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Fußball
Sevelen siegt und macht das "Abstiegsfinale" perfekt

Fußball-Bezirksliga: Trotz eines 0:2-Rückstandes gewinnt Sevelen in Lintfort. Nächste Woche steigt dann das Abstiegsfinale im Fernduell mit dem Hülser SV. Die Sevelener müssen dann mindestens einen Punkt gegen Bracht holen. Von Christian Cadel

Obwohl Süchteln zwei Platzverweise sieht, kommt Geldern nicht über ein 2:2 hinaus.

Fichte Lintfort - SV Sevelen 2:4 (2:1). So weit ist SVS-Trainer Thorsten Fronhoffs wohl noch nie gerannt, um mit seiner Elf zu jubeln. "Als wir das 4:2 gemacht haben, war ich plötzlich an der Eckfahne", sagte er. Wenige Sekunden zuvor hatte Sevelen den wichtigen Auswärtssieg perfekt gemacht. Damit halten die Schwarz-Weißen den Klassenerhalt weiter in eigenen Händen und können ihn am kommenden Sonntag wohl mit einem Remis gegen Bracht dingfest machen.

Dabei fing die Partie überhaupt nicht gut an. Nach 19 Minuten lag Sevelen schon mit 0:2 zurück. "Die Jungs waren wieder zu ängstlich. Ich hatte aber nie das Gefühl, dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren würden", sagte Fronhoffs. Mit dem Pausenpfiff erzielte Philipp Langer dann das 1:2. "In der Kabine habe ich den Jungs gesagt, dass sie mehr Gas geben und mutiger sein müssen", berichtete Sevelens Coach, der nach der Pause auch auf 4-4-2 umstellte. Das zeigte Wirkung. Sevelen riss das Spiel an sich und drehte die Partie durch Tore von Langer (2) und Marc Jeitner. Vor der entscheidenden Schlussphase hatte Fichtes Keeper Pascal Weber noch die Gelb-Rote Karte gesehen.

Nach dem grenzenlosen Jubel wurden noch zwei Kisten Bier geleert, ehe die Sevelener anschließend im Vereinsheim zusammenkamen, um das Erlebte in lockerer Runde Revue passieren zu lassen.

GSV Geldern - ASV Süchteln 2:2 (1:1). Obwohl Gelderns Gegner das Spiel nur mit neun Mann beenden musste, gelang es dem GSV nicht, davon zu profitieren. Der ASV Süchteln, für den es noch um die Aufstiegsrelegation geht, dominierte die ersten 15 Minuten, musste dann aber mit ansehen, wie Eric Bongartz wegen Schiribeleidigung mit Rot vom Platz gestellt wurde. Trotzdem gelang dem ASV zunächst das 1:0, welches Kai Rietz zehn Minuten später aber wieder ausglich. "Bis zur Pause war das Spiel dann ausgeglichen", sagte GSV-Trainer Peter Streutgens. Nach der Pause kämpften die Gäste "mit Mann und Maus", wie Streutgens sagte. Geldern konnte dennoch durch Erdi Ezers Elfmetertor mit 2:1 in Führung gehen. Als Süchtelns Fanta Mada Diane anschließend mit Gelb-Rot runter musste, hätte der GSV leichtes Spiel haben können. "Wir haben aber keinen Spielaufbau mehr hinbekommen", sagte Gelderns Trainer. So konnte der ASV kurz vor Schluss per Elfmeter noch zum 2:2 ausgleichen und einen Punkt retten. "Geärgert habe ich mich schon, aber einen Punkt gegen den Tabellenzweiten zu holen, ist auch schon etwas", resümierte Streutgens.

VfL Tönisberg - TSV Wa.-Wa. 3:2 (1:1). Nach guter Anfangsphase geriet Wachtendonk schnell in Rückstand, glich aber kurz danach durch Michael Funken wieder aus. "Anfangs haben wir dem VfL viel Raum gegeben. Danach haben wir sie aber ganz gut zugestellt", sagte TSV-Coach Wilfried Steeger. Nach der Pause ging es weiter auf und ab. Der VfL markierte das 2:1, Carlos Hurtado-Martinez glich danach wieder aus. Ein Freistoßtor von Tönisberg war letztlich spielentscheidend, "auch wenn wir noch ein ganz dickes Ding am Ende hatten", sagte Steeger.

1. FC Kleve II - SV Walbeck 6:2 (3:1). Eine eindeutige Sache musste Walbecks Coach Jan Schröers in Kleve miterleben. "Die Jungs haben nur 70 Prozent gegeben. Das war der Grund, warum wir verloren haben", sagte er. Sechmal netzten die Gastgeber aus Kleve ein. Zwar konnte Walbeck beim Stand von 0:3 noch einmal durch Niklas Tebbe und Phillip Pasch auf 2:3 verkürzen, am Ende agierte Kleve aber abgezockter und gewann. "Die Niederlage geht letztlich in Ordnung", gab Schröers zu.

Quelle: RP
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