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Lokalsport
In der Vogteihalle flossen viele Tränen

Aldekerk/Straelen. Handball-Oberliga der Frauen: TV Aldekerk verabschiedet vor dem Spiel gegen ETuS Wedau Trainer Carsten Hilsemer und sieben Spielerinnen. SV Straelen wird seiner Favoritenrolle in der Solinger Klingenhalle problemlos gerecht.

TV Aldekerk - ETuS Wedau 29:21 (14:10). Vor dem Spiel flossen die Tränen. Gleich sieben Spielerinnen und den Trainer verabschiedete Frauenwart Nils Waltereit vor dem letzten Heimauftritt der Aldekerker Oberliga-Handballerinnen in dieser Saison und wünschte alles Gute für kommende Aufgaben. Dabei kann man vielleicht nachfühlen, wie Lara Bönners sich gefühlt haben muss, die seit Kindertagen die Schuhe für die Grün-Weißen geschnürt hat. Oder Verena Wolf und Sofia Bergmayer, die seit der Jugend für den ATV spielten und das Gesicht der Mannschaft über viele Jahre geprägt haben.

Auf jeden Fall dauerte es einige Zeit, bis die Gastgeberinnen ins Spiel gefunden hatten und den Kampf gegen den ETuS aufnehmen konnten. Nach einer knappen halben Stunde hatten die Aldekerkerinnen ihre Emotionen offenbar unter Kontrolle und zum Pausenpfiff erstmals eine deutliche Führung herauswerfen können. Von da an war es eine klare Sache für den ATV. Sonja Stahlberg war für die verletzte Denise Giesler zwischen die Pfosten gerückt und zeigte eine gute Partie. Zusammen mit ihren Vorderleuten stellte sie die Duisburgerinnen zunehmend für Probleme, die nicht zu lösen waren. Gästetrainer Jörn Jahnsen hatte kurzfristig zwei Routiniers aus dem Ruhestand geholt, doch diese vermeintlichen Trümpfe stachen nicht. Dazu kamen die Aldekerkerinnen gegen eine zunehmend überforderte Gästemannschaft vorne zu leichten Treffern, ohne sportliche Glanzlichter setzen zu müssen. "Ich bin froh und glücklich, dass wir unser letztes Heimspiel gewonnen haben", sagte ATV-Coach Carsten Hilsemer. "Wir wollten uns mit einem Sieg verabschieden, das ist uns gelungen."

HSV Solingen-Gräfrath - SV Straelen 22:34 (11:20). Weder von der Größe der Klingenhalle noch vom Gegner ließen sich die Grün-Gelben am vorletzten Spieltag beeindrucken. Bei der Drittliga-Reserve des HSV Solingen-Gräfrath feierten die Blumenstädter einen souveränen Start-Ziel-Sieg. "Heute haben der erste und der zweite Anzug gepasst", zeigte sich SVS-Coach Harry Mohrhoff nach der über weite Phasen ziemlich einseitigen Partie beim Tabellenelften zufrieden.

Vom Anpfiff an drückten die Gäste der Begegnung ihren Stempel auf. Mit einer aufmerksamen Deckung und zwei ebenso konzentrierten Torhüterinnen zogen die Straelenerinnen dem Gastgeber schnell den Zahn. "Wir haben Kim Spiecker kaum zur Entfaltung kommen lassen und selbst immer wieder gute Lösungen gefunden, um erfolgreich zu sein", kommentierte Mohrhoff eine frühe 6:2-Führung, die schnell auf 11:4 ausgebaut werden konnte. Anschließend gönnte sich die Mannschaft eine kurze Auszeit, die Solingen bis auf 16:11 herankommen ließ. Vier blitzsaubere SVS-Treffer später ging es für Grün-Gelb dann doch mit einer beruhigenden Neun-Tore-Führung in die Kabine (20:11).

Nach Wiederanpfiff hatte das Team von Harry Mohrhoff die Party zu jeder Zeit im Griff. "Mit so einer deutlichen Führung im Rücken kann schon mal das eine oder andere daneben gehen. Unterm Strich haben die Mädels aber durch die Bank einen richtig guten Job gemacht", erlebte Straelens Trainer eine ziemlich entspannte zweite Halbzeit. Der Vorsprung der Blumenstädter pendelte zwischen zwölf (25:15) und sieben Toren (27:20). Spannung wollte da nicht aufkommen. Und große Unzufriedenheit folgerichtig auch nicht. Nach 60 Minuten stand ein ungefährdeter 34:22-Auswärtssieg zu Buche.

"Jetzt freue ich mich aufs Saisonfinale. Gegen die Bergischen Panther erwartet uns und unsere Zuschauer zum Abschluss noch einmal ein echter Leckerbissen", richtet sich der Blick von Harry Mohrhoff bereits auf den kommenden Sonntag (Anwurf 16 Uhr, Stadthalle Straelen).

(CaB/terh)
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