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Sportschießen
Schießsport Weeze feiert 50. Geburtstag

Sportschießen: Schießsport Weeze feiert 50. Geburtstag
Ulrich Francken (l.) darf sich nun als "Blaublüter" fühlen. Ehrenvorsitzender Heinz Wrobel (r.) überreichte dem Gemeindeoberhaupt die "Ritter-Urkunde". FOTO: Jan Kisiel
Weeze. Der Andrang zu den Feierlichkeiten war groß. Auch Weezes Bürgermeister Ulrich Francken kam vorbei. Er wurde vom Verein zum "Ritter" geschlagen. Das Gemeindeoberhaupt hob das Engagement des Schießsportvereins hervor.

Im Rahmen seines 50-jährigen Bestehens lud der Verein "Schießsport Weeze" kürzlich zu einem Tag der offenen Tür auf den Schießstand an der Weller Straße ein. Unter dem Motto "Lernen Sie den Schießsport in seiner geselligen Form kennen" nutzten viele Besucher die Chance, um bei Kaffee und Kuchen Informationen rund um den Sport und den Verein zu bekommen.

Neben den Besuchern kamen auch einige ehemalige Mitglieder, die schon seit vielen Jahren nicht mehr "vor Ort" waren und sich nun über die ausgelegten Fotobücher "aus alten Zeiten" und die ausgestellten Ehrenzeichen aus fünf Jahrzehnten freuten. Unter ihnen war mit Werner Behet auch ein Gründungsmitglied nebst Gattin erschienen. Harald Sifrin, ebenfalls ein verdientes "Altmitglied", der den Verein 2006 aus verschiedenen Gründen verließ, gewann den ausgeschriebenen Hauptpreis im KK-Schießwettbewerb - eine kostenfreie Jahresmitgliedschaft im Verein. Über den Anruf von Schatzmeisterin Julia Alway, die ihm die frohe Botschaft überbrachte, freute er sich sehr und nahm dankend an. Gegen Abend ging es dann zur gemütlichen Feierstunde ins Waldhaus Dicks.

Unter den geladenen Mitgliedern nebst Anhang befanden sich neben Weezes Bürgermeister Ulrich Francken mit Gerhard Dicks und Georg van Husen auch Vertreter der St. Johannes-Schützenbruderschaft Weeze. Auch zwei Vertreterinnen des Heimat- und Verkehrsvereins Weeze konnten begrüßt werden. Beide überbrachten dem Schießsport-Verein eine Spende als "Geburtstagsgeschenk".

Mit Udo Klein, dem Vorsitzenden des Schützenkreises 034 Kleve im Rheinischen Schützenbund 1872, konnten die Weezer Schützen ein neues "altes" Mitglied begrüßen, der noch auf der Feier den Mitgliedsantrag ausfüllte und ebenfalls eine Spende überreichte.

Hans-Gerd Vrede vom Arbeitskreis Weezer Heimatgeschichte nutzte das Beisammensein unter anderem zur letzten Besprechung des Beitrages zum 50-jährigen Bestehen im diesjährigen Weezer Jahrbuch. Auch Werner Neumann, "Ausbilder des Vertrauens" für Waffensachkunde- und Standaufsicht des Verbandes RSB, fand sich nebst Gattin bereits am Nachmittag ein und beantwortete Fragen zum Waffenrecht und Schützensport.

Eröffnet wurde die Feierstunde vom Ehrenvorsitzenden und Vereinsgründer Heinz Wrobel, der in einer emotionalen Rede unter anderem die Gelegenheit nutzte, Weezes Bürgermeister mit Hilfe einer selbstgebauten "Königspuppe" zum Ritter zu schlagen - standesgemäß mit Schwert und Urkunde. Danach gedachte Wrobel den verstorbenen Gründungsmitgliedern. Anschließend gab Schriftführer Rainer Tiemann mit seiner Rede einen kurzen Überblick über die Vereinsgeschichte und die besonderen Verdienste von Heinz Wrobel.

Auch nahm Tiemann die Ehrung zur 50-jährigen Vereinsmitgliedschaft Wrobels vor, indem er ihm neben der gerahmten Ehrenurkunde und der Verleihungsurkunde des Rheinischen Schützenbundes auch die goldene Ehrennadel des Verbandes verlieh. Der erste Vorsitzende Thorsten Engelke dankte Wrobel ebenfalls und überreichte ihm die persönliche Danksagung des Schießsport Weeze. Gleichzeitig nutzte Engelke die Gelegenheit, noch die Ehrungen für die fünfjährige Mitgliedschaft des letztjährigen Königs, dem scheidenden Geschäftsführer Peter Willemsen, für Beate van Thiel und bei Klaus Koch vorzunehmen. Für seine 15-jährige Vereinsmitgliedschaft wurde Andre van Lier geehrt.

In seiner Abschlussrede ließ es sich Bürgermeister Francken nicht nehmen, auf die Wichtigkeit des Vereinslebens als unverzichtbaren Bestandteil des Gemeindelebens hinzuweisen und würdigte auch den Anteil, den "Schießsport Weeze" in den vergangenen fünf Jahrzehnten beigetragen hat.

Für den Ritterschlag bedankte er sich ebenfalls, meinte jedoch mit einem Augenzwinkern, es gäbe "bereits genug Blaublüter in der Gemeinde". Zum Ende seiner schwungvollen Rede bedachte er den Verein noch mit einem persönlichen Anschreiben und einer Spende. Nach so vielen Reden und Aufmerksamkeit konnte schließlich das Büffet eröffnet werden, das durch Familie Heinrich Dicks und ihrem Team arrangiert wurde.

Quelle: RP
 
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