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Handball
"Sensationell": ATV gewinnt Spitzenspiel

Aldekerk / Straelen. Handball-Oberliga der Frauen: TV Aldekerk macht mit einem verdienten 27:20-Erfolg beim zuvor punktgleichen Verfolger Fortuna Düsseldorf einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft. SV Straelen siegt im Endspurt.

Fortuna Düsseldorf - TV Aldekerk 20:27 (9:14). "Es war heute einfach sensationell!" Aldekerks Trainerin Dagmara Kowalska war nach dem Abpfiff einfach nur glücklich und strahlte übers ganze Gesicht. Ihre Mannschaft errang gestern mit dem Sieg gegen den zuvor punktgleichen Verfolger einen Teilerfolg im Rennen um die Meisterschaft und sandte ein klares Signal an die Konkurrenz.

Die Aldekerkerinnen boten 60 Minuten lang eine konzentrierte Leistung und entführten völlig verdient beide Punkte aus der Landeshauptstadt. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Gäste beim Stand von 7:7 das Kommando und sorgten mit fünf Treffern in Serie für Begeisterung unter den zahlreichen Aldekerker Anhängern. Unsere penible Vorbereitung auf die Partie hat sich ausgezahlt", sagte Kowalska nach der Begegnung. "Meine Mannschaft war hellwach und hat jeden Angriff konzentriert bis zu Ende ausgespielt."

Verlassen konnte sie sich dabei erneut auf eine starke Defensive, die wenig Fehler machte und dem Angriff der Düsseldorferinnen ein ums andere Mal den Zahn ziehen konnte. Tugce Cengiz erhielt gestern den Vorzug im Tor und bedankte sich mit einer starken Vorstellung. Doch es war das Kollektiv, das an diesem Tag einfach funktionierte und sich den Sieg im Gipfeltreffen nicht nehmen ließ. Die Spielerinnen auf dem Feld rackerten, die anderen feuerten an, und die Fans auf den Rängen trieben ihr Team unaufhörlich weiter nach vorne. Mitte der zweiten Hälfte lag Grün-Weiß mit acht Toren in Front, am Ende waren es sieben. "Aldekerk hat heute verdient gewonnen", gestand auch Düsseldorfs Torhüterin Denise Giesler ein, die in der letzten Saison noch das Aldekerker Tor gehütet hatte. "Wir haben unsere Chancen heute einfach nicht genutzt." TV Aldekerk: Cengiz, Schindowski - Heimes (8), F. Huppers (6), Kern (4), A. Huppers (3), Beyer (2), Rottwinkel (2), Benninghoff (1), Kühn (1), Nagel, Akeredolu und Grützner.

TV Lobberich - SV Straelen 20:24 (14:10). 25 Minuten lang sah es ganz danach aus, als ob Harry Mohrhoff Recht behalten würde. Straelens Trainer hatte geahnt, dass es seinem Team nach dem kräftezehrenden Spitzenspiel gegen Düsseldorf schwerfallen würde, mit der richtigen Einstellung in das Spiel gegen Lobberich zu gehen. "Ein Gegner, der uns auch wegen seiner ganz anderen Spielweise alles abverlangen wird", hatte Mohrhoff vor dem Duell gewarnt.

Und die Prognose sollte sich bestätigen. Der TVL bestimmte vom Anpfiff an das Geschehen, weil er in allem ein bisschen schneller und bissiger agierte als die Grün-Gelben. "Lobberich waren körperlich und geistig agiler, hat uns in Abwehr und Angriff im Eins-gegen-Eins klar beherrscht", kommentierte der SVS-Coach einen deutlichen 7:13-Rückstand. Den konnten die Grün-Gelben bis zur Pause auf 10:14 verkürzen, auch weil Mohrhoff auf eine 5:1-Abwehr umgestellt hatte. "Anfangs haben wir nicht gut genug verschoben. Lobberich hat die sich bietenden Lücken konsequent genutzt."

Weiterer Schlüssel zum Erfolg war die Einwechslung von Steffi Pieper. Die Torhüterin vernagelte ihren Kasten geradezu - ganze sechsmal musste Pieper in Halbzeit zwei hinter sich greifen. So erzielten die Gäste in der 47. Minute den Ausgleich (17:17), schafften es jedoch erst fünf Minuten vor Schluss, erstmals in Führung zu gehen (21:20). Und da der grün-gelbe Abwehrbeton bis zum Schlusspfiff nichts mehr zuließ, gewann der SVS schließlich mit 24:20. "Das ist gerade noch einmal gutgegangen", so Mohrhoff nach dem achten Sieg im zehnten Spiel.

SV Straelen: Heimes, Pieper -Heckmanns (6), Fiedler (6/4), Linssen (5), Zoé Daguhn (4), Geelen (1), Heuvels (1), Maes (1), K. Janssen, Ripkens, van Bebber, J. Janssen.

(CaB/terh)
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