor. Von Volker Himmelberg

Es sind die kleinen Schritte, die oftmals auf dem Weg zu einer großen Sportler-Karriere die entscheidenden sind. So hat der Kerkener Jungprofi Hendrik Beins jetzt ausgerechnet im Mutterland des Golfsports das bislang beste Ergebnis seiner Laufbahn erzielt. Im zweiten Wettbewerb der "Euro-Pro"-Turnierserie, in der sich fast ausschließlich Sportler aus Großbritannien für höhere Aufgaben empfehlen möchten, landete der 24-Jährige mit 209 Schlägen auf dem geteilten dritten Platz.

Auf der traditionsreichen Anlage des Golf-Club Burhill - dort wird bereits seit 1907 gespielt - blieb Hendrik Beins in allen drei Runden unter Par (Platzstandard 72 Schläge). Nachdem der Nieukerker, der offiziell für die Issumer "Wayne Roets Golfacademy" startet, zum Auftakt eine 71er Runde hingelegt hatte, sorgte er im zweiten Anlauf für einen echten Paukenschlag. Im Ziel waren auf der Scorekarte gleich fünf "Birdies" eingetragen - der 24-Jährige hatte somit das Kunststück geschafft, gleich fünf Löcher mit einem Schlag unter Par zu absolvieren. Mit diesem glänzenden Resultat schaffte Beins selbstverständlich nicht nur den "Cut" für die Finalrunde der besten 54 Starter. Gleichzeitig schob er sich in der Gesamtwertung ganz weit nach vorne.

In der dritten Runde zeigte der junge Mann vom Niederrhein, der seit drei Jahren die Kärrnerarbeit eines angehenden Golfprofis verrichtet, dass er in der Zwischenzeit einiges gelernt hat und insbesondere die nötige Nervenstärke mitbringt. Hendrik Beins spielte eine weitere 71er Runde und teilte sich schließlich Rang drei mit dem Waliser Mark Laskey und dem Engländer Ben Storey. Das tolle Resultat wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 2250 Pfund honoriert - immerhin knapp 3000 Euro. "Meine zweite Runde hätte nicht besser laufen können. Fünf Birdies und kein einziger Bogey - das gelingt einem nur selten", meinte Hendrik Beins, der mit Auftritten wie in Burhill allmählich ins Rampenlicht der Golfer-Szene rückt. Das Interesse an solchen Turnieren, die als Sprungbrett zu den renommierten Wettbewerben wie "European Tour" und "Challenge Tour" dienen, ist in England riesig. So durfte sich der Burhill-Champion Richard Edginton, der elf Schläge unter Par verzeichnete, als "Wimbledon Man" feiern lassen - der gute Mann ist für den "Royal Wimbledon Club" im Einsatz. Außerdem wurde das Turnier auf der Insel vom Bezahlsender "Sky Sports" live übertragen - viele englische Golffreunde kennen somit inzwischen auch Hendrik Beins.

Der 24-Jährige, der von mehreren Sponsoren aus der Heimat unterstützt wird, hat sich in Burhill seine ersten Meriten verdient - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Für Platz drei gab's nicht nur das genannte Preisgeld, sondern auch wertvolle Punkte für die Rangliste, die in Großbritannien den hübschen Namen "Order of merit" hat. "Wer in dieser Serie am Ende unter den besten Fünf landet, hat gute Aussichten auf einen Startplatz in der ,Challenge Tour'. Und das ist so etwas wie die Zweite Liga der Profi-Golfer", erklärt Beins' Sprecher und Berater Dirk Dratsdrummer.

Die "Euro-Pro"-Serie umfasst insgesamt 15 Turniere in Großbritannien, auf denen jeweils Preisgelder in Höhe von 50 000 Pfund (rund 63 000 Euro) vergeben werden. Die erste Top-Platzierung hat Hendrik Beins bereits in der Tasche. Weitere Taten will der 24-Jährige ab Dienstag, 5. Juli, auf der Golfanlage im "Cumberwell Park" in Südengland folgen lassen. Bis dahin ist der ehrgeizige Jungprofi noch einige Male in der Heimat im Einsatz. Beins feilt beim GC Issum unter Regie von Golflehrer David Burke an seiner Technik. Schließlich macht eine "Birdie"-Serie noch keinen erfolgreichen Sommer.

Quelle: RP
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