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Jugendfußball
SC Auwel-Holt ist für Zukunft gewappnet

Auwel-Holt. Die Fußballjugend-Abteilung des Vereins ist vor zwei Jahren eine Kooperation mit der Grenzlandschule eingegangen, die sich bisher ausgezahlt hat. Nachwuchsprobleme bei Spielern oder Trainern kennt der Club nicht mehr. Von Christian Cadel

Es regent wie aus Eimern. Der Ascheplatz auf der Sportanlage des SC Auwel-Holt sieht ordentlich mitgenommen aus - kein Grund für die A-Junioren, das Fußball-Training ausfallen zu lassen. Immerhin ist ein Trainer der Fußballschule Grenzland zu Gast.

Vor gut zwei Jahren ist der SC Auwel-Holt eine Kooperation mit der Grenzlandschule eingegangen, die vor allem den jungen Trainern zur Seite stehen soll. Das Zwischenfazit fällt positiv aus. "Die Kooperation hat sich für uns gelohnt. Die Resonanz ist gestiegen, und unsere Jugendmannschaften stehen momentan auch ganz gut da", sagt der 18-jährige Christian Cremers. Er sowie seine Kollegen Chris Beterams (20), Lukas Rattmann (20), Alex Skeip (19) und Stefan Tepaß (20) bilden das fünfköpfige Trainerteam der A-Junioren, das beispielhaft für das bisher Geleistete steht. Nachwuchsprobleme, wie es sie in manch anderem Verein gibt, hat der Holter Club längst nicht mehr.

Kernstück der Kooperation ist die Trainingsbegleitung. Zweimal im Monat kommt ein Trainer aus der Grenzlandschule an die Maasstraße, um die Coaches zu unterstützen und ihnen völlig neue Aspekte vor Augen zu führen. Langfristiges Ziel ist es, die Qualität in der Nachwuchsförderung zu steigern. Die Idee, sich Unterstützung von "außen" zu holen, hatten die Verantwortlichen aus der Jugend-Abteilung. "Wir haben in lockerer Runde zusammengesessen und überlegt, was man tun kann. Wir haben uns dann an die Grenzlandschule gewandt", erklärt Jugend-Obmann Bernd Steinker. Ganz umsonst ist die Kooperation natürlich nicht. Glücklicherweise hat der Verein aber großzügige Sponsoren hinter sich, ohne deren Hilfe die Jugendarbeit nicht auf ein höheres Level hätte gehoben werden können.

Nicht nur für den Liga-Betrieb zahlt sich das Miteinander aus. Die Fußballschule hat dem Verein auch geholfen, ein ganzheitliches Jugendkonzept auf die Beine zu stellen. Gemeinsam werden Aktionen veranstaltet, wie das Fußballabzeichen oder ein großes Fußballcamp. Wichtig für den Verein ist es dabei, die Gesellschaft mit einzubinden und sich als offener Club für Jedermann darzustellen.

Auch das hat sich in den vergangenen zwei Jahren ausgezahlt. Die Resonanz ist groß. Derzeit kicken rund 160 Spieler und Spielerinnen für die Jugendteams des SC. Zudem sind momentan 31 Trainer aktiv. Rechnet man das mal um, kommen auf jeden Trainer rund fünf Spieler - eine Quote, von denen so manch anderer Verein nur träumen kann. Angst, dass die gut ausgebildeten Trainer den Verein irgendwann verlassen, haben die Verantwortlichen nicht. "Klar, die Gefahr besteht, aber es ist normal, dass sich Trainer auch mal nach etwas anderem umsehen. Wichtig ist es, dass wir eine gute Vereinsarbeit leisten und die Trainer unterstützen, um sie so längerfristig zu halten", sagt Steinker. Dazu gehören auch Trainerschulungen. Wie lange die Kooperation noch laufen soll, steht noch in den Sternen. "Wir reflektieren gemeinsam, was gut und was noch nicht so gut gelaufen ist", sagt Jugend-Geschäftsführer Theo van Treeck. "Uns ist es vor allem wichtig, dass das Trainingskonzept flexibel und auf die jeweiligen Mannschaften zugeschnitten ist."

Vor allem die A- und C-Junioren beeindrucken in diesen Tagen. Die A-Jugend steht in der Kreisklasse auf Platz eins, ebenso wie die C-Jugend-Mannschaft in der Kreisstaffel. Von der Niederrheinliga sind die Teams zwar noch weit entfernt, die Saat ist jedoch gesät - auch dank der Hilfe der Fußballschule. Wenn alles gut läuft, muss in Zukunft nur noch geerntet werden.

Quelle: RP
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