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Handball
Nichtabstieg lautet das Ziel des Neulings

Handball: Nichtabstieg lautet das Ziel des Neulings
Mit diesem Kader möchte Handball-Oberligist TV Aldekerk II den Klassenerhalt schaffen: (oben v.l.) Semir Greven, Lukas Saars, Daniel Köffers, Andy Schierhölter, Simon Niedling, Trainer Nils Wallrath; (unten v.l.) Justin Lindner, Peter Peschers, Robin Appelhans, Besmir Gashi, Thorben Zehres, Roman Grützner, Christopher Tebyl und Stefan Girmendonk. Es fehlen Fabian Küsters, Carsten Wefers und Harald Menke. FOTO: Seybert
Aldekerk. Handball-Oberliga der Männer: Die zweite Mannschaft des TV Aldekerk betritt Neuland. Zum Start in die Saison gastierte die Mannschaft von Trainer Nils Wallrath heute Abend bei der SG Überruhr. Anwurf ist um 18 Uhr. Von Stefan Mülders

Nach zwei Aufstiegen in Folge bereiten sich Nils Wallrath und seine Mannen von der zweiten ATV-Männermannschaft auf eine harte Saison im Tabellenkeller der Oberliga vor. "Der Nichtabstieg wäre ein Riesenerfolg", hatte der Coach der "Zweiten" bereits während der Saisonvorbereitung geäußert. Die Trainingsintensität sei angezogen worden, die Mannschaft weiter voll motiviert - doch der Wind in der neuen Liga weht etwas rauer, und gerade für das noch junge Team dürften einige Aufgaben einen Teil Überforderung mit sich bringen.

Physische Stärke und technische Qualitäten der Gegner werden den Aldekerkern alles abverlangen. Ob Wallrath selbst dann immer noch als Spielertrainer fungiert oder an der Seitenlinie bleibt, weiß er noch nicht. Im Moment aber geht er davon aus, dass ihn sein Job als Coach so stark fordern wird, dass er das Feld nicht mehr betritt.

Damit wäre das auch schon die erste personelle Veränderung. Carsten Wefers ist aus der ersten Mannschaft gewechselt, hatte aber schon zum Ende der vergangenen Saison seine ersten Auftritte im Team. Mit Lukas Saars, Peter Peschers und Simon Niedling stehen drei ehemalige A-Jugendliche in der Mannschaft, die vor zwei Jahren Niederrheinmeister wurden.

Andy Schierhölter kommt ebenfalls hinzu, der ein alter Weggefährte von Nils Wallrath aus Drittligazeiten bei den Adlern Königshof ist. "Ich habe mich über seine Zusage sehr gefreut und gehe davon aus, dass er unserer Abwehr mehr Stabilität verleihen wird." Ansonsten aber ist und bleibt die Zweitvertretung das, was sie immer schon war: für junge Spieler das Sprungbrett in die erste Mannschaft. Darum stehen mit Torben Lenz, Lauritz Weisz, Justus Dambacher, Tobias Knepper und Joscha Schoemakers fünf Jugendliche im erweiterten Kader, die gelegentlich zum Einsatz kommen sollen.

"Auch wenn wir jetzt selbst in einer sehr hohen Liga spielen, sind wir uns dieser für den Verein wichtigen Rolle bewusst und werden diese auch ausfüllen - was nicht nur die drei Neuen aus dem eigenen Nachwuchs zeigen." Darüber hinaus sollen auch alle anderen im Team weiter ihren Spaß am Handballsport haben, aber auch Mentoren und Lehrmeister für die jungen Spieler sein. "Auf den Erfahrungsschatz der 'alten Hasen' können und wollen wir nicht verzichten. Sie sind der Garant dafür, dass Nachwuchsarbeit beim ATV auch in den nächsten Jahren noch erfolgreich funktioniert. Und nebenbei werden sie uns dabei helfen, vielleicht doch in der Oberliga zu bestehen."

Allerdings ist die Vorbereitung nicht ganz nach dem Geschmack von Wallrath gelaufen. Die Trainingsbeteiligung litt ein wenig unter der Abwesenheit von Studenten und urlaubsbedingten Ausfällen. Zudem haben von fast einem Dutzend Testspielen insbesondere die gegen Landes- und Verbandsligisten den Coach nicht zufrieden gestellt. "Ich hoffe aber, dass wir im Ligabetrieb unter Wettkampfbedingungen zulegen können. In der Vergangenheit war das auch oft der ausschlaggebende Faktor für starke Leistungen des Teams."

Los geht es am Samstag bei der SG Überruhr in Essen. Wallrath lässt dieses Spiel gelassen auf sich zukommen. Zur Standortbestimmung wird die Begegnung nicht gehören, denn die Aldekerker wissen, dass sie im Prinzip am Ende der Tabelle stehen und sich Punkt für Punkt mühevoll von dort wegbewegen müssen. Aber das Spiel wird eine Bewährungsprobe sein: Erfahrungsgemäß bauen die Gastgeber nämlich daheim auf sehr gut gefüllte Zuschauerränge und entsprechend lautstarke Unterstützung. Außerdem hat Überruhr Erfahrung in der Liga und konnte im vergangenen Jahr den Abstieg verhindern.

Wallrath: "Wir wollen gegen Überruhr unsere Stärken durchbringen und sehen, was passiert. Ein erster Spieltag ist immer interessant - für alle Mannschaften."

Quelle: RP
 
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