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Sportschießen
Meisterschütze Sergey Richter bringt die Halle zum Toben

Kevelaer. In der Luftgewehr-Bundesliga sind zwar ausschließlich Sportler im Einsatz, die eimerweise Zielwasser getrunken haben. Doch was sich am Samstag im hessischen Niederaula abspielte, hat absoluten Seltenheitswert. 400 von 400 möglichen Ringen - mit diesem Kunststück brachte der Israeli Sergey Richter, Nummer eins der Schieß-Sport-Gemeinschaft (SSG) Kevelaer, die komplette Halle zum Toben. "Fans und Sportler aller Vereine haben begeistert gejubelt, als die 400 auf der Anzeigetafel aufleuchtete", sagte SSG-Sprecherin Nicole Bollen. Trotz der exzellenten Vorstellung ihres Spitzenschützen musste die Kevelaerer Auswahl am Ende einen weiteren Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. Denn im Duell mit der Mannschaft des Gastgebers SG 1920 Mengshausen entschied ansonsten nur Katharina Kösters den direkten Vergleich für sich (392:391), während Alexander Thomas, Jana Erstfeld und Josefin Weber jeweils das Nachsehen hatten. Von Volker Himmelberg

Am Sonntag hatte der von Rudi Joosten trainierte Bundesligist vom Niederrhein dann endlich Grund zum Jubeln. Im wichtigen Kellerduell gegen den BSV Buer-Bülse gelang ein ungefährdeter 5:0-Erfolg, mit dem sich die SSG Kevelaer am vorletzten Wettkampf-Wochenende auf den rettenden achten Tabellenplatz der Bundesliga Nord verbesserte.

Großen Anteil daran hatte erneut Sergey Richter. Diesmal erzielte der 26-Jährige 399 Ringe und entschied damit das Duell gegen den Ungarn István Péni (397) für sich. Außerdem ließen Josefin Weber (392 Ringe), Alexander Thomas (390) und Katharina Kösters (387) nichts anbrennen. Nach einem 389:389 setzte Jana Erstfeld mit einem erfolgreichen Stechschießen den Schlusspunkt.

Im Saisonfinale bekommt es die SSG Kevelaer am Wochenende, 16. und 17. Januar, in Paderborn mit den Mannschaften des aktuellen Spitzenreiters St. Hubertus Elsen und des Tabellennachbarn SG Hamm zu tun.

Quelle: RP
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