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Handball
Ruhige Saison für ATV II und TV Issum

Handball: Ruhige Saison für ATV II und TV Issum
Nach anfänglichen Problemen feierte der TV Issum - hier Lena Holzer beim Wurf - einen verdienten Erfolg gegen den Abstiegskandidaten TV Walsum-Aldenrade. FOTO: Markus van Offern
Issum/Aldekerk. Handball-Verbandsliga der Frauen: Die beiden Lokalrivalen haben die Hinserie mit ungefährdeten Heimsiegen abgeschlossen. Die Mannschaften haben sich im Mittelfeld etabliert und mit Auf- und Abstieg nichts mehr zu tun. Von Stefan Mülders

Nach unten kann nichts mehr passieren, nach oben ist der Abstand zu groß. Die Lokalrivalen TV Aldekerk II und TV Issum, die auf den Rängen sieben und acht auch in der Tabelle Nachbarn sind, dürfen sich nach den Erfolgen vom Wochenende auf eine ganz entspannte Rückserie freuen.

TV Issum - TV Walsum-Aldenrade II 22:18 (10:10). Die Issumer Handballerinnen haben gegen den Abstiegskandidaten aus Duisburg einen guten Start ins neue Handballjahr hingelegt. Allerdings hatten die Gastgeberinnen phasenweise einige Probleme mit dem Vorletzten. "Walsum-Aldenrade war der erwartet unangenehme Gegner. Die Mannschaft steht mit dem Rücken zur Wand und hat alles versucht, um etwas Zählbares mitzunehmen", sagte Trainer Marco Tobae nach dem Spiel. "Aber am Ende haben wir trotz der einen oder anderen Schwäche verdient gewonnen."

Der TV Issum erwischte zunächst einen etwas holprigen Start. Die Mannschaft wirkte träge, leistete sich viele technische Fehler und fand nicht zu ihrem Rhythmus. Das sollte sich ändern, als der Gegner erstmals in Unterzahl geriet. Die Tobae-Schützlinge schlugen daraus Kapital und zogen erstmals mit drei Toren davon (9:6). Allerdings brachte dieser Vorsprung nicht die erhoffte Sicherheit. Weiter sahen die Zuschauer viele Fehler. Und die kampfstarken Gäste schafften bis zum Seitenwechsel den Ausgleich.

Mit neuer Abformationen kehrten die Issumerinnen auf das Parkett zurück. "Wir haben darauf reagiert, dass der Gegner permanent mit zwei Kreisläuferinnen agierte", erklärte Tobae. Diese Maßnahme wirkte. Der TV Issum wirkte jetzt selbstsicherer und verschaffte sich eine 15:11-Führung. Beim Stand von 18:12 gab Marco Tobae auch noch einigen Talenten die Chance, etwas Spielpraxis zu sammeln. Der Vorletzte kam zwar noch einmal heran. Doch der verdiente Issumer Sieg geriet zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr.

TV Issum: Graef, Cox - Holzer (5/4), Hackstein (4), Heinemann (4), Schütz (2), Ferschen (2), Bruckmann (2), Kroppen (1), van Stephaudt (1), Klaumann (1), Oll, Rörthmans.

TV Aldekerk II - VfL Rheinhausen 28:21 (10:10). Unter schlechten Vorzeichen stand die Begegnung der Aldekerker Handballerinnen mit Verfolger VfL Rheinhausen. Trainerin Elke Merkentrup, die im Vorfeld ohnehin schon einige Ausfälle beklagt hatte, musste kurzfristig auch noch auf die beiden Kreisläuferinnen Friederike Babucke und Katharina Dellbrügge verzichten. Außerdem zerschlug sich der vorgesehene Einsatz von Pia Rütten - sie hatte zuvor im Oberliga-Derby gegen den SV Straelen einen Armbruch erlitten. So musste A-Juniorin Jana Gruetzner am Kreis ran. Und Nele Rottwinkel kam nach längerer Verletzungspause zu ihren ersten Minuten in der zweiten Mannschaft. "Es sind keine guten Voraussetzungen, wenn man vier Stammspielerinnen ersetzen muss und dann noch sehr kurzfristig die Aufstellung erneut umbauen muss", sagte Merkentrup. "Das hat man dann zunächst auch im Spiel gesehen. Aber am Ende hat die Mannschaft einen vernünftigen Auftritt hingelegt."

In der ersten Hälfte lief es nicht rund bei den Grün-Weißen, die sich zur Pause mit einem 10:10 begnügen mussten. Zwar funktionierte die Abwehr recht gut, aber vorne haperte es noch an der Abstimmung. Doch mit zunehmender Dauer verschafften sich die Aldekerker Spielerinnen deutliche Vorteile. "Rheinhausen hat sich allerdings auch lange gegen die drohende Niederlage gewehrt und es uns nicht gerade einfach gemacht", meinte Merkentrup anerkennend.

Ihre Mannschaft setzte sich in der zweiten Hälfte deutlich ab und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. Einziges Manko: In Sachen Chancenverwertung müssen sich die Grün-Weißen noch steigern. Merkentrup: "Vier verworfene Siebenmeter und weitere ungenutzte Großchancen sind kein Ruhmesblatt. So etwas wird von stärkeren Gegner bestraft." Am kommenden Sonntag bekommt es die Mannschaft in der Vogteihalle mit dem SSV Gartenstadt zu tun, der als Tabellensechster nur zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter GSG Duisburg hat.

TV Aldekerk: Stahlberg - Dahners (7), Gruetzner (6), Wick (5), Kleinmanns (4), Aenstoots (2), Karpowitz (2), Rottwinkel (1), Waltereit, Sett, Finke.

Quelle: RP
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