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Badminton
Neues Trainingskonzept soll bald Früchte tragen

Badminton: Neues Trainingskonzept soll bald Früchte tragen
Konzentrierter Blick: Jessica Wolff ist Mitglied in der neu geschaffenen Seniorenmannschaft. FOTO: Markus van Offern
Straelen. Seit kurzem trainieren die Badminton-Teams des SV Straelen mit einer Ballmaschine. Erfolge sind sichtbar. Noch läuft aber nicht alles rund. Von Christian Cadel

Badminton ist eine der schnellsten Ballsportarten der Welt. Mit über hundert Stundenkilometer werden Bälle über die Netze gejagt. Auch beim SV Straelen ist das so.

Seit kurzem müssen die Spieler aber noch schnellere Bälle annehmen, denn der Verein und die Abteilung um Leiter Achim Wolff haben eine neue Ballmaschine angeschafft, die es in sich hat. Mit bis zu 180 Stundenkilometer spuckt sie die Bälle aus. Wolff, der im Internet auf die Maschine gestoßen war, ist von ihrer Leistung überzeugt. "Ein ganz wichtiger Punkt im Training ist das Zuspiel. Die Ballmaschine ist in diesem Punkt viel genauer", sagt er. Der Vorteil: Der elektrische Zuspieler kann so eingestellt werden, dass jeder Spieler damit klarkommt. "Es gibt mehrere Geschwindigkeiten und Intervalle. Wenn man den höchsten einstellt, schießen sechs Bälle in zehn Sekunden aus der Maschine", erklärt der Badminton-Abteilungsleiter und Trainer.

Derzeit stellt die Abteilung drei Jugendteams und die zu Saisonbeginn neu formierte Seniorenmannschaft für den Ligabetrieb. "Alle Teams nutzen die Maschine, die mir zusätzlich auch noch ein bisschen Arbeit abnimmt. Ich kann mich jetzt mehr darauf konzentrieren, Anweisungen von außen zu geben. Außerdem kann kein Spieler mehr sagen, dass der Trainer unsaubere Bälle zuspielt." Zwar sei der Einsatz der Ballmaschine zunächst etwas ungewohnt gewesen, mittlerweile haben sich die Straelener aber an ihre neue Trainingspartnerin gewöhnt.

Erste Erfolge sind sichtbar. Die U13-Mannschaft schlägt sich derzeit bestens und steht auf Platz eins in ihrer Liga. Da allerdings nur drei Teams in der Gruppe vertreten sind, ist die sportliche Herausforderung nicht allzu groß. "Deshalb haben wir einige Testspiele angesetzt, um die Spielpraxis der U13 aufrecht zu erhalten", sagt Wolff. Die U15-Schülermannschaft grüßt in ihrer Liga ebenfalls von der Tabellenspitze, hat aber deutlich mehr Konkurrenz. "Das Team ist nach drei Spieltagen noch ungeschlagen. Deshalb kann das Ziel nur Meisterschaft lauten", gibt Wolff vor. Die U19 hat einen eher durchwachsenen Saisonstart hingelegt. Derzeit steht die Mannschaft auf Platz sechs. Aber Wolff ist optimistisch, zum Saisonende weiter oben stehen zu können. "Unser zweitbester Spieler Florian Giesberts hat einen Kreuzbandriss und fällt lange aus. Dadurch wurde das Team geschwächt. Dennoch verfolgen wir weiter das Ziel, den dritten Platz zu belegen, weil die Liga sehr ausgeglichen ist." Ganz anders sieht es hingegen für den SV Straelen in der Kreisklasse der Senioren aus.

Das neuformierte Team musste schnell erkennen, dass die Liga doch stärker ist, als zuvor von Wolff angenommen. Hinzu kommen personelle Probleme. "Einer unserer Spieler hat die Mannschaft berufsbedingt verlassen." Zudem sei es schwierig, genug männliche Teammitglieder aufzustellen. "Wir mussten schon einige Herrendoppel kampflos abgeben", sagt Wolff. Die Frauen seien hingegen eine Bank und haben sich schnell in der neuen Kreisklasse zurecht gefunden. Aber Trainer Wolff ist auch hier zuversichtlich: "Wir sind auf dem aufsteigenden Ast." Vielleicht kann die neue Ballmaschine in Zukunft ja noch ein paar Prozente mehr aus den Spielern herauskitzeln.

Quelle: RP
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