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Leichtathletik
Nick und Halmans freuen sich über Silber

Leichtathletik: Nick und Halmans freuen sich über Silber
Christina Nick vom TSV Nieukerk stößt die Kugel auf 12,99 Meter. Zwar bleibt sie unter ihrer Saisonbestleistung, dennoch holt sich die Werferin den zweiten Platz. FOTO: Wolfgang Birkenstock
Gelderland. Christina Nick (TSV Nieukerk) und Lea Halmans aus Kevelaer kommen jeweils mit einer Silbermedaille von der NRW-Gala in Bottrop zurück. Nick wird Zweite im Kugelstoßen, Halmans im Hochsprung. Greta Heine verpasst Hürden-Finale. Von Christian Cadel

Die NRW-Gala im Bottroper Jahnstadion hat es jedes Jahr in sich. Zur offenen NRW-Meisterschaft der Leichtathleten kommen nämlich nicht nur diejenigen, die um Titel kämpfen, sondern auch einige Hochkaräter, die außer Konkurrenz antreten. Der "ewige Sprinter" Kim Collins aus Saint Kitts und Nevis war ebenso vertreten, wie der 200-Meter-Spezialist Anaso Jobodwana (Bestzeit 19,87 Sekunden) aus Südafrika.

Dass die Qualität des Meetings hoch ist, hat Kim Collins im Vorjahr schon bewiesen, als er mit 9,93 Sekunden über die 100 Meter eine neue persönliche Bestzeit und einen neuen Alters-Weltrekord aufgestellt hatte. Denn der 100-Meter-Weltmeister von 2003 und WM-Dritte von 2011 ist immerhin schon 40 Jahre alt. Doch in diesem Jahr spielte der Wind verrückt. Collins und auch Jobodwana hatten in ihren Läufen starken Gegenwind, was gute Zeiten verhinderte.

Mit dem Wind zu "kämpfen" hatten auch Lea Halmans und Greta Heine aus Kevelaer. Die Jung-Talente, die für den SV Sonsbeck antreten, konnten den Wind nicht immer zu ihrem Vorteil ausnutzen. Der Start ins Meeting verlief aber noch recht gut. Lea Halmans und Greta Heine liefen zunächst die Vorläufe über 100 Meter Hürden.

Während Heine mit ihren 14,93 Sekunden etwas hinter den Erwartungen zurückblieb und ausschied, schaffte Halmans mit 14,66 Sekunden eine neue Bestzeit, allerdings bei unerlaubtem Rückenwind von 2,9 Meter pro Sekunde. "Die Bestzeit hat deshalb auch keinen Bestand", sagte ihr Trainer Werner Riedel. Obwohl Halmans sich für das Finale qualifiziert hatte, verzichtete sie. "Zeitgleich lief nämlich der Weitsprung-Wettbewerb, an dem Lea auch teilnehmen wollte. Wir haben dann beschlossen, auf das Hürdenfinale zu verzichten, um uns auf den Weitsprung zu konzentrieren", sagte der Coach.

Mit Halmans' gesprungenen 5,81 Meter war Riedel dann aber nicht ganz zufrieden: "Es wäre mehr drin gewesen. Einmal ist Lea knapp übergetreten. Man muss aber auch sagen, dass sie und auch Greta vorher auf Abi-Tour waren." Da man eine solche Tour nur einmal im Leben macht, konnte Riedel über den kleinen Leistungseinbruch hinwegsehen. Im Weitsprung stand letztlich Platz sechs zu Buche. Besser lief es für Halmans im Hochsprung. Sie konnte ihre Saisonbestleistung von 1,78 Meter zwar nicht angehen, schaffte aber immerhin 1,72 Meter und holte somit Silber. "Lea hatte teilweise Schwierigkeiten mit dem Wind. Sie musste quasi gegen den ihn anlaufen", erklärte Riedel. Abschließend starteten Halmans und Heine noch in der 4x100-Meter-Staffel - gemeinsam mit ihren Kolleginnen Kim-Jessica Thöne und Marie Steldermann. Das Quartett landete nach 49,94 Sekunden auf Platz fünf. "Das ist für diese Mannschaftsbesetzung eine gute Zeit", urteilte Riedel. Da die Staffel und die 200 Meter der Frauen nahezu parallel stattfanden, verzichtete Heine auf einen Start über 200 Meter. Riedel resümierte: "Es war mal wieder ein schönes Meeting, das sehr gut organisiert war und einen guten Ansager hatte."

Auch Christina Nick vom TSV Nieukerk war in Bottrop dabei. Doch anders als die beiden Kevelaererinnen nahm sie zwei Wurfdisziplinen in Angriff. Nick galt im Kugelstoßen als heiße Kandidatin auf eine Medaille. Immerhin war sie mit der zweitbesten Saisonweite von 13,73 Meter gemeldet. Und den Erwartungen wurde die Werferin auch gerecht. Im ersten Versuch sah es allerdings noch nicht gut aus. Die 11,97 Meter ließen noch nicht erahnen, was Nick eigentlich drauf hat. Nach dem "Einwerfen" fluppte es dann. Im zweiten Versuch warf die TSV-Athletin die Kugel 12,59 Meter weit, im dritten Versuch dann sogar auf 12,99 Meter. Im vierten Versuch kam sie noch einmal an ihre Weite heran und warf 12,91 Meter. Am Ende war Platz zwei gesichert. An die erstplatzierte Marie-Theres Bornemeier (14,58 Meter) kam Nick allerdings nicht heran.

Im anschließenden Diskuswerfen musste sich Nick mit dem siebten Platz anfreunden. Die im fünften Versuch geworfenen 40,38 Meter reichten für eine Platzierung in den Top 10. Doch auch in diesem Wettbewerb gab es eine Werferin, die allen voraus war. Marike Steinacker aus der Kaderschmiede TSV Bayer 04 Leverkusen warf den Diskus ganze 55,12 Meter weit.

Quelle: RP
 
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