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Meister TV Aldekerk ist nicht am Ziel

Lokalsport: Meister TV Aldekerk ist nicht am Ziel
Die Meistermannschaft des TV Aldekerk ist bereit für den Aufstieg in die Dritte Liga: Tugce Cengiz, Fabienne Huppers, Pia Rütten, Melanie Schindowski, Bernadette Steller, Lea Bleckmann, Jana Grützner, Pia Kühn, Maike Kern und Lena Nagel (hintere Reihe von links); Jessica Benninghoff, Angelina Huppers, Lena Heimes, Lisa Beyer und Svenja Rottwinkwel (vorne von links). FOTO: Roland Beyer
Aldekerk/Straelen. Handball-Oberliga der Frauen: Die Grün-Weißen feierten am Samstagabend nach dem 26:22-Erfolg beim TV Walsum-Aldenrade den Titelgewinn. In den beiden Aufstiegsspielen zur Dritten Liga trifft die Mannschaft auf den TSV Bonn.

TV Walsum-Aldenrade - TV Aldekerk 22:26 (10:16). Schon vor dem Schlusspfiff gab es auf der Aldekerker Bank kein Halten mehr. Die Spielerinnen feierten sich und den Niederrheinmeistertitel, der mit dem ungefährdeten Sieg in Walsum drei Spieltage vor Saisonschluss endgültig festgezurrt wurde. Auch die mitgereisten Fans ließen ihr Team hochleben und bejubelten lautstark die Spielerinnen. "Die Mannschaft hat sich vollkommen zu Recht für eine gute Saison belohnt. Jetzt feiern wir die Meisterschaft, sind aber noch nicht am Ziel", sagte Trainerin Dagmara Kowalska.

Maike Kern eröffnete mit einem wuchtigen Wurf den Torreigen und drückte fortan der ersten Hälfte ihren Stempel auf. Sie war spielbestimmende Spielerin und maßgeblich an der deutlichen Pausenführung der Grün-Weißen beteiligt. Acht ihrer insgesamt neun Treffer warf die Rückraumschützin im ersten Abschnitt. Angeführt von Lisa Beyer warteten die Gäste außerdem mit einer massiven Deckung in der Halle am Driesenbusch auf, die sich einmal mehr als Garant des Erfolges erweisen sollte. Walsum kam im ersten Durchgang nur zu zehn Treffern und geriet folgerichtig früh ins Hintertreffen.

Zwar kamen die Gastgeberinnen, die sich nach Kräften zur Wehr setzten, in der zweiten Halbzeit noch einmal heran. Doch von einer Aufholjagd konnte keine Rede sein. Bevor es eng werden konnte, schickte Kowalska wieder ihre Startformation aufs Feld, die den Sieg problemlos über die Runden brachte.

Nach der Meisterfeier kann sich der TV Aldekerk jetzt in Ruhe auf die Relegation zur Dritten Liga vorbereiten. Die Mannschaft bekommt es am 30. April sowie am 7. oder 8. Mai mit dem TSV Bonn zu tun, der seinen knappen Vorsprung in der Oberliga Mittelrhein über die Ziellinie brachte. TV Aldekerk: Schindowski, Steller, Cengiz - Kern (9), Heimes (5), Rottwinkel (4), F. Huppers (4), Nagel (1), A. Huppers (1), Bleckmann (1), Benninghoff (1), Beyer, Grützner, Kühn.

Mettmann Sport - SV Straelen 29:37 (16:19). Die Grün-Gelben halten Kurs auf Tabellenplatz vier. In Mettmann gaben sich die Gäste in einer temporeichen und von den Offensivreihen dominierten Partie dank einer bärenstarken Schlussphase keine Blöße. "Der Hallensprecher kam zum Teil gar nicht mit, so schnell ging es hin und her", sagte SVS-Coach Harry Mohrhoff, der dem Spektakel trotz des am Ende deutlichen Sieges nicht nur Positives abgewinnen konnte. "Wir haben in dieser Saison schon besser in der Abwehr gestanden. Ich glaube, meine Spielerinnen haben den Gegner ein wenig zu locker genommen. Der Schuss hätte auch nach hinten losgehen können."

Ging er aber nicht, auch weil die Grün-Gelben einen Blitzstart hinlegten und schnell mit 5:1 in Führung lagen. Mettmann, das den einen oder anderen Punkt im Abstiegskampf noch gut gebrauchen kann, ließ sich davon aber wenig beeindrucken. Angeführt von Clara Beckmann ließen sich die Gastgeberinnen nicht abschütteln (4:7, 9:11, 14:15). Da half es auch nicht, dass Straelens Lena Linssen ebenfalls einen Sahnetag erwischt hatte - zwölf ihrer insgesamt 13 Wurfversuche fanden den Weg ins Tor. Sie bekam ebenso wie Katrin Geelen (sieben Treffer) ein Sonderlob von Harry Mohrhoff: "Die beiden haben sich vorne richtig reingehängt, sind mutig dahin gegangen, wo es auch schon mal wehtut." Beim Spielstand von 19:16 für den SV Straelen ging es in die Kabinen. Und in Halbzeit zwei ging es in ähnlicher Manier weiter. Straelen legte vor, Mettmann zog nach. Bis Clara Beckmann in der 54. Minute wegen ihrer dritten Zeitstrafe das Feld verlassen musste. "Das war die Schlüsselszene. Bis dahin war ich mir nicht sicher, ob wir das Spiel gewinnen", sagte Harry Mohrhoff. Es folgte ein großartiger Endspurt der Grün-Gelben, die schließlich mit 37:29 die Nase vorn hatten.

SV Straelen: Pieper, Heines - Linssen (12), Geelen (7), Sewing (6), Fiedler (3), Heuvels (3), Zoé Daguhn (2), Heckmanns (2), K. Janssen (1), Ripkens, van Bebber, J. Janssen, Maes.

(CaB/terh)
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