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Sportpolitik
KSB-Neubau ist unter Dach und Fach

Geldern. Der Weg für die neue Geschäftsstelle des Kreissportbundes Kleve (KSB) an der Gelderner Landwehr-Sporthalle ist frei. Vertreter des KSB und der Stadt Geldern haben Nutzungsvereinbarungsvertrag unterschrieben. Baubeginn im August. Von Christian Cadel

Bereits im vergangenen Jahr konnte der Kreissportbund Kleve die jahrelange Suche nach einem neuen Standort für die eigene Geschäftsstelle beenden. Gebaut wird sie an der Sporthalle "An der Landwehr" in Geldern. Nun gibt's an der Entscheidung auch nichts mehr zu rütteln. Vertreter des KSB und der Stadt Geldern haben einen 50-jährigen Nutzungsvereinbarungsvertrag unterzeichnet. Am 19. August geht die Halle, zuvor im Besitz des Kreis Kleve, vollständig in den Verantwortungsbereich der Stadt Geldern über. Nur wenige Tage später, am 30. August, soll der Spatenstich für das KSB-Gebäude erfolgen.

Geplant ist ein 330 Quadratmeter großer Komplex, der an die Sporthalle gebaut werden soll. Neben der Geschäftsstelle entstehen zwei Multifunktionsräume. Darin sollen künftig alle Angebote des Kreissportbundes stattfinden. Sportkurse und Qualifizierungsmaßnahmen. Auch als Raum für Vereinssitzungen soll das Gebäude in Zukunft dienen.

"Wir denken da an Vereine, die keine Möglichkeit haben, ihre Versammlungen in geeigneten Räumen abzuhalten", sagt Lutz Stermann, Vorsitzender des KSB. "Das Gelände an der Sporthalle "An der Landwehr" ist für uns auch optimal. Insgesamt werden alle Gelderner Vereine entlastet", sagt er. Nachteile würden für die Gelderner Clubs nicht entstehen, so Stermann. "Ängste braucht niemand zu haben. Wir wollen keine Konkurrenz zu anderen Vereinen sein. Schließlich entsteht bald ein sportlicher Mehrraum für ganz Geldern."

Da dem KSB dann eigene Räume zur Verfügung stehen, seien die Sporthallen, die der Kreissportbund zu bestimmten Zeiten für seine Zwecke benutzt hat, frei. Denn auch die Angebote des Sportbildungswerkes sollen künftig im neuen Gebäudekomplex stattfinden.

Auch Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser sieht nur Vorteile: "Für Geldern ist das eine super Sache. Wir freuen uns, dass der KSB nach Geldern kommt. Dadurch entsteht ein neues Angebot in unserer Stadt." Nun müsse nur noch der offizielle Bauantrag gestellt werden. Alle Beteiligten sagen allerdings, dass die Bearbeitung lediglich Formsache sei.

Insgesamt - so der Plan - wird der Bau des Gebäudes eine Million Euro verschlingen. "600.000 Euro werden über einen Kredit bei der NRW.Bank finanziert. Die NRW-Landesregierung fungiert als Bürge. 300.000 Euro finanziert das Bildungswerk NRW über einen langfristigen Mietvertrag. Die restlichen 100.000 Euro werden vom KSB Kleve finanziert über Einnahmen aus Qualifizierungsmaßnahmen und eigenem Vermögen", rechnet Stermann vor. Auch das Problem mit dem nötigen Parkraum sei gelöst. "Rund 55 Stellplätze stehen für die Sporthalle und den neuen KSB-Bau zur Verfügung", sagt Markus Sommer von der Stadt Geldern.

Wenn im August der Spatenstich gesetzt ist, soll der Rohbau relativ zügig hochgezogen werden. KSB und Stadt Geldern hoffen, dass das noch vor dem Wintereinbruch der Fall sein wird. Geplante Eröffnung des neuen Gebäudekomplexes soll im Mai 2017 sein. Zuvor wird noch geklärt, wie die beiden Multifunktionsräume (180 und 140 Quadratmeter) genutzt werden können. Dazu soll es im September eine Sitzung mit dem Stadtsportverband Geldern geben, bei der die Fragen, wer wann wohin geht, erörtert werden.

Mit der geplanten Eröffnung der neuen Geschäftsstelle geht dann auch eine kleine Ära zu Ende. Schließlich war der Kreissportbund seit rund 70 Jahren in Kevelaer beheimatet. Bis 2007 gab es eine ehrenamtliche Geschäftsstelle bei Familie Probst in Kevelaer. Danach wurde das Ganze auf hauptamtliche Beine gestellt. Räumlichkeiten in Winnekendonk wurden bezogen. Jetzt ist der Kreissportbund in Geldern zu Hause.

Quelle: RP
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