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Leichtathletik
Probst-Premiere im Hülspark-Stadion

Leichtathletik: Probst-Premiere im Hülspark-Stadion
Der Gastgeber und sein Schirmherr: Franz Josef Probst (l.), Ehrenvorsitzender des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein, fachsimpelte gestern mit dem Kevelaerer Bürgermeister Dominik Pichler in Sachen Laufen, Springen und Werfen. FOTO: Gottfried Evers
Kevelaer. Der Ehrenpräsident des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein lädt am 2. Juni erstmals zu seinem ganz persönlichen "Nachwuchstalent-Cup" ein. Gleichzeitig kämpfen die besten jungen Speerwerfer in Kevelaer um den "Nerius-Cup". Von Volker Himmelberg

Franz Josef Probst achtet darauf, dass sein "Wohnzimmer" immer schön ordentlich ist. "Wenn in einem Stadion nichts stattfindet, verkommt es schnell", erklärt Kevelaers "Mister Leichtathletik". Der 76-jährige Ehrenpräsident des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein (LVN) kümmert sich nach wie vor höchstpersönlich darum, dass im Hülspark regelmäßig was los ist.

Das Stadion in der Marienstadt ist am Freitag, 2. Juni, Schauplatz einer doppelten Premiere. Zum einen beginnt um 16.30 Uhr der erste Wettbewerb mit folgendem Bandwurm-Namen: "Franz-Josef-Probst-Nachwuchstalent-Cup". Die stärksten Juniorinnen und Junioren der Altersklassen "U 14" bis "U 20" aus Nordrhein-Westfalen messen sich im Laufen, Springen und Werfen. Und der langjährige LVN-Präsident hat im Vorfeld der Großveranstaltung seine Kontakte spielen lassen. Die ehemalige Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius hat nach dem Ende ihrer Laufbahn den "Nerius-Cup" ins Leben gerufen, um den sich seit mittlerweile sechs Jahren die besten Nachwuchs-Speerwerfer aus ganz Deutschland bewerben. Bislang hatte stets der TSV Bayer 04 Leverkusen, in dessen Trikot die prominente Sportlerin ihre größten Erfolge gefeiert hat, diesen Wettbewerb ausgerichtet. In diesem Jahr werden die "Nerius-Cup"-Gewinner erstmals an einem anderen Ort ermittelt - am 2. Juni in Kevelaer.

In beiden Wettbewerben dürfen sich interessierte Zuschauer auf hochklassigen Sport freuen. Hintergrund: Einen Monat später finden in Ulm die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Junioren statt. Und in Kevelaer werden etliche Talente aus NRW und die besten Jung-Speerwerfer aus ganz Deutschland versuchen, die Qualifikationsnorm für die Titelkämpfe zu erfüllen.

Die Qualität-Garantie in Sachen Sport hat allerdings auch einen Nachteil. Der Freitag vor den Pfingstfeiertagen passt den Organisatoren nicht ganz ins Konzept. Denn parallel steht die Marienstadt bereits ganz im Zeichen der Feierlichkeiten anlässlich "375 Jahre Wallfahrt Kevelaer" - da gerät die Leichtathletik schnell in den Hintergrund. "Aber da kann man als Veranstalter nichts machen und ist in Sachen ,Nerius-Cup' an die Vorgaben des Deutschen Leichtathletik-Verbandes gebunden. Und dieser orientiert sich auch an den Terminwünschen der jeweiligen Bundestrainer", sagt Probst.

Das soll die Vorfreude auf ein gelungenes Heimspiel allerdings nicht trüben. Denn der LVN-Ehrenpräsident kann sich in Kevelaer auf Unterstützung von allen Seiten verlassen, wenn am 2. Juni sein Nachwuchstalent-Cup aus der Taufe gehoben wird. Bürgermeister Dominik Pichler hat bereitwillig die Schirmherrschaft übernommen. Die Leichtathletik-Abteilung des Kevelaerer SV um ihren Chef Ulrich Heßing wird dafür sorgen, dass die jungen Sportlerinnen und Sportler im Hülspark-Stadion optimale Bedingungen vorfinden.

Und dazu hat der KSV in diversen Wettbewerben auch noch einige ganz heiße Eisen im Feuer. Aktuell führt die von Roy Sip trainierte "U 16"-Juniorinnen-Auswahl des Kevelaerer SV die deutsche Rangliste an. Die Mädchen setzten zuletzt beim Block-Mehrkampf in Duisburg in den Disziplinen 100 Meter, 80 Meter Hürden, Speerwurf, Weit- und Hochsprung mit der Gesamtpunktzahl von 11 326 Punkten Maßstäbe. Jetzt wollen Katja Lingen, Paula Opgenhoff, Julia Baum, Lina Marie Kaets und Lea Stump die Leichtathletik-Freunde vor der Haustür begeistern.

Der Meldeschluss für beide Wettbewerbe ist zwar erst am kommenden Freitag. Doch "Mister Leichtathletik" und seine Mitstreiter gehen davon aus, im Hülspark-Stadion rund 400 Top-Talente begrüßen zu dürfen.

Quelle: RP
 
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