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Leichtathletik
Neuer Teilnehmerrekord beim Stadtlauf

Wachtendonk. 559 Athleten machten beim 14. Sparkassen-Stadtlauf in Wachtendonk mit. Die alte Marke wurde ganz knapp überboten. David Helmes gewinnt den 10.000-Meter-Hauptlauf. Rick Verherstraeten wird Zweiter und siegt über die halbe Distanz. Von Christian Cadel

Am Ende wurde es knapp, doch beim 14. Sparkassen-Stadtlauf in Wachtendonk konnte in diesem Jahr der alte Teilnehmerrekord, der bei 557 Athleten lag, hauchdünn überboten werden. Genau 559 Läufer kamen, um ihre Runden durch den historischen Ortskern rund um den Friedensplatz zu drehen. Rainer Faulstich, Mitglied im neuen Organisationsteam, strahlte über beide Ohren. "Es ist einfach klasse, was hier gerade los ist", sagte er. Die intensive Arbeit des Orga-Teams um Faulstich, Josef Goetzens, Matthias Geiger, Dieter Wies und Peter Luyven hatte sich bezahlt gemacht.

Der Stress der vergangenen Wochen fiel merklich ab, als ein Teil der Truppe nach den Läufen gemütlich am Getränkestand stand, um ein Fazit zu ziehen. "Das war eine rundum gelungene Sache", sagte Luyven. "Auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde war super." Kollege Faulstich ergänzte: "Wie gut das hier angekommen ist, merkt man auch am Konsum. Würstchen und Wasser waren weg."

Dass der Sparkassen-Stadtlauf wieder so erfolgreich werden konnte, lag vor allem am engagierten Einsatz vieler Helfer im Hintergrund. Neben den Mitgliedern des ausrichtenden Laufvereins "NiersRunners" aus Wachtendonk halfen auch Sponsoren, Bürger sowie Mitglieder anderer Vereine, damit alles reibungslos ablaufen konnte. Selbst das aktuelle Baustellen-Problem konnte erfolgreich angegangen werden. "Mit den Baustellen hat alles geklappt", sagte Faulstich. Luyven fügte hinzu: Das lag auch an der Mithilfe unseres Bürgermeisters." So war also alles angerichtet für die 559 Läufer. Den Anfang machten die Schüler über 500 sowie 1500 Meter. Die örtlichen Schulen hatten sich teilweise klassenweise angemeldet, um dabei zu sein. Auch der Bambini-Lauf avancierte zum Riesenerfolg - für Kinder und Zuschauer. Dass einige beim Laufen Tränen verflossen, lag sicherlich nur daran, dass sie die tolle Atmosphäre etwas überforderte.

Der Fokus der gesamten Veranstaltung lag aber vor allem auf den beiden Erwachsenen-Läufen. Über die 5.000 Meter entwickelte sich mit zunehmender Dauer ein Zweikampf zwischen dem Belgier Rick Verherstraeten und Bastian Nitz vom TV Voerde. Am Ende kam Verherstraeten mit einem komfortablen Zeitpolster von 25 Sekunden (17:22 Minuten) über die Ziellinie und verwies seinen Verfolger auf Platz zwei. Dritter wurde mit deutlichem Abstand Tobias Schmidt vom TV Jahn Hiesfeld. Schnellste Frau über die fünf Kilometer lange Strecke war Nadine Schreurs mit einer Zeit von 21:56 Minuten. Sie sicherte sich gleichzeitig den Stadtmeister-Titel. Bei den Männern errang diesen Titel ausgerechnet Orga-Teammitglied Rainer Faulstich, der es sich nicht nehmen ließ, mitzulaufen. Er kam nach 20:57 Minuten als Neunter ins Ziel. Über die doppelte Distanz war der Sieger ebenfalls schnell ausgemacht.

David Helmes (LV Marathon Kleve) siegte in einer Zeit von 37:55 Minuten vor Rick Verherstraeten, der auch über die 10.000 Meter antrat und in 38:16 Minuten Zweiter wurde. "Die Konkurrenz war immer dran, aber ich bin einfach mein Rennen gelaufen. Es hat Spaß gemacht", sagte Helmes, der gleichzeitig Kreismeister wurde. Vorjahressieger Verherstraeten sagte im Ziel: "Ein Freund meines Vaters wohnt hier. Ihn besuchen wir einmal im Jahr. Und dann laufe ich auch immer mit. Mein Ziel war es, unter 40 Minuten zu bleiben, und das habe ich auch geschafft."

Kreismeisterin wurde Nina Pellens vom SV Straelen, die nach 42:49 Minuten im Ziel war. Auch über die 10.000 Meter wurden gleichzeitig neue Stadtmeister ermittelt. Den Titel bei den Männern holte sich Chris Feegers (38:30). Nadine Schreurs erlief sich auch noch den zweiten Stadtmeistertitel, nachdem sie nach 45:27 Minuten die Ziellinie überquert hatte.

Viele nutzten die beiden Strecken aber auch als Training. So wie einige Läufer des SV Straelen. "Wir gehen es diesmal etwas moderater an und holen uns noch etwas Tempohärte, ehe wir beim Jungfrau-Marathon an den Start gehen", sagte Ekki Friedrich, der die 10.000 Meter in 46:15 Minuten absolvierte.

Bleibt festzuhalten: Die Läufe haben Zuschauer und Teilnehmer gleichermaßen begeistert, die örtliche Eisdiele dürfte Rekordumsätze gefeiert haben und das Rahmenprogramm mit Hüpfburg, Schminkstand sowie einem Tanzauftritt einer Turngruppe des TSV Wachtendonk-Wankum stimmte. Das Wichtigste war aber, dass alles reibungslos ablaufen konnte. Einer weiteren Ausgabe im kommenden Jahr steht also nichts im Wege.

Quelle: RP
 
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