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Handball
Sensationelle Halbzeit lässt Straelen jubeln

Straelen. Handball-Regionalliga Frauen: Straelen entführte beim TuS Königsdorf beide Zähler. Die Grün-Gelben gewannen mit 24:22 (11:16). Von Michael Terhoeven

Als Königsdorfs Jeanette Peters mit dem Halbzeitpfiff zum 16:11 traf, war die Enttäuschung im Lager der Grün-Gelben verständlicherweise riesengroß. "Wir haben bis dahin schon ein ordentliches Spiel gemacht, einem starken Gegner jedoch zu viele Gastgeschenke gemacht", fasst SVS-Coach Thomas Floeth 30 Minuten in einem Satz zusammen.

Seine Mannschaft, die mit mehreren angeschlagenen Spielerinnen in die Partie gegangen war, hatte gut ins Spiel gefunden. Vor allem Lena Linßen schien nach ihrer Verletzungspause geradezu zu brennen, war für die ersten drei Straelener Treffer verantwortlich. Einen Ball nach dem anderen legte sie ins gegnerische Netz, am Ende des Tages sollte sie es auf sieben Tore aus dem gebundenen Spiel gebracht haben.

Doch nach der 4:2-Führung der Straelener kam es zum Bruch - offensiv wie defensiv. Hinten bekam man die linke Angriffsseite des TuS nicht in den Griff, vorne leisteten sich die Blumenstädter den einen oder anderen Abspielfehler zu viel. Selbst einige Paraden von Straelens Torfrau Melanie Schumann konnten nicht verhindern, dass der Gastgeber ausglich, mit 9:6 in Führung ging und diesen Vorsprung bis zum Pausenpfiff auf 16:11 ausbauen konnte.

Die Grün-Gelben kamen mit reichlich Dampf und einer umgestellten Abwehr aus der Kabine. Steffi Heuvels und Maren Prior kümmerten sich mit schnellen Beinen und reichlich Biss um Izabela Gradowa und Viviana Wels. Das Spiel von Königsdorf geriet daraufhin mehr und mehr ins Stottern, während Straelen ins Laufen kam. "Plötzlich hat Königsdorf die Fehler gemacht, und wir haben sie genutzt", sah Floeth eine überaus erfolgreiche Aufholjagd seiner Handballerinnen.

Beim 15:16 war man dran am Gegner, der auch nach einer Auszeit nicht mehr so recht in die Spur fand. In der 45. Minute traf Anika Sewing zum Ausgleich, wenig später erzielte Elena Fiedler das 19:18. Die Entscheidung fiel jedoch erst kurz vor dem Abpfiff. Nach mehreren vergebenen Möglichkeiten hüben wie drüben entschieden die Schiedsrichter bei noch 16 zu spielenden Sekunden auf Strafwurf für den SV Straelen. Elena Fiedler übernahm nicht zum ersten Mal in diesem Spiel Verantwortung - und verwandelte ihren sechsten Siebenmeter in dieser Partie. 24:22. Das war's. Der Rest war Jubel.

Schon heute Abend geht es für die Straelener Handballerinnen mit der nächsten Pflichtaufgabe weiter. Im Viertelfinale um den Kreispokal treffen sie auf die Turnerschaft aus Grefrath. Anwurf beim Landesligisten ist um 20.30 Uhr in der Halle am Grefrather Schulzentrum. "Wir nehmen die Begegnung sehr ernst", erklärt Straelens Coach Thomas Floeth und fordert Vollgas von seiner Mannschaft. Es gehe darum, mit einem Erfolg weiteres Selbstvertrauen aufzubauen, um den Schwung ins wichtige Meisterschaftspiel mitzunehmen. Dann nämlich kommen der TuS Treudeutsch Lank nach Straelen.

Quelle: RP
 
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