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Schwimmen
SC Delphin Geldern überzeugt bei der Verbandsmeisterschaft

Schwimmen: SC Delphin Geldern überzeugt bei der Verbandsmeisterschaft
Eelkje Burghardt ging insgesamt neun Mal an den Start. FOTO: Stefan Ruetters
Geldern. Trotz erschwerter Trainingsbedingungen hat der Schwimm-Nachwuchs in Solingen abgeräumt. 19 "Delphine" waren am Start.

Nach einer langen Wettkampfpause ging es vor kurzem für die Schwimmer des SC Delphin Geldern in Solingen um die Titel des Verbandes Rhein-Wupper.

19 Aktive der Jahrgänge 2004 bis 2007 gingen insgesamt 90 Mal an den Start. In der direkten Vorbereitung musste man auf die gewohnten Trainingsmöglichkeiten wegen der Schließung des Bades in Geldern verzichten. Keine leichte Aufgabe für das Team, rechtzeitig zu diesem Saisonhöhepunkt in Form zu kommen. Als hohe Favoritin in ihrem Jahrgang 2007 ging erstmalig bei den Verbandsmeisterschaften Eelkje Burghardt an den Start.

Ihr Programm umfasste neun Strecken in drei Lagen. Dies zeigt ihre Vielseitigkeit. Die erbrachten Ergebnisse zeugten von ihrem Talent. Acht Goldmedaillen und eine Silbermedaille waren die Ausbeute für sie an diesem Wochenende. Der Jahrgang 2007 ist in Deutschland ausgesprochen gut besetzt, und hier gehört Eelkje zu den allerbesten. Über 400 Meter Freistil schlug sie 15 Sekunden vor der Zweitplazierten an, über 200 Meter Freistil elf Sekunden und selbst über 100 Meter Freistil lag sie mit der Zeit von 1:12,87 Minuten genau fünf Sekunden vor dem Rest des Feldes.

Die weiteren Goldmedaillen errang sie über 50 Meter Freistil, 50 Meter Brust, 100 Meter Brust, 200 Meter Brust und 200 Meter Lagen. Die Silbermedaille gewann sie über 100 Meter Delphin. Den neunten Titel für das Gelderner Team holte Leo Petrak, ebenfalls Jahrgang 2007, über 100 Meter Delphin. Seine weitere Ausbeute waren drei Bronzemedaillen über 50 und 100 Meter Freistil sowie über 50 Meter Delphin. Auch Leo hat sich innerhalb eines Jahres gut entwickelt und zeigte bei seinen Rennen in Solingen ein bemerkenswertes Kämpferherz. Im Jahrgang 2006 standen mit Nina Backus, Feline Kisters und Felix Specker die nächsten Medaillengewinner im Team des SC Delphin fest. Nina gewann in ihrer Paradedisziplin Rückenschwimmen über 50, 100 und 200 Meter jeweils Silber. Ihre vierte Silebrmedaille errang sie über 100 Meter Delphin.

Feline Kisters überzeugte über 200 Meter Delphin mit einem couragierten Rennen und belohnte sich über dieses ausgesprochen harte Strecke mit dem zweiten Platz. Felix Specker absolvierte sechs Starts, die ihm vier Medaillen einbrachten. Er wurde Zweiter über 50 Meter Delphin und Dritter über 50 und 100 Meter Freistil sowie über 100 Meter Delphin.

Im Jahrgang 2005 waren Marinus Burghardt und Tobias Windisch Medaillengewinner für den Gelderner Schwimmverein. Auch dieser Jahrgang ist außergewöhnlich gut besetzt. Eine enorme Leistungsdichte führte für die beiden Jungs leider dazu, dass sich der eine oder andere Gegner vor sie schob. Dennoch war der Gewinn der Silbermedaille über 200 Meter Brust für Tobias ein schöner Erfolg. Marinus gewann über 100 Meter Brust Bronze. Benjamin Bauten (Jahrgang 2004) zeigte sich trotz einer leichten Verletzung in guter Form. Seine neue Bestzeit von 32,91 Sekunden über 50 Meter Delphin brachte ihm die Bronzemedaille ein.

Die elf weiteren Mitglieder des Teams überzeugten ebenfalls mit Bestzeiten. Chiara Smolan, Christina Bauten und Sonali Görtz, alle Jahrgang 2007, konnten sich enorm verbessern. Sie waren auf der langen und schwierigeren 50 Meter Bahn schneller, als auf der Kurzbahn. Auch Mia Verhasselt (2006) sowie Mira Lindemann und Mara Meurs (2005) verbesserten sich, genauso wie Sina Ripkens, Lea Ingendahl und Katharina Sprünken (2004). Bestzeiten gab es schließlich auch für Maxim Wolf (2005) und Pyry Pyykkö (2006), der demnächst in seine finnische Heimat zurückkehren wird. Insgesamt zeigten sich die SC-Verantwortlichen mit dem Ergebnis des Teams zufrieden. Über die erschwerten Trainingsbedingungen müsse in Zukunft aber intensiv nachgedacht werden, um weiterhin konkurrenzfähig bleiben zu können. "Denn je älter die Aktiven werden, desto größer müssen die Trainingsumfänge werden. Und hier können wir einfach mit den Startgemeinschaften nicht mithalten", sagt Trainer Jörg Löcker. "Es ist schon frustrierend, zu sehen, dass man ständig gute Schwimmer ausbildet, die aber im Verlauf ihrer Laufbahn ihre tollen Platzierungen in der Deutschen Bestenliste einfach nicht halten können, weil ihre Konkurrenten drei bis viermal so viel trainieren wie es in Geldern möglich ist", sagt er. Der Weggang der besten Schwimmer zu anderen Vereinen sei somit ein leidiger, aber normaler Effekt.

Quelle: RP
 
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