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Handball
Issum strauchelt in Schlussphase - ATV II baut Vorsprung aus

Gelderland. Handball-Landesliga, Männer: Der TV Aldekerk II siegt gegen Dülken. TV Issum leistet sich am Ende zu viele Fehler gegen Dinslaken II.

Gruppe 3: MTV Rheinwacht Dinslaken II - TV Issum 31:28 (15:17). Eine schwache Schlussphase kostete Issums Handballmänner in Dinslaken den Sieg. Fünf Minuten lang, ähnlich wie zu Beginn der Begegnung, gelang dem Team von Trainer Werner Konrads kein Tor, was den Gastgebern die Gelegenheit gab, einen 25:28-Rückstand aufzuholen und in den eigenen Sieg umzumünzen. "Grundsätzlich hat Dinslaken verdient gewonnen", resümierte Konrads später. "Wir waren 60 Minuten lang unter Druck, uns wurde alles abverlangt, und am Ende hat es eben nicht gereicht. Das ist allerdings auch eine Niederlage, mit der wir umgehen können und aus der wir unsere Lehren ziehen werden." Auch wenn die Issumer über weite Strecke insbesondere der zweiten Hälfte führen konnten, stimmte die Abwehrleistung an diesem Abend überhaupt nicht.

"Wir waren von Beginn an nicht kompakt genug", sagte Konrads. Mit 0:4 begann die Partie, ehe Issum endlich ins Spiel hinein gefunden hatte. In der Folge arbeitete sich das Team heran und drehte das Ergebnis bis zur Pause in eine eigene Führung um. Die hielt auch nach dem Seitenwechsel. Mal lag Issum zwei Tore, mal ein Tor vorne. Dinslaken konnte zwar auch ausgleichen, aber nicht mehr selbst führen. Und das trotz enger Manndeckung, mit der Issum aber gut zurecht kam - bis zur Schlussphase. Aus dem eigenen Vorsprung heraus versemmelte der TVI alles, was er noch Richtung gegnerisches Tor brachte. Die Gastgeber hingegen sahen ihre Chance und nutzten sie. "Wir haben, obwohl wir vorne lagen, auch in der zweiten Hälfte keine richtige Stabilität in unser Spiel hineinbekommen und uns deshalb auch nicht weiter abgesetzt", erklärte Konrads.

TVI: F. Senzek, van Leuck, Holsteg - Teuwsen (6), Swyen (5), Kaub (4), Lippkow (3), Hericks (3), M. Leenings (3), Höhner (2), Krahl (2/2), Kluge, Mannke-Reimers, Schmetter.

Gruppe 1: TV Aldekerk II - SG Dülken 25:23 (10:13). Sechs Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze sind zwar noch kein Grund, sich zurückzulehnen, aber auf jeden Fall eine deutliche Ansage an die Konkurrenz. Insbesondere, wenn trotz personeller Schwächung auch noch der zuletzt härteste Verfolger geschlagen wurde. Aldekerks Männer-Reserve ist also derzeit auf dem besten Weg, in die Verbandsliga aufzusteigen.

Das Spiel gegen Dülken allerdings nahm zunächst gar nicht den gewünschten Verlauf. "Ich hatte Lockerheit gefordert und davon erst mal etwas zu viel bekommen", sagte Spielertrainer Nils Wallrath nach dem Sieg dann doch etwas gelassen. Doch erst mal hatten er und sein Team den Schock eines 3:10-Rückstandes zu verdauen. Und das, obwohl Abwehr und Torhüter die gesamte Zeit über gute Leistungen zeigten. Doch vorne lief es nicht bei der ATV-Reserve.

Zu viele Fehler luden Dülken zu Tempogegenstößen ein, die erfolgreich abgeschlossen wurden. "Vor einem Jahr hätten wir ein Spiel mit einem derartigen Rückstand nicht gewonnen", gab Wallrath zu. "Aber die Mannschaft hat psychisch und spielerisch einen Riesenschritt nach vorne gemacht, und das hat sich auch diesmal gezeigt." Denn Aldekerk steckte nicht auf, kämpfte sich während der ersten Hälfte heran und schaffte mit 16:16 nach der Pause erstmals den Ausgleich. "Es war ein schweres und umkämpftes Spiel, aber zu jeder Zeit auf beiden Seiten fair geführt." Und als Sieger hatte Wallrath auch kaum Gründe, sich über die Leistung der Unparteiischen zu beschweren, auch wenn die sicher nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Anfangs waren eher die Aldekerker von zumindest fragwürdigen Entscheidungen betroffen, gegen Ende dann die Gäste. Und das wirkt, verbunden mit der Niederlage, dann meist noch etwas stärker nach. "In Summe gleicht sich sowas meistens aus, aber ich verstehe auch, wenn Dülken hier Grund zum Unmut gefunden hat."

ATV: Zehres, Gashi - Wallrath (7), Tebyl (6), Küsters (4), Greven (3), Köffers (2), Lindner (2), Heimes (1), Ricken, Schoenmakers, G. Schlieder, T. Schlieder, Kuepper.

(stemu)
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