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Leichtathletik
Läufer-Szene trifft sich in Wachtendonk

Wachtendonk. Am Sonntag ab 14 Uhr ist es wieder soweit. Die "NiersRunners" veranstalten den 14. Sparkassen-Stadtlauf rund um den Friedensplatz. Organisiert wurde das Spektakel von einem neuen Team, das im Vorfeld viele Arbeiten zu erledigen hatte. Von Christian Cadel

Nur noch wenige Stunden und das kleine historische Wachtendonk platzt mal wieder aus allen Nähten. Am morgigen Sonntag veranstaltet der Laufverein "NiersRunners" die mittlerweile 14. Ausgabe des Wachtendonker Sparkassen-Stadtlaufs rund um den Friedensplatz.

Nach dem offiziellen Meldeschluss stehen derzeit 412 Teilnehmer in den Starterlisten der insgesamt fünf Läufe. Nachmeldungen sind bis 30 Minuten vor den jeweiligen Starts aber noch möglich. Daher wird die Zahl wohl noch um einiges steigen. "Traditionell haben wir immer so zwischen 150 und 180 Nachmeldungen", sagt Rainer Faulstich, der als Zuständiger für Öffentlichkeitsarbeit Teil des neuen Organisationsteams ist. Er sowie "Teamchef" Dieter Wies, bei dem alle Fäden zusammenlaufen, Matthias Geiger und Josef Goetzens - beide sind zuständig für Infrastruktur, Technik, Absperrungen und Sicherheit an der Strecke - sowie Peter Luyven, der als langjähriger Organisator das nötige Know-How als Berater einbringt, haben den Lauf auf die Beine gestellt.

So knüpfte das Team an die vergangenen Jahre an, verteilte die Organisationsarbeit aber auf mehrere Schultern. "Hut ab vor Peter Luyvens Arbeit, die er in den vergangenen Jahren gemacht hat", sagt Faulstich. Und da die Arbeit eben sehr zeitintensiv ist, stand der Stadtlauf zuletzt sogar auf der Kippe.

Der Zuspruch der Läufer und Zuschauer war aber so groß, dass sich die "NiersRunners" überlegten, wie man den Lauf zukünftig stemmen könne. Ein neues Orga-Team bildete sich, und dann ging es auch gleich schon los. "Direkt nach dem Lauf im vergangenen Jahr haben wir angefangen, die diesjährige Ausgabe zu planen. Wir haben eine Checkliste, die es schon unter Peter Luyven gab, und arbeiten sie Schritt für Schritt ab", erklärt Faulstich. Sein Kollege Matthias Geiger ergänzt: "Schließlich sind viele Dinge zu beachten. So müssen wir beispielsweise klären, an welchen Stellen Streckenposten stehen sollen und wo die Versorgungsstände aufgebaut werden." Vor allem der Kontakt zur Gemeinde Wachtendonk und zum örtlichen Bauhof sei wichtig, um für Sicherheit und Ordnung sorgen zu können.

Alle Orga-Teammitglieder haben sich zudem dazu "verpflichtet", auf Sponsorensuche zu gehen, denn ohne Unterstützung von örtlichen Betrieben und Geschäften sowie der Sparkasse und der Stadtwerke Krefeld wäre das Event nicht zu stemmen. "Das Spannende ist, dass jetzt, wenige Tage vorher, viel Dynamik ins Spiel gekommen ist", sagt Geiger. Vorher sei alles auf dem Papier geplant worden, viele Telefonate wurden geführt, viele E-Mails verschickt. Zudem wurden viele Flyer verteilt - auch in den örtlichen Schulen. Denn Kinder werden den größten Teil des Teilnehmerfeldes ausmachen.

Spätestens morgen wird sich zeigen, ob die Arbeit der vergangenen Monate fruchtet. Jedenfalls hat das neue Team auch abseits des Laufes für einen neuen Schwung gesorgt. "Wir waren der Meinung, dass wir den Helfern etwas zurückgeben sollten", sagt Geiger. Daher veranstaltete man Ende Juni eine große Helferfete, die auch gut ankam.

Wichtig ist den Organisatoren, dass der Lauf weiterhin seinen familiären Charakter behält. "Wir handeln nach dem Motto: Von Läufern für Läufern", sagt Faulstich, der selbst die fünf Kilometer lange Strecke in Angriff nehmen wird. Zudem soll auch die Gemeinde weiterhin profitieren. "Der Lauf sorgt für Spaß für die ganze Familie und Förderung von Kindern. Außerdem spenden wir auch immer einen bestimmten Betrag", erklärt Faulstich. Dieser Betrag wird durch nicht zurückgegebene Startnummern, die einen Zeitchip integriert haben und auf denen ein Pfand von zwei Euro liegt, generiert. Wer morgen also sein Pfand nicht einlöst, tut gleichzeitig etwas Gutes. Ein Teil der anderen Gewinne kommt dem Verein zu Gute, beispielsweise für die Anschaffung neuer Trikots, um den Club auch bei nationalen Läufen sichtbar zu repräsentieren.

Etwas Sorgen haben die Organisatoren aber. In Wachtendonk gibt es derzeit einige Baustellen. Zudem werden Glasfaserkabel verlegt. "Wir mussten etwas umplanen, was die Strecke angeht", sagt Geiger. Das habe aber keinen Einfluss auf die Streckenlänge. Die Distanzen sind offiziell und genau abgemessen. In diesem Jahr wird es neben den etablierten Wertungsklassen auch eine Kreismeisterschaft geben, was mehr Teilnehmer anlocken dürfte. Auch neue Stadtmeister werden ermittelt. Insgesamt werden 70 Preise verteilt, darunter den für die teilnehmerstärkste Schulklasse. Moderator ist Ferdi van Heukelum.

Bleibt also festzuhalten: Die Startschüsse können fallen. Auch das Orga-Team und die Helfer sind gewappnet.

Quelle: RP
 
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