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Lea Halmans verabschiedet sich mit Bronze in die Vereinigten Staaten

Lokalsport: Lea Halmans verabschiedet sich mit Bronze in die Vereinigten Staaten
Bronze macht glücklich: Die Kevelaerer Weitspringerin Lea Halmans präsentiert ihre DM-Medaille. FOTO: Wolfgang Birkenstock
Kevelaer/Sonsbeck. 6,13 Meter haben Lea Halmans eine Bronzemedaille beschert. Exakt mit diesem Resultat wurde die Leichtathletin des SV Sonsbeck bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft im Ulmer Donaustadion Dritte im Weitsprung der U20-Klasse. Der Jubel über diesen weiten Satz war bei der Sportlerin aus Kevelaer und Trainer Werner Riedel natürlich riesig. Rund sechs Stunden zuvor hatte sich Halmans noch in einem Stimmungsloch befunden. Der Hochsprung lief so gar nicht wie erhofft. Von Rene Putjus

Ihr großer DM-Wettkampftag begann mit einer Enttäuschung. Im Hochsprung hatte sie wie schon bei der NRW-Meisterschaft Probleme. "Lea lief in den Wind rein. Das machte es für sie sehr schwer, damit die Schritte genau passen", sagte Riedel. Die 1,60 Meter und 1,65 Meter meisterte die Sportlerin aus Kevelaer jeweils im ersten Versuch. Bei der nächsten Höhe war dann aber bereits Schluss. Die 1,74 Meter waren diesmal nicht drin. "Lea kam nicht in den Wettkampf rein", so Riedel. Am Ende stand der enttäuschende siebte Platz zu Buche. Selbstzweifel kamen bei der jungen Athletin auf. Ihr erfahrener Coach musste Aufbauarbeit leisten. Er redete auf sie ein, den Kopf nicht hängen zu lassen. "Grübeln hilft in dieser Situation nicht weiter." Und schließlich stand ja am Abend noch der zweite persönliche DM-Höhepunkt an. Riedel: "Lea ist eine Kämpfernatur. Sie sollte man nie abschreiben." Gleich nach dem ersten Sprung in die Sandgrube kam die Gewissheit zurück, dass der Tag doch ein versöhnliches Ende nehmen könnte. 5,74 Meter im ersten Versuch folgten 5,88 Meter im zweiten. Der Endkampf war erreicht. Sprung Nummer drei war 5,75 Meter weit. Dann ging's sogar auf 5,97 Meter. Der fünfte Versuch war ungültig. Doch die U20-Mehrkämpferin hatte ein gutes Gefühl. Und tatsächlich gab's noch "den Knaller", wie es Riedel später formulierte.

Vor dem letzten Satz verlegte Halmans den Anlauf um eine Fußlänge nach hinten - eine richtige Entscheidung. Millimeter genau traf sie den Balken. Auf der Tribüne war sich Riedel sofort sicher: Das war eine neue Bestweite. Die Kampfrichterin schaute ganz genau auf den Kontrollstreifen. Und dann hob sie endlich die weiße Fahne. 6,13 Meter. Die SVS-Athletin verdrängte Malina Reichert (Hamburger SV) und schob sich auf Rang drei vor. Weil der Konter der Konkurrentin erfolglos blieb, ging das Edelmetall an Lea Halmans. Coach und Athletin fielen sich in die Arme. Die Bronzemedaille war eine Art Abschiedsgeschenk an den Trainerfuchs. Die Mehrkämpferin aus Kevelaer bricht noch in diesem Monat für ein Auslandssemester in die USA auf.

Greta Heine, Halmans Trainingskollegin, verpasste in Ulm über die 100m-Hürden der U20-Klasse den Zwischenlauf. Sie wurde im zweiten Vorlauf Fünfte mit 15,29 Sekunden. Heine kam gut aus dem Startblock, blieb dann aber in der dritten Hürde hängen. "Das brachte sie aus dem Tritt", sagte Riedel.

Quelle: RP
 
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