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Kampfsport
Junger Gelderner boxt sich nach oben

Kampfsport: Junger Gelderner boxt sich nach oben
Ein kampfstarkes Trio: Der 17-jährige Gelderner Sebastian von Hoensbroech mit seinem Trainer Achim Wagener (links) und Betreuer Simon Leurs. FOTO: privat
Geldern. Sebastian von Hoensbroech hat den Lohn für enorm viel Disziplin und Trainingsfleiß geerntet. Der 17-jährige Muay-Thai-Boxer erreichte bei den Deutschen Meisterschaften den dritten Platz. Er steht am Anfang einer erfolgreichen Laufbahn. Von Franziska Müllers

Das Muay-Thai-Boxen ist Sebastian von Hoensbroechs Leben. Der 17-Jährige liebt seinen Sport, für den er auf viel verzichten muss. Training, Disziplin und Vorbereitung auf wichtige Wettkämpfe gehören zum Alltag. Die Mühen lohnen sich, denn der Gelderner wird immer erfolgreicher. Nachdem er im Frühjahr die Landesmeisterschaft gewonnen hatte, stand er jetzt vor dem bisherigen Höhepunkt seiner Karriere.

Mit seinem Trainer Achim Wagener fuhr Sebastian am vergangenen Wochenende nach Lauingen bei München zu den Deutschen Amateur-Meisterschaften der Thaiboxer. Mit seinem Gewicht von 57 Kilogramm trat der junge Gelderner in der Klasse Federgewicht an. Im Vorfeld der Titelkämpfe hatte der Gelderner weitestgehend auf feste Nahrung verzichten müssen. "Ich durfte trinken und musste viel trainieren, damit ich mein Gewicht halten konnte", erklärte er. Sebastian von Hoensbroech bringt für die Kampfsportart einen besonderen Vorteil mit. Der junge Mann ist sehr groß und hat lange Beine. "Deshalb kann ich meine Gegner besonders gut auf Abstand halten", nennt der 17-Jährige einen der Gründe dafür, weshalb er sich bei den Landes-Titelkämpfen gegen alle Kontrahenten behauptet hatte.

In Lauingen traf der Gelderner jetzt auf die Sieger der übrigen Landesverbände. Die Deutsche Meisterschaft wurde in einer großen Halle mit drei Boxringen in der Mitte ausgetragen. "Das Ganze war sehr beeindruckend", sagte von Hoensbroech nach der Rückkehr in der Heimat. Der amtierende Landesmeister schlug sich ausgezeichnet und zählt jetzt endgültig zu den besten Thaiboxern Deutschlands.

"Im ersten Kampf ging die erste Runde zwar klar an meinen Gegner. Doch davon habe ich mich nicht beirren lassen und die folgenden beiden Runden gewonnen. Obwohl mir am Ende fast die Kraft ausgegangen ist", schilderte von Hoensbroech seinen Erfolg. Im nächsten Kampf traf er allerdings auf einen Gegner, der noch frisch war und außerdem 63,5 Kilogramm auf die Waage brachte - die Organisatoren hatten mehrere Gewichtsklassen zusammengelegt. Der Gelderner gab alles, musste sich aber letztlich nach Punkten geschlagen geben. Das Fazit des ehrgeizigen Kampfsportlers, der sich jetzt drittbester Deutscher im Muay-Thai-Boxen nennen darf: "Ich musste viel einstecken, aber ich bin mit mir zufrieden. Ich bin zwar etwas traurig, dass ich nicht Deutscher Meister geworden bin. Aber ich bin 17 Jahre alt und habe noch viel vor mir. In meinem Kopf bin ich der Sieger."

Sebastian von Hoensbroech hat einen dreijährigen Weg hinter sich gebracht - mit Training, Qualifikations-Wettkämpfen und Meisterschaften. Und damit steht der junge Gelderner erst am Anfang einer viel versprechenden Laufbahn. Sein Trainer Achim Wagener: "Man muss das wie eine Ausbildung betrachten. Der dritte Platz bei einer Deutschen Meisterschaft ist eine sehr erfolgreiche Abschlussprüfung. Und später kommt ja vielleicht noch eine Weltmeisterschaft hinzu."

Quelle: RP
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