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Leichtathletik
LLG Kevelaer begrüßt Marathon-Dinos

Leichtathletik: LLG Kevelaer begrüßt Marathon-Dinos
Wer sich schon im Januar als "Finisher" feiern lassen möchte, sollte nach Kevelaer kommen. Viele Langstreckler, die zum Teil auch aus dem Ausland anreisen, wissen die idyllische Atmosphäre seit Jahren zu schätzen. FOTO: Siegfried Wensierski
Kevelaer. Deutschlands erster Marathonlauf im neuen Jahr hat sich seit 2003 zu einem Dauer(b)renner entwickelt. Rund 400 Langstreckler werden am 11. Januar die 42,195 Kilometer lange Distanz rund um Twisteden zurücklegen. Von Volker Himmelberg

Zwei Siegerpokale können die Verantwortlichen der LLG Kevelaer schon einmal im Vorfeld gravieren lassen. Denn wenn am Sonntag, 11. Januar, im Sportpark Twisteden die mittlerweile 13. Auflage des ersten Marathonlaufs im neuen Jahr in Deutschland gestartet wird, sind zwei "Dinos" der Szene garantiert wieder dabei. Horst Preisler vom LAV Hamburg-Nord ("M 80") und die Berlinerin Sigrid Eichner ("W 75") gehörten wie in jedem Jahr zu den ersten Langstrecklern, die sich in die Starterliste eingetragen haben - die beiden überaus rüstigen Senioren sind in ihren Altersklassen ohne Konkurrenz.

Stand gestern haben sich bereits 208 Ausdauersportler für die beliebte Veranstaltung angemeldet, die am Niederrhein die 42,195 Kilometer lange Distanz zurücklegen und sich im Ziel als "Finisher" feiern lassen möchten. Die Organisatoren sind zuversichtlich, diesmal wieder die Marke von 400 Startern knacken zu können. "Vieles hängt natürlich vom Wetter ab, da sich einige Läufer und Läuferinnen aus der Umgebung erst zu Beginn des Jahres für einen Start entscheiden. Doch im Vorfeld ist die Resonanz sehr erfreulich", sagt LLG-Vorstandsmitglied Thomas Rauers.

Die kleine, aber feine Langlauf-Gemeinschaft aus Kevelaer macht erneut aus der Not eine Tugend. Wie in jedem Jahr erkunden die Langstreckler den Niederrhein auf einem sechs Kilometer langen Rundkurs um Twisteden, der siebenmal absolviert werden muss - die restlichen 195 Meter führen direkt zu den Umkleidekabinen. "Auf diese Weise können wir genügend Streckenposten stellen, wobei wir auch so schon auf die Unterstützung von Freunden angewiesen sind", erklärt Rauers. Die Strecke ist so ländlich gelegen, dass für die Dauer der Veranstaltung lediglich zwei kleine Durchgangsstraßen gesperrt werden müssen.

Viele Läufer und Läuferinnen, die Jahr für Jahr nach Kevelaer kommen, wissen gerade diese idyllische Atmosphäre zu schätzen. Rauers: "Wir wollen und können natürlich nicht mit den großen Städtemarathons konkurrieren. Aber viele Sportler kommen jedes Jahr zu uns, da sie hier ganz entspannt und in Ruhe laufen können."

Übrigens darf sich auch das Kevelaerer Verkehrsbüro bei den örtlichen Langlauffreunden bedanken. Denn ein Blick auf die Teilnehmerliste macht deutlich, dass der Marathonlauf auch das Tourismusgeschäft belebt. Wer aus dem hohen Norden, Bayern oder Belgien anreist, wird sich in der Regel in der Marienstadt noch etwas von der getanen Laufarbeit erholen. "Wir hatten in der Vergangenheit beispielsweise auch schon Starter aus England, Irland und Italien", erzählt Rauers.

Trotz des ungewöhnlichen Termins konnte der Kevelaer-Marathon bislang noch in jedem Jahr plangemäß über die Bühne gehen. Lediglich vor fünf Jahren wurde es etwas eng, als gerade noch rechtzeitig Tauwetter einsetzte. So bereitet die "13" Rauers und den übrigen Marathon-Machern kein Kopfzerbrechen: "Wir setzen auf sonniges Winterwetter."

Quelle: RP
 
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