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Sportschießen
SSG-Schützen peilen das Finale an

Sportschießen: SSG-Schützen peilen das Finale an
FOTO: SSG Kevelaer
Kevelaer. Die Bundesliga-Mannschaft (Luftgewehr) der SSG Kevelaer hat einen 5:0-Sieg gegen den Wissener SV eingefahren. Noch hat das derzeit bestens aufgelegte Team alle Chancen, um das Bundesliga-Finale im kommenden Jahr zu erreichen. Von Christian Cadel

Derzeit hat Rudi Joosten nicht wirklich viel zu meckern. Denn der Trainer durfte jüngst wieder miterleben, wie seine Mannschaft in der Bundesliga Nord (Luftgewehr) einen souveränen Sieg eingefahren hat. Am siebten Wettkampftag gewann die SSG Kevelaer gegen Gastgeber Wissener SV klar und deutlich mit 5:0.

"Wir waren zwar der Favorit, dennoch habe ich den Schützen gesagt, dass sie trotzdem vorsichtig sein müssen. In der Kabine habe ich ihnen noch mit auf den Weg gegeben, dass sie sich nicht beirren lassen sollen", sagte Joosten. Doch der Start gestaltete sich dann doch etwas holprig. Jana Erstfeld begann etwas schlechter als üblich, konnte ihre Gegnerin Nicole Juchem dann aber doch mit 396 zu 393 Ringen bezwingen.

Verlass war danach auch auf die SSG-Schützin Katharina Kösters, die den Stand bereits nach 23 Minuten verließ und den zweiten Punkt für Kevelaer einfuhr. Dafür reichten ihr 397 Ringe gegen ihre Gegnerin. Der "Hahn im Kevelaerer Korb", Alexander Thomas, musste hingegen etwas zittern. Denn in seiner ersten Serie gegen Kevin Zimmermann fabrizierte er "nur" eine 95er-Serie.

Immerhin fing sich Thomas wieder und beendete das Duell mit 391 Ringen, ebenso wie sein Gegner. Das anschließende Stechen war nicht minder spannend. Thomas behielt jedoch die Nerven, siegte mit 10:9 und verbuchte den dritten Punkt für die SSG. Pea Smeets, die seit Saisonbeginn für die Kevelaerer schießt "und sich auch gut integriert hat", wie Coach Joosten findet, machte mit ihrer Gegnerin Anna Katharina Brühl dann kurzen Prozess.

Mit 395:386-Ringen behielt sie die Oberhand und glänze sogar mit einer 100er-Serie. Kevelaer erhöhte die Führung somit auf 4:0. Joesefin Weber hatte schließlich die Chance, die saubere Bilanz in ihrem Duell gegen Julia Neuhoff aufrechtzuerhalten. Und das gelang der Bundeswehr-Soldatin auch.

Mit 394:388-Ringen und zwei 100er-Serien verbuchte Weber den fünften Punkt für die SSG Kevelaer. "Wichtig war, dass jeder an seine eigene Stärke geglaubt hat", lobte Trainer Rudi Joosten. Obwohl die Kevelaerer anfangs gar nicht gut in die Saison gestartet waren, was auch daran lag, dass man nicht immer in Top-Besetzung antreten konnte, haben sie immer noch die Chance, das Bundesliga-Finale im kommenden Jahr zu erreichen. Um sich dafür zu qualifizieren, muss das SSG-Team aber mindestens auf dem vierten Tabellenplatz landen.

Derzeit hinkt man noch einen Platz hinterher. Joosten strotzt aber nur so von Optimismus: "In der jetzigen Form stehen unsere Chancen sehr gut. Auch wenn wir einige Begegnungen zuvor verloren haben, muss man trotzdem sagen, dass dies hochkarätige Duelle waren, in denen wir teilweise nur Pech hatten. Unser Vorteil ist, dass die Mannschaft in der Breite sehr gut aufgestellt ist."

Auf die Nachricht, dass die beiden Olympia-Teilnehmer, Ivana Maksimovic und Sergey Richter, die sich in den Vorjahren bei der SSG für große Wettkämpfe fitgemacht haben, derzeit ein Sabbatjahr einlegen, habe die Mannschaft gut reagiert. "Dafür konnten wir ja Pea Smeets in unser Team aufnehmen, was wir eigentlich schon im Vorjahr vorhatten. Man hat sofort gemerkt, dass sie begeistert bei der Sache ist", sagt Joosten, der auf weitere Erfolge seiner Mannschaft hofft. Der nächste Wettkampftag ist am 3. Dezember. Dann muss die SSG gegen TuS Hilgert antreten. "Wir wollen alle noch ausstehenden Duelle gewinnen. Immerhin haben wir das Erreichen des Finales noch in der eigenen Hand", sagt Joosten.

Quelle: RP
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