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Jetzt hat's auch den SV Straelen erwischt

Lokalsport: Jetzt hat's auch den SV Straelen erwischt
Wegen einer Verletzung war das Spiel für Lena Linssen nach 35 Minuten beendet. Anschließend lief bei den Gästen aus Straelen kaum noch etwas zusammen. FOTO: Olaf Ostermann
Straelen / Aldekerk. Handball-Oberliga der Frauen: Die Siegesserie ist gerissen. Bei der Turnerschaft St. Tönis hatte der SV Straelen nichts zu bestellen und büßte die Tabellenführung ein. TV Aldekerk wird seiner Favoritenrolle beim Neusser HV gerecht.

Turnerschaft St. Tönis - SV Straelen 38:29 (21:17). Jetzt ist es passiert. Am sechsten Spieltag kassierte der SVS die erste Niederlage und musste den Platz an der Tabellenspitze der Oberliga an Fortuna Düsseldorf abtreten. Beim erwartet starken Gegner aus St. Tönis gab es für die Mannschaft um Trainer Harry Mohrhoff nichts, aber auch gar nichts zu holen. "Wir haben in der Abwehr zu keiner Phase des Spiels Zugriff auf den Gegner bekommen", beklagte der SVS-Coach eine wahre Torflut, die über seine an diesem Tag überforderte Mannschaft hereinbrach. "Wir haben 38 Gegentore kassiert. So lässt sich kein Handballspiel gewinnen", sagte Mohrhoff mit einem Schulterzucken.

In der Anfangsphase gelang es den Grün-Gelben noch, ihre Defizite in der Defensive durch ein ebenso gutes wie effektives Offensivspiel zu kompensieren. "Wenn man jedoch dazu gezwungen ist, immer wieder nachzulegen, kann das über kurz oder lang nicht gut gehen", meinte Straelens Trainer. Dementsprechend setzte sich der Gastgeber Mitte der ersten Halbzeit langsam aber stetig ab und ging schließlich mit einer 21:17-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste, den Angriffswirbel mit einer 5:1-Abwehrformation in den Griff zu bekommen. Eine Maßnahme, deren Wirkung nach dem Anschlusstreffer zum 19:21 jedoch schnell verpuffte. "St. Tönis hat das auch gut gemacht, ist die Nahtstellen extrem gut angegangen", lobte Harry Mohrhoff den Gegner.

Als in Lena Linssen in der 35. Minute dann auch noch einer der Aktivposten im Straelener Spiel verletzt vom Parkett musste, war die Partie schnell gelaufen. "Es fehlte in der zweiten Halbzeit an Alternativen, um der Begegnung noch eine Wende geben zu können", musste der Straelener Coach mit ansehen, wie St. Tönis seinen Vorsprung mit vielen Gegenstößen auf 32:23 ausbaute und den Vorsprung locker über die Zeit brachte. "Diese Niederlage ist kein Beinbruch. Wir solllten dieses Spiel abhaken und es nächste Woche wieder besser machen", sagte Harry Mohrhoff, dessen Enttäuschung sich in Grenzen hielt.

SV Straelen: Kox, Pieper - Fiedler (9), Sewing (8/3), Linssen (5), Heckmanns (3), Geelen (3), Heuvels (1), K. Janssen, Ripkens, Zoé Daguhn, J. Janssen, Maes.

Neusser HV - TV Aldekerk 22:38 (12:17). Am Ende war es dann doch die erwartet glatte Angelegenheit. Die Aldekerker Oberliga-Handballerinnen gewannen ihre Partie am Sonntagabend beim Neusser HV insgesamt ungefährdet und konnten die nächsten zwei Punkte auf der Habenseite verbuchen. Der ATV hat jetzt 8:2-Zähler auf seinem Konto und rückte auf den dritten Platz vor. Die gastgebenden Neusserinnen hatten sich in der ersten Halbzeit noch tapfer gewehrt, doch standen sie gegen einen in Spiellaune agierenden ATV auf verlorenem Posten.

Nach dem 2:0 zum Auftakt übernahmen die Gäste das Kommando. Der NHV kam in der ersten Hälfte beim 8:11 und 10:13 noch zweimal auf drei Tore heran, doch danach war es um das Team vom Rhein geschehen. "Wir haben einige Zeit gebraucht, bis wir die richtige Deckungsformation gefunden hatten", sagte Co-Trainer Georg van Neerven in der Rückschau.

Doch spätestens zu Beginn der zweiten Halbzeit dürfte allen Zuschauern der spätere Sieger der Partie bekannt gewesen sein. Die Aldekerker Deckungsformation stand jetzt wesentlich sicherer als zuvor und machte den Neusserinnen zunehmend das Leben schwer. Ballgewinne in der Abwehr wurden umgehend zu schnellen Gegenstößen und leichten Toren genutzt.

Die junge Neusser Mannschaft versuchte, mit einer kurzen Deckung den Schwung aus dem Aldekerker Spiel zu nehmen, doch hatte der NHV die Rechnung ohne Svenja Rottwinkel gemacht. Sie hatte einen Sahnetag erwischt und konnte in Neuss insgesamt elfmal einnetzen. "In der nächsten Woche kommt mit der Turnerschaft aus St. Tönis sicher ein stärkerer Gegner", sagt van Neerven. "Das war heute eine gute Leistung, sollte aber auch nicht überbewertet werden."

TV Aldekerk: Schindowski, Cengiz - Rottwinkel (11), Kern (5), A. Huppers (5), Heimes (4), F. Huppers (4), Akeredolu (2), Kühn (2), Nagel (2/2), Greverath (1), Beyer (1) und Grützner (1).

(terh/CaB)
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