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Volleyball
Herber Rückschlag im Abstiegskampf

Volleyball: Herber Rückschlag im Abstiegskampf
Alle Gegenwehr war letztlich umsonst: Der VC Eintracht Geldern - hier Linda Backus (Mitte) und Melanie Verheyen (r.) beim Abwehrversuch - hatte im Kellerduell bei Fortuna Bonn mit 1:3 das Nachsehen. FOTO: Markus van Offern
Geldern. Volleyball-Regionalliga der Frauen: VC Eintracht Geldern lieferte beim Vorletzten SSF Fortuna Bonn über weite Strecken eine enttäuschende Vorstellung und kassierte eine bittere 1:3-Niederlage. Die Mannschaft fiel auf Rang acht zurück. Von Fritz Holtmann

SSF Fortuna Bonn - VC Eintracht 3:1 (25:20, 19:25, 25:22, 25:17). Es bleibt dabei ! Gastspiele an Bonner Netzen enden für die Eintracht mit beinah hundertprozentiger Sicherheit mit Niederlagen. Der Auftritt der Gelderner Volleyballerinnen beim Regionalliga-Vorletzten SSF Bonn bestätigte zum wiederholten Mal diese Gesetzmäßigkeit. Eintracht-Coach Thomas Cöhnen bemühte nach der 1:3-Pleite seiner Mannschaft noch eine weitere Regel, die zumindest in der laufenden Saison zu gelten scheint: "Gegen die starken Gegner spielen wir gut, gegen die schwächeren Mannschaften schlecht!"

Entsprechend unter Wert verkaufte sich die Eintracht dann auch in der früheren Bundeshauptstadt. Eine Rolle spielte dabei auch, dass die Mannschaft personelle Rückschläge nicht kompensieren konnte. Hauptangreiferin Lisa Harmsen musste aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig passen. Die ebenfalls angeschlagene Mittelblockerin Laura Höing musste Cöhnen nach zwei Sätzen auswechseln. Ihren Platz nahm danach Anja Schoofs ein. Auf Harmsens Position im Außenangriff spielte von Beginn an die junge Maren Herbe.

Mit Harmsen und Höing fehlten der Eintracht damit nicht nur zwei sehr erfahrene Führungsspielerinnen, sondern vor allem auch Präsenz im Block und Durchschlagskraft im Angriff. Im Gegensatz zu den Gästen ging Bonn die Partie selbstbewusster und deutlich aggressiver an. Gelderns Block bekam in Satz eins die meist schnell über die Netzmitte vorgetragenen Angriffe der Hausherrinnen nie richtig unter Kontrolle. Ein 7:10-Rückstand wuchs bis zu Cöhnens zweiter Auszeit bei 16:21 auf fünf Zähler an. Dieser Rückstand blieb bis zum Satzende bei 20:25 konstant.

Die Eintracht, bei der ab Satz zwei Johanna Gastens die Regie im Zuspiel von Alina Verheyen übernahm, stellte sich etwas besser auf Bonns Angriffe ein. Geldern lag bis 20:14 durchweg vorn und brachte trotz einer kürzeren Schwächeperiode in der Annahme bis 22:18 den Durchgang sicher zum Ausgleich ins Ziel. Noch bis zum 20:19 in Satz drei hielt das Zwischenhoch der Eintracht an. Dann jedoch verloren die Cöhnen-Schützlinge den Faden. "Es gab unnötige Fehler. Die entscheidende Konsequenz hat gefehlt. Außerdem haben wir in Schlüsselszenen mehrfach die falschen Entscheidungen getroffen", stellte Cöhnen nach der Begegnung fest. Zwar hielt seine Mannschaft den letzten Satz noch bis 14:15 offen, dann brachen alle Dämme. "Wir waren am Ende nicht mehr bereit, uns zu bewegen und hart zu arbeiten", beklagte Cöhnen, dessen Schützlinge damit wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt quittieren mussten.

VC Eintracht Geldern: Backus, Höing, M. Verheyen, Herbe, Schepers, A. Verheyen, Gey, Gastens, Schoofs, Kanders.

Quelle: RP
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