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"Kings" verpassen königlichen Triumph

Football: "Kings" verpassen königlichen Triumph
Schwerstarbeit hatten die "Kevelaer Kings" im Aufstiegsspiel gegen die "Sauerland Mustangs" zu leisten. FOTO: Evers
Kervenheim. 200 Zuschauer verfolgten das Aufstiegsspiel der Kevelaerer Footballer. Gespielt wurde auf der Sportanlage "Et Everdonk" in Kervenheim. Gegner waren die "Sauerland Mustangs", die schließlich mit 14:0 das klar bessere Ende für sich hatten. Von Per Feldberg

Die äußeren Bedingungen waren perfekt. Sommerliche Temperaturen, ein gut bespielbares Feld, der routinierte Stadionsprecher Johannes Leuth, der fachlich perfekt auch den regelunkundigen Zuschauern die Spielzüge und Schiedsrichter-Entscheidungen detailliert und verständlich erläuterte, und rund 200 Zuschauer, die den Weg zur Sportanlage "Et Everdonk" in Kervenheim gefunden hatten. Besser hätten die Rahmenbedingungen für ein Endspiel um den Aufstieg für die Footballer der "Kevelaer Kings" nicht sein können.

In ihrer dritten Saison hatten die Gastgeber die Möglichkeit, den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt zu machen. Dazu benötigten sie gegen die "Sauerland Mustangs", den aktuellen Tabellenzweiten, einen Sieg mit 14 Punkten Vorsprung. Denn im Hinspiel gab es eine 0:13-Niederlage, bei einem Sieg wäre der direkte Vergleich zwischen den Teams herangezogen worden.

Das Team aus Hagen zeigte sich beim "Warm-up" ebenso motiviert wie die Gastgeber, denn die Ausgangslage war für beide gleich. Ein Sieg gegen die "Kings" bedeutete Platz zwei in der Landesliga Nord hinter dem souveränen Meister "Düsseldorf Bulldozers" und gleichzeitig den Aufstieg.

Nach dem "Coin toss", also dem Münzwurf, der über das erste Angriffsrecht entscheidet, lagen die Gastgeber direkt vorne. Denn sie konnten nach dem "Kick-off", also dem Anstoß durch die Gäste, als erste Mannschaft ihre "Offensive-Line" aufs Feld schicken, um in maximal vier Versuchen den geforderten Raumgewinn von zehn Yards und das damit verbundene weitere Angriffsrecht zu erreichen.

Schon bei den ersten Versuchen wurde deutlich, dass die Verteidigung, die "Defense-Line" der Gäste, einen bärenstarken Tag erwischt hatte. Die Angriffszüge der Gastgeber, egal ob Pass- oder Laufspiel, zeigten zwar gute Ansätze, doch der Abwehr der "Mustangs" gelang es immer wieder, den benötigten Raumgewinn der "Kings" zu verhindern. Zudem überzeugte die Offensive der Gäste. Bereits mit dem ersten Angriffsrecht gelang es den Gästen, die geforderten zehn Yards für einen neuen ersten Versuch zu absolvieren - und das zunehmend häufiger. Und so endete dieser "Drive" schließlich mit einem "Touchdown", dem Erreichen der Endzone, in den Händen eines Angreifers, der sechs Zähler brachte. Den möglichen Zusatzpunkt verwandelte der Kicker der "Mustangs" dann sicher zum 7:0. Im zweiten Viertel neutralisierten sich die Teams. Beide Abwehrreihen verrichteten Schwerstarbeit, um einen "Score" des Gegners zu verhindern. Und das mit Erfolg. Mit einem 0:7-Rückstand gingen die "Kings" in die Pause.

Im dritten "Quarter" konnten die Gäste den Druck immer mehr erhöhen und erzielten mit ihrer Offensive einen weiteren "Touchdown" nebst Extrapunkt zum 0:14. Kevelaers Headcoach René Artz setzte im Schlussviertel alles auf eine Karte. Doch ein Ballverlust im Angriff sorgte für den nächsten "Touchdown" der Sauerländer und somit zur Vorentscheidung. Der anschließende Extrapunkt hatte nur noch statistischen Wert.

Nach dem Schlusspfiff war der Jubel im Lager der "Mustangs" groß, lange Gesichter gab es verständlicherweise auf Seiten der Gastgeber. Schon kurz nach Ende der Partie wusste Artz die Niederlage einzuordnen. "Die Mannschaft kann auf eine tolle Spielzeit zurückblicken. Niemand hätte vor der Saison gedacht, dass wir um den Aufstieg mitspielen werden." Das Team habe eine tolle Entwicklung genommen und sich in der Liga mittlerweile einen Namen gemacht.

"Darauf können wir alle stolz sein. Ein besonderer Dank gilt meinem "Defensive-Coordinator" Stefan Seddig, der mit seinen Jungs in dieser Saison einen herausragenden Job gemacht hat", sagte der Headcoach der "Kevelaer Kings", der sich jetzt mit seinen Footballern auf die neue Saison freut.

Quelle: RP
 
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