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Marathon
Neue Strecke für LLG-Marathon

Marathon: Neue Strecke für LLG-Marathon
Bisher ging es beim LLG-Marathon bei Wind und Wetter über teils unbefestigte Wege quer durch die Schravelener Heide. Jetzt wird der Wintermarathon nach Twistenden verlegt. FOTO: Venn
Twisteden . Wegen Platzmangels und Wartelisten wird die Kevelaerer Laufveranstaltung örtlich verlegt. Der im Winter zum elften Mal stattfindende Marathon startet dieses Jahr zum ersten Mal ab dem Vereinsgelände des DJK Twisteden. Von Christina Wagemanns

Bei klirrender Kälte, teilweise auch mit reichlich Schnee, kämpfen seit mittlerweile zehn Jahren rund 400 Athleten immer wieder im Januar um den Sieg beim LLG-Marathon und somit um die erste Jahresbestzeit. Auf gefrorenem Boden ging es bisher in sieben Runden durch die Schravelener Heide rund um die Jugendherberge. Zur elften Auflage am 6. Januar 2013 wird die Keveleaerer Laufveranstaltung nun wegen Platzmangels nach Twisteden verlegt.

"Die Veranstaltung ist in den vergangenen Jahren so gewachsen, dass wir die Teilnehmer nicht mehr in der Schravelener Jugendherberge unterbringen können", erläutert Thomas Rauers vom LLG Laufsport Kevelaer. "Dort haben wir uns zwar immer sehr wohlgefühlt, doch nun ist es zu eng geworden." Bisher hatten die Veranstalter in den vergangenen Jahren die Teilnehmerzahl auf 400 beschränkt. Zudem gab es lange Wartelisten für Nachrücker. Bereits Monate vor der eigentlichen Veranstaltung war das Limit erreicht, es folgte eine rege und arbeitsintensive Tauschbörse.

Bei der elften Auflage soll nun jeder die Möglichkeit haben, am Marathon teilzunehmen. Dafür bietet die Klubanlage des DJK Twisteden am Beetenackerweg beste Voraussetzungen. "Hier haben die Athleten genügend Umkleide- und Duschmöglichkeiten und der nahe gelegene Freizeitpark Irrland besitzt zudem rund 2000 Parkplätze", zählt Rauers auf.

Darüber hinaus bietet die neue Strecke komplett asphaltierte Wege, die gerade im Winter einfacher präpariert werden können. In der Schravelener Heide hingegen "war es bei Frost sehr aufwendig, die teils unbefestigten Wege freizuräumen", erläutert Rauers. Vor allem im Januar 2011, nachdem es wochenlang kräftig geschneit hatte. Bis einen Tag vorher waren die Veranstalter nicht sicher, ob sie trotz des Schnees den Marathon starten konnten. "Doch genau zur rechten Zeit fing es dann schließlich doch noch an zu tauen", erinnert sich Rauers. "Es war allerdings sehr schlammig."

Doch das macht den Athleten wenig aus. Wer beim Kevelaerer Wintermarathon mitmacht, der ist wirklich hartgesotten. "Dort gehen nur Läufer an den Start, die zu jeder Jahreszeit trainieren", sagt Rauers. "Schönwetterläufer sind nicht gerade unsere Zielgruppe." Zwar versuche niemand zu dieser Jahreszeit seine Bestzeit zu laufen, doch die Veranstaltung ist für viele eine Vorbereitung auf die Frühjahrsveranstaltungen.

Die Teilnehmer des LLG-Marathons stammen dabei aus ganz Deutschland. "Bei uns starten Athleten etwa aus Hamburg, Berlin und Stuttgart", sagt Rauers. Zudem hat die Veranstaltung ihre treuen Wegbegleiter. "15 Athleten sind seit der ersten Auflage dabei", sagt Rauers. "Sie haben keinen Lauf verpasst."

Der Kevelaerer Marathon hat mittlerweile Kult-Charakter – auch wenn er, oder gerade, weil er im Winter stattfindet. "Wir haben vor elf Jahren den Termin gewählt, da zu Jahresbeginn nichts anderes stattfindet", erläutert Rauers. "Wir sind nur ein kleiner Lauf und könnten uns nicht mit den Großveranstaltungen messen." Durch das aufgehobene Starterlimit hofft Rauers für 2013 nun auf 500 Teilnehmer.

Quelle: RP
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